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Die Lions deklassieren Leader Zug

Der Zürcher «Z» schickt den EV Zug mit einer 7:3-Klatsche nach Hause. Die Klotener verlieren auswärts gegen den EHC Biel 2:4.

Torsegen im Hallenstadion: Die Lions führen den Tabellenführer aus Zug beim 7:3-Heimsieg phasenweise vor. Topskorer Robert Nilsson jubelt, nachdem er eine Traumkombination im Powerplay krönend abschliesst.
Torsegen im Hallenstadion: Die Lions führen den Tabellenführer aus Zug beim 7:3-Heimsieg phasenweise vor. Topskorer Robert Nilsson jubelt, nachdem er eine Traumkombination im Powerplay krönend abschliesst.
Ennio Leanza, Keystone
Blamage für den Leader: Sieben Mal muss der bemitleidenswerte Zuger Goalie Tobias Stefan den Puck aus dem Netz fischen.
Blamage für den Leader: Sieben Mal muss der bemitleidenswerte Zuger Goalie Tobias Stefan den Puck aus dem Netz fischen.
Christian Merz, Keystone
Freude herrscht: Die im Jubiläumstrikot gekleideten Zürcher erhalten nach dem Torfestival gegen den Leader Szenenapplaus von den zufriedenen 9'000 Zuschauern.
Freude herrscht: Die im Jubiläumstrikot gekleideten Zürcher erhalten nach dem Torfestival gegen den Leader Szenenapplaus von den zufriedenen 9'000 Zuschauern.
Christian Merz, Keystone
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Im 14. Saisonspiel kommen die ZSC Lions zum ersten Sieg gegen ein Topteam. Mit einem 7:3-Sieg gegen Zug bestätigen die Zürcher ihren Aufwärtstrend. Am Freitag hatten die ZSC Lions in Bern äusserst unglücklich und umstritten in der Verlängerung verloren, am Samstag gegen Zug lagen sie nach nur 17 Sekunden bereits wieder im Hintertreffen. Sie reagierten aber wie ein grosses Team, wie sie es in dieser Saison noch kaum je getan hatten. Mit vier Toren zwischen der 7. und der 14. Minuten sorgten sie für die entscheidende Wende.

Für das 2:1 brauchten Christian Marti und Roman Wick in der 7. Minute nur 19 Sekunden, zwischen dem 3:1 von Fredrik Pettersson und dem 4:1 von Patrick Geering – beide in doppelter Überzahl – verstrichen 72 Sekunden. Im Mitteldrittel fielen die Löwen kurzzeitig in altes Fahrwasser zurück und wurden durch den zweiten Treffer von Garrett Roe bestraft. PostFinance-Topskorer Robert Nilsson sorgte zwei Minuten vor der zweiten Pause aber wieder für einen Dreitore-Vorsprung. Im Schlussabschnitt liessen die Zürcher mit einem energischen und konzentrierten Auftritt kein Zuger Comeback zu.

Jubiläumssieg für die Lions

Die Jubiläumstrikots zum Jubiläum «20 Jahre ZSC Lions» brachten den Löwen also die richtige Motivation. Sie scheinen langsam den Tritt zu finden und gewannen erstmals gegen ein Team aus den Top 7 der Liga. Zug kassierte hingegen seine erste Auswärtsniederlage der Saison und musste die Tabellenspitze abgeben. Im Hallenstadion sind sie mittlerweile seit November 2012 (jetzt neun Niederlagen in Folge) sieglos.

Fünfte Niederlage für Kloten

Obwohl er die Partie mehrheitlich prägt, verliert Kloten auch in Biel. Das 2:4 ist gleichbedeutend mit der fünften Niederlage in Folge für das Team von Trainer Pekka Tirkkonen. Nach einem schwachen ersten Drittel war Kloten 40 Minuten lang die bessere Mannschaft. Wegen des Drucks, den die Zürcher auf das Tor von Jonas Hiller machten, sah sich Biels Trainer Mike McNamara in der 49. Minute gar gezwungen, sein Timeout zu nehmen – trotz einer 3:2-Führung.

38 Sekunden vor dem Ende machte Verteidiger Beat Forster mit einem Schuss ins leere Tor alles klar für die Bieler, die ihrerseits den erst zweiten Sieg in den letzten sieben Spielen feierten. Bereits das erste Duell mit Kloten in dieser Saison hatte Biel für sich entschieden (3:0).

Misslungener Start

Kloten hatte sich aber auch diese Niederlage teilweise selbst zuzuschreiben. Den Start verschliefen die Zürcher komplett; nach weniger als zehn Minuten lagen sie bereits 0:2 zurück. Den ersten Gegentreffer kassierten sie in Überzahl, Mathieu Tschantré erzielte den Shorthander.

Kloten bewies in der Folge viel Moral und kämpfte sich dank Mattias Bäckman (21.) und Denis Hollenstein (32.) zweimal bis auf einen Treffer zurück. Gut sieben Minuten vor dem Ende erwies Vincent Praplan seinem Team mit einem Check gegen den Kopf von Marco Pedretti und einer Fünfminutenstrafe aber einen Bärendienst.

Die Siegesserie des SCB

Der SC Bern gewinnt das erste Derby der Saison gegen die SCL Tigers nach einer disziplinierten Leistung mit 2:0. Nach dem achten Sieg in Folge kehrt der Meister auf den Leaderthron zurück.

Die Erfolge des SCB basieren derzeit meist auf denselben Bausteinen: der defensiven Disziplin, der Effizienz im Angriff und der Treffsicherheit des Duos Tristan Scherwey/Thomas Rüfenacht. Beide hatten bereits am Vortag gegen die ZSC Lions (4:3 n.V.) getroffen, nun schossen sie die Stadtberner in der zum zweiten Mal ausverkauften Langnauer Ilfishalle erneut zum Sieg.

Duo mit Torriecher

Scherwey profitierte in der 4. Minute von einem Abpraller von Langnaus Torhüter Ivars Punnenovs. In der letzten Qualifikation hatte Scherwey nur fünf Tore erzielt, nun steht er bereits bei sieben und ist damit der erfolgreichste Torschütze des SCB. Rüfenacht schloss in der 27. Minute einen schnellen Gegenstoss mit einem herrlichen Handgelenkschuss in die hohe weite Ecke erfolgreich ab. Dem Tor war ein Langnauer Puckverlust in der Offensivzone voraus gegangen. Auch Rüfenacht hat bereits sechsmal getroffen.

In der Folge verteidigte der SCB, der mit nur sechs Verteidigern angetreten war, den Vorsprung souverän und liess kaum etwas zu. Die vorzeitige Entscheidung verpasste das Team von Kari Jalonen nach Spielmitte, als es während zweier Minuten doppelter Überzahl nicht reüssierte. Zudem verzeichnete der SCB gleich drei Pfostenschüsse.

Niederlage trotz Verstärkung

Die SCL Tigers, bei denen mit Lukas Haas, Ville Koistinen, Thomas Nüssli und Flurin Randegger gleich vier Spieler nach Verletzungspausen in die Aufstellung zurückkehrten, mussten nach zuletzt drei Heimsiegen trotz viel Engagement wieder einmal eine Niederlage einstecken.

Luganos Sieg dank Shorthander

Lugano feiert mit einem 4:3 gegen Davos seinen sechsten Sieg in Folge. Erst in der 54. Minute gehen die Tessiner erstmals – aber entscheidend – in Führung. Diese Niederlage dürfte den HCD gewaltig ärgern. Knapp sieben Minuten vor Schluss entwischte Sébastien Reuille in Unterzahl und bezwang Goalie Joren van Pottelberghe mit einem wuchtigen Schuss unter die Latte.

Offensives Boxplay

Es war der fünfte Shorthander der Bianconeri in dieser Saison und der erste Skorerpunkt des 36-jährigen Veteranen. Lugano und Davos lieferten sich im ersten Saisonduell ein schnelles und abwechslungsreiches Spiel zweier Teams, die in Form sind. Dreimal gingen die Bündner in Führung, dreimal konterten die Tessiner. So blieb auch Jubilar Mauro Jörg ein Happy End verwehrt. In seinem 500. Spiel in der höchsten Schweizer Liga erzielte der Churer mit Vergangenheit bei Lugano das 3:2 für Davos, am Ende lachte aber sein ehemaliger Klub.

Auf das 0:1 hatte das Team von Coach Greg Ireland im Startdrittel innerhalb von zwölf Sekunden reagiert, bei den beiden anderen Rückständen dauerte es etwas länger. Verlass war auch wieder auf Grégory Hofmann. In nun neun Spielen in dieser Saison hat der Stürmer aus dem Berner Jura nur einmal kein Tor geschossen. Und sein HC Lugano holte im sechsten Spiel in Folge das Punktemaximum.

ZSC Lions - Zug 7:3 (4:1, 1:1, 2:1)

9149 Zuschauer. - SR Vikman (FIN)/Wehrli, Borga/Gurtner. Tore: 1. (0:17) Roe (Morant) 0:1. 7. (6:26) Marti (Sjögren) 1:1. 7. (6:45) Wick (Kenins, Schäppi) 2:1. 13. (12:28) Pettersson (Nilsson, Geering/Ausschlüsse Zehnder, Helbling) 3:1. 14. (13:40) Geering (Pettersson, Nilsson/Ausschlüsse Helbling, Roe) 4:1. 22. Roe (Schlumpf/Ausschlüsse Künzle, Marti) 4:2. 38. Nilsson (Chris Baltisberger, Geering/Ausschluss Zehnder) 5:2. 49. Suter 6:2. 51. Suri (Ausschluss Herzog) 6:3. 58. Wick (Klein/Ausschluss Diem) 7:3. Strafen: 4mal 2 Minuten gegen ZSC Lions, 8mal 2 Minuten gegen Zug. PostFinance-Topskorer: Nilsson; Stalberg. ZSC Lions: Schlegel; Klein, Geering; Karrer, Marti; Blindenbacher, Guerra; Sutter, Phil Baltisberger; Wick, Schäppi, Kenins; Nilsson, Suter, Pettersson; Künzle, Sjögren, Pestoni; Chris Baltisberger, Prassl, Herzog. Zug: Stephan; Morant, Grossmann; Diaz, Geisser; Schlumpf, Helbling; Fohrler, Stadler; Klingberg, Roe, Stalberg; Martschini, McIntyre, Suri; Zehnder, Kast, Senteler; Schnyder, Nolan Diem, Haberstich. Bemerkungen: ZSC Lions ohne Shore, Seger und Hinterkircher, Zug ohne Lammer und Alatalo (alle verletzt).

Biel - Kloten 4:2 (2:0, 1:2, 1:0)

4764 Zuschauer. - SR Massy/Mollard, Altmann/Küng Tore: 4. Tschantré (Pouliot/Ausschluss Pedretti!) 1:0. 10. Fey (Jecker, Fuchs) 2:0. 21. (20:33) Bäckman (Praplan) 2:1. 26. Pouliot (Pedretti/Ausschluss Lemm) 3:1. 32. Hollenstein (Bieber, Sallinen/Ausschluss Fabian Lüthi) 3:2. 60. (59:22) Forster 4:2 (ins leere Tor) Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Biel, 4mal 2 plus 5 Minuten (Praplan) plus Spieldauer (Praplan) gegen Kloten. - PostFinance-Topskorer: Earl; Hollenstein. Biel: Hiller; Lofquist, Forster; Dufner, Kreis; Fey, Jecker; Steiner; Micflikier, Earl, Schmutz; Tschantré, Diem, Pouliot; Pedretti, Fuchs, Nussbaumer; Fabian Lüthi, Joggi, Wetzel; Sutter. Kloten: Boltshauser; Stoop, Bäckman; Egli, Andersen; Weber, Back; Praplan, Sallinen, Hollenstein; Leone, Schlagenhauf, Marchon; Grassi, Trachsler, Bader; Obrist, Lemm, Bieber; Bozon. Bemerkungen: Biel ohne Maurer, Valentin Lüthi, Neuenschwander (alle verletzt) und Rajala (überzähliger Ausländer), Kloten ohne Ramholt, Kellenberger, Santala, von Gunten und Harlacher (alle verletzt). Timeouts Biel (49.) und Kloten (59:17). Kloten von 58:30 bis 59:22 ohne Torhüter.

Lugano - Davos 4:3 (1:2, 1:1, 2:0)

6062 Zuschauer. - SR Stricker/Wiegand, Castelli/Fluri. Tore: 4. (3:50) Ambühl (Dino Wieser, Eggenberger) 0:1. 5. (4:02) Klasen (Lajunen, Bürgler) 1:1. 16. Marc Wieser (Ambühl) 1:2. 22. Hofmann (Furrer/Ausschluss Marc Wieser) 2:2. 30. Jörg (Marc Wieser/Ausschluss Morini) 2:3. 46. Klasen (Sanguinetti) 3:3. 54. Reuille (Ausschluss Bertaggia!) 4:3. Strafen: 6 mal 2 Minuten gegen Lugano, 5mal 2 Minuten gegen Davos. PostFinance-Topskorer: Bürgler; Ambühl. Lugano: Merzlikins; Furrer, Sanguinetti; Wellinger, Ulmer; Ronchetti, Chiesa; Riva; Klasen, Lajunen, Bürgler; Hofmann, Lapierre, Fazzini; Romanenghi, Sannitz, Walker; Bertaggia, Cunti, Morini; Reuille. Davos: Van Pottelberghe; Nygren, Aeschlimann; Jung, Grossniklaus; Paschoud, Schneeberger; Kindschi; Simion, Corvi, Little; Marc Wieser, Ambühl, Jörg; Sciaroni, Walser, Dino Wieser; Kessler, Egli, Eggenberger; Kousal. Bemerkungen: Lugano ohne Vauclair und Brunner, Davos ohne Barandun, Lindgren, Heldner (alle verletzt) und Du Bois (krank). Davos ab 59:25 ohne Torhüter.

SCL Tigers - Bern 0:2 (0:1, 0:1, 0:0)

6000 Zuschauer (ausverkauft). - SR Urban/Vinnerborg, Kovacs/Obwegeser. Tore: 4. Scherwey (Burren, Gaëtan Haas) 0:1. 27. Rüfenacht (Untersander) 0:2. Strafen: 4mal 2 Minuten gegen die SCL Tigers, 3mal 2 Minuten gegen Bern. PostFinance-Topskorer: Erkinjuntti; Ebbett. SCL Tigers: Punnenovs; Zryd, Koistinen; Blaser, Erni; Lardi, Huguenin; Flurin Randegger, Seydoux; Elo, Gagnon, Erkinjuntti; Neukom, Gustafsson, Kuonen; Dostoinow, Albrecht, Nüssli; Roland Gerber, Peter, Lukas Haas. Bern: Genoni; Untersander, Blum; Kamerzin, Andersson; Burren, Krueger; Rüfenacht, Arcobello, Moser; Bodenmann, Gaëtan Haas, Scherwey; Pyörälä, Ebbett, Raymond; Kämpf, Heim, Gian-Andrea Randegger; Meyer. Bemerkungen: SCL Tigers ohne Stettler, Pascal Berger, Nils Berger (alle verletzt) und Himelfarb (überzähliger Ausländer), Bern ohne Beat Gerber, Alain Berger, Hischier (alle verletzt) und Noreau (überzähliger Ausländer). Pfostenschüsse Rüfenacht (10.) und Raymond (2mal 46.). SCL Tigers ab 58:41 ohne Torhüter. Timeout SCL Tigers (59:05).

SDA/nos

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