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Der Vorkämpfer ist gefordert

Nach dem Cup-Out gegen den HC Ajoie treffen die SCL Tigers am Donnerstag auswärts auf die ZSC Lions. Es ist eine Chance zur Rehabilitation – ausgerechnet beim Angstgegner.

Pascal Berger will mit gutem Beispiel vorangehen, damit sein Team nicht «zu tief in ein Loch fällt».
Pascal Berger will mit gutem Beispiel vorangehen, damit sein Team nicht «zu tief in ein Loch fällt».
EQ Images

Ajoie, Biel, Davos und Rapperswil-Jona sind die letzten ver­bliebenen Vereine im Schweizer Cup. Ohne jemandem zu nahe treten zu wollen – es handelt sich dabei, abgesehen vom HCD, nicht um die Beletage des helvetischen Eishockeys. Das zeigt, wie wenig Interesse die Spitzenklubs am Cup haben.

Die kleinen Vereine aber nehmen den 2014 neu lancierten Wettbewerb ernst, weil man vergleichsweise einfach einen Pokal gewinnen kann. Dies hätten zweifellos auch die SCL Tigers gern getan. Doch wie sagte einst der römische Dichter Titus Lucretius Carus? «Denn wir sehen, dass nichts von nichts entstehen kann.»

Die Langnauer spielten am Dienstag in Pruntrut lust- und kampflos, verloren gegen den unterklassigen HC Ajoie 3:4 nach Verlängerung. «Wir waren nicht bereit, die Zweikämpfe anzu­nehmen, bewegten unsere Beine am Anfang nicht. Und dann während eines Spiels umzuschalten, ist schwer», sagt Pascal Berger.

«Ajoie hat sein Potenzial aus­geschöpft, sehr gut gespielt, wir überhaupt nicht.» Und so machten sich die Emmentaler mit leeren Händen auf die Rückreise. Der Captain spricht von einer schlimmen Nacht, die hinter ihm liege. «Denn nach einer solchen Niederlage schläft niemand gut.»

Schmerzhafter Rückschritt

Nun können sich die SCL Tigers aber bereits am Donnerstag in der Meisterschaft für die Blamage rehabilitieren, sie treffen auswärts auf die ZSC Lions (19.45 Uhr). Allerdings ist Zürich ein schlechtes Pflaster für die Langnauer: Von den letzten 18 Duellen gewannen sie im Hallenstadion lediglich eines. «Das spielt keine Rolle», sagt Berger, «wenn wir wieder zu unserem Spiel finden, haben wir überall eine Chance zu gewinnen.»

Doch genau hier liegt das Problem: Nach einer guten Phase ­Ende Oktober mit vier Siegen de ­suite sind die SCL Tigers wieder aus der Spur geraten. Sie leisten sich – ähnlich wie zum Saison­beginn – wieder viele Fehler. So geschehen beim Gastspiel in Freiburg (2:4) am letzten Freitag und tags darauf gegen Lausanne, als die SCL Tigers einen 3:0-Vorsprung preisgaben.

Vor einer Woche ist Berger nach langer Auszeit wegen eines Schlüsselbeinbruchs ins Team zurückgekehrt. Angesprochen auf die letzten Partien, sagt er: «Natürlich hätte ich mir mein Comeback anders vorgestellt.» Deshalb ist er nun bereits besonders gefordert, gilt es doch, «zu schauen, dass das Team nicht zu tief in ein Loch fällt». Doch wie macht man das? «Du musst mit gutem Beispiel vorangehen, das ist mein Ziel.»

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