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Die Geste des Captains

Langenthal hat durch einen 3:1-Erfolg über La Chaux-de-Fonds zum dritten Mal den Meistertitel in der zweithöchsten Spielklasse geholt. Am Freitag wird über die Aufstiegsfrage informiert.

Die Helden von Langenthal: Das erste Meisterfoto.
Die Helden von Langenthal: Das erste Meisterfoto.
Marcel Bieri, Keystone
Stemmt den Pokal in die Höhe: Brent Kelly.
Stemmt den Pokal in die Höhe: Brent Kelly.
Marcel Bieri, Keystone
Die Fans hoffen auf den Meistertitel.
Die Fans hoffen auf den Meistertitel.
Urs Lindt/Freshfocus
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Der letzte Schritt zum Erfolg fiel dem SC Langenthal am Mittwoch nicht leicht. Die Oberaargauer hatten das gestrige vierte Finalspiel gegen La Chaux-de-Fonds nicht derart gut unter Kontrolle wie etwa die erste Heimbegegnung am letzten Freitag, die sie 3:0 gewannen. Beide Teams kamen zu Chancen, und die Neuenburger zeigten, dass sie sich nicht einfach so aus der Saison verabschieden wollten. Doch dann kam Stefan Tschannen, der Captain und Rekordspieler der Oberaargauer.

In doppelter Überzahl hatte er sich in eine ideale Schussposition begeben, zentral und ein paar Meter entfernt von einem möglichen Gedränge vor dem Tor. Er wurde von Brent Kelly ideal bedient, traf den Puck perfekt und traf. 2:1 für Langenthal in der 36. Minute. Es folgte ein Hin und Her, die Gastgeber besassen Chancen auf den entscheidenden dritten Treffer; ihr Gegner hätte mehrmals aber auch ausgleichen können.

Schliesslich fiel das 3:1 von Pascal Pelletier 49 Sekunden vor Schluss. Die Meisterparty konnte beginnen. Captain Stefan Tschannen überliess es mit einer schönen Geste Brent Kelly, den Pokal entgegenzunehmen. Der Kanadier verlässt Ende Saison den Verein und kehrt in seine Heimat zurück.

Homogenes Team

Die Freude war gross, zum dritten Mal nach 2012 und 2017 ist Langenthal Meister der zweithöchsten Spielklasse. Und wieder trat der feiertechnische Idealfall ein. Die Oberaargauer konnten den Meistertitel nach einem Spiel im Schoren feiern. Der Titelgewinn ist der verdiente Lohn für die Arbeit einer Mannschaft, die die sich ihr bietende Chance entschlossen ergriff. In diesem Jahr gab es in der Swiss League keine überragende Mannschaft wie etwa im letzten Jahr.

Kloten, das in die National League hatte zurückkehren wollen, war Langenthal im Viertelfinal klar unterlegen. Olten, das andere Team mit höheren Ambitionen, wurde vom SCL im Halbfinal eliminiert. «Es ist der Triumph eines homogenen Teams mit einem überragenden Torhüter Philip Wüthrich», kommentierte der interimistische Sportchef Marc Eichmann den Titelgewinn seiner Mannschafft.

«Das Team hat viele Playoff-erfahrene Spieler in seinen Reihen und hat in der entscheidenden Phase hart gearbeitet. So war es möglich, nach einer nicht immer einfachen Saison diesen Erfolg zu erreichen.» Nun sei erst mal Feiern angesagt. «Die Spieler sollen den Triumph geniessen, sicher ein oder zwei Tage nicht an Eishockey denken, sie sich für die Ligaqualifikation vorbereiten.»

Laut Eichmann würde diese nach jetzigem Stand bestritten, obwohl ein Aufstieg nicht in die Strategie des Clubs passen würde und die ungenügende Stadioninfrastruktur ein grosses Hindernis für eine Promotion darstellen dürfte.

Geschäftsführer Gian Kampf teilte am Mittwoch mit, dass am Freitag über das weitere Vorgehen in Sachen Aufstieg informiert wird. Dann wird man definitiv wissen, ob die Saison für Langenthal noch weiter geht oder mit der Partie am Mittwoch zu Ende gegangen ist. Vorerst aber war Feiern angesagt, nach dem Ende der Siegerehrung strömten die Fans in Scharen auf das Eis des Langenthaler Stadions.

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