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Die Ausländer sorgen für die Differenz

Die SCL Tigers bezwingen Gottéron 3:2 und verschaffen sich damit Ruhe.

Die Langnauer bejubeln den Treffer Aaron Gagnons zum 1:0.
Die Langnauer bejubeln den Treffer Aaron Gagnons zum 1:0.
Marcel Bieri/Keystone

So viel Eishockey-«Floskelei» sei erlaubt: Ein guter Start ist das A und O einer erfolgreichen Saison. Das wissen sie gerade in Langnau. Vor Jahresfrist resultierten aus den ersten fünf Partien drei Siege, überhaupt vermochten die SCL Tigers auf eine Niederlage meist zu reagieren. Und am Ende schafften sie bekanntlich das Playoff. Dieses hatten sie zuvor nicht zuletzt deshalb verpasst, weil sie mehr schlecht als recht aus den Startblöcken gekommen waren.

1:3 hatten die SCL Tigers am Freitag zum Auftakt gegen Genf verloren und dabei einen zwiespältigen Eindruck hinterlassen. Gestern erfolgte die Korrektur: 3:2 gewannen die Langnauer gegen Gottéron. Es sind drei wichtige Punkte – was natürlich wieder eine Floskel ist. Aber: Sie sorgen dafür, dass vor dem Rencontre mit Titelanwärter Zug am Freitag, dem dritten Heimspiel in Folge, kein Druck entsteht.

Und so präsentierte sich Heinz Ehlers nach getaner Arbeit bestens gelaunt. «Ich bin erleichtert», meinte er. «Aber wenn ich unser Team mit ihrem vergleiche, frage ich mich fast, wie es möglich ist, in der gleichen Liga zu spielen.» Das ist natürlich eine Übertreibung. Aber gerade was die Ausländer betrifft, ist Gottéron mit dem neu verpflichteten Quartett Viktor Stalberg, Daniel Brodin, David Desharnais und Ryan Gunderson vorzüglich besetzt.

«DiDo» auf der Tribüne

Doch es sind die Langnauer Ausländer, die an diesem Abend für die Differenz sorgten. Wieder einmal – ist man geneigt zu schreiben. Über 48 Prozent aller Tore hatten die Importspieler letzte Saison für Langnau erzielt, kein Team verzeichnete diesbezüglich einen höheren Wert. Gegen Gottéron machten Aaron Gagnon, Harri Pesonen und Ben Maxwell mit ihren Treffern den Unterschied.

«Sehe ich mir das an, so habe ich die richtige Entscheidung getroffen», meinte Ehlers. Es war seine Antwort auf die Frage, weshalb er Chris DiDomenico auf die Tribüne beorderte. «DiDo» soll darüber «not amused» gewesen sein. «Doch das erwarte ich von einem Spieler auch, wenn er nicht spielt», sagte der Coach.

Dieses zweite Heimspiel der SCL Tigers, es dürfte kaum lange in Erinnerung bleiben. Weil es ein Spiel war, wie man es zu Saisonbeginn häufig sieht. Fehler und Ungenauigkeiten leisteten sich beide Teams grosszügig. Die SCL Tigers aber erwischten den besseren Start. So war das 1:0 durch Gagnon nach neun Minuten und einer kleinen Druckphase letztlich die logische Konsequenz. Nach 20 Minuten aber stand es 2:1 für Gottéron. Weil die SCL Tigers zuerst in Unterzahl Brodin alleine vor Keeper Ivars Punnenovs zweimal abschliessen liessen. Und weil sie in der Folge arg an Schwung einbüssten und Marc Abplanalp die Freiheiten in der Langnauer Defensive nutzte.

Die SCL Tigers blieben blass, und sie sammelten Strafen. «Obwohl ich darauf hingewiesen habe, dass uns das schadet. Letzte Woche, gestern, heute», hielt Ehlers fest. Doch weil Pesonen kurz vor der zweiten Pause per Abpraller für den Ausgleich sorgte, verkam das letztlich zur Makulatur.

Sprunger verletzt

Und nachdem Ben Maxwell in der 54. Minute Gottéron-Keeper Berra in der nahen oberen Torecke erwischt hatte, waren die Gäste zu keiner Reaktion mehr fähig. Allerdings mussten sie auch einen Schock verdauen. Gleich zu Beginn des letzten Drittels prallten Julien Sprunger und Robbie Earl mit den Knien zusammen, Ersterer musste verletzt vom Eis geführt werden – ausgerechnet in seinem 800. Spiel in der National League und für Gottéron. Für Earl könnte die Sache womöglich ein Nachspiel haben, weil auf dem Video ersichtlich ist, wie er das Knie leicht ausfährt, allerdings ist sein Blick nicht auf den Gegenspieler gerichtet.

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