Zum Hauptinhalt springen

Der SCB steigt als Aussenseiter in den Final

Der Kommentar von Co-Sportchef Adrian Ruch zur Qualifikation des SCBs für den Playoff-Final.

Geschafft: Kari Jalonen ballt die Faust, seine Spieler freuen sich über den Finaleinzug.
Geschafft: Kari Jalonen ballt die Faust, seine Spieler freuen sich über den Finaleinzug.
Raphael Moser
Die SCB-Spieler rund um Ramon Untersander (Nummer 65) stehen erneut im Final.
Die SCB-Spieler rund um Ramon Untersander (Nummer 65) stehen erneut im Final.
Raphael Moser
«Wir sind gewachsen in dieser Serie, in diesem Playoff», sagt SCB-Trainer Kari Jalonen-
«Wir sind gewachsen in dieser Serie, in diesem Playoff», sagt SCB-Trainer Kari Jalonen-
Raphael Moser
1 / 12

Wenn alle Leistungsträger fit und in Form sind, ist Gewinnen keine Kunst. Schon gar nicht für eine gut besetzte Mannschaft wie jene des SC Bern. Doch so war es seit Playoff-Beginn nicht. Die Berner mussten anfänglich auf Ramon Untersander, zwischenzeitlich auf Jan Mursak und zuletzt auf Gaëtan Haas verzichten. Zudem lief gegen Servette und gegen Biel nichts nach Plan. Das Team Kari Jalonens, bis Ende Januar ein Muster an Beständigkeit, zeigte ungewohnte Schwächen, zum Beispiel beim Bewahren eines Vorsprungs, und manö vrierte sich so immer wieder in heikle Situationen.

Doch die Berner haben alle Widerstände überwunden, alle Rückschläge weggesteckt und letztlich den Final erreicht. Diese Leistung verdient Respekt. Sie lässt sich durch einen überdurchschnittlichen Teamgeist, leidenschaftliche, leidensfähige und vor allem mental starke Spieler erklären. Andere Teams wären auseinandergefallen, hätten sie in Genf, die Halbfinalqualifikation vor Augen, in der Schlussminute einen 2:0-Vorsprung verspielt. Nicht der SCB. Die Berner behielten die Nerven und standen letztlich mit zweieinhalb Stunden Verspätung doch als Gewinner fest. Gegen Biel setzte sich Bern in Spiel 6 und Spiel 7 durch, als längst nicht mehr Technik und Taktik im Vordergrund standen, sondern in erster Linie der Wille über Sein oder Nichtsein entschied.

Eine Tennisweisheit besagt, ein Titel lasse sich in den ersten Runden nicht gewinnen, aber sehr wohl verlieren. Das gilt grundsätzlich auch fürs Playoff. Der SCB hat die Chance gewahrt, Meister zu werden. Doch er hat sie stark beeinträchtigt. Während die Mutzen am Donnerstag erschöpft und körperlich angeschlagen in den Final steigen, sind die Zuger frisch und gesund. Der EVZ wird zudem davon profitieren, im Halbfinal gegen Lausanne, das ein sehr ähnliches System wie Bern pflegt, angetreten zu sein. Diese Faktoren sowie die zuletzt gezeigten Leistungen lassen nur einen Schluss zu: Der EVZ steigt als Favorit in die Serie. Das muss aus Berner Perspektive kein schlechtes Omen sein. Der SCB hat bisher diverse Qualitäten gezeigt, die eher für Aussenseiter typisch sind.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch