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Der SCB erteilt Gottéron eine Lektion

Der SC Bern ­gewinnt das Derby gegen Gottéron mit 7:2. Überragende Figur in Freiburg war der ­Kanadier Mason Raymond mit 3 Toren. Mark Arcobello schied verletzt aus.

Jubel allenthalben bei den Bernern. Sie bezwingen Fribourg mit 7:2.
Jubel allenthalben bei den Bernern. Sie bezwingen Fribourg mit 7:2.
Keystone
Dem Leader SCB läuft es derzeit ausserordentlich gut. Auch in Fribourg ist die Stimmung bei den Spielern nach dem Sieg bestens, wie hier bei Simon Moser.
Dem Leader SCB läuft es derzeit ausserordentlich gut. Auch in Fribourg ist die Stimmung bei den Spielern nach dem Sieg bestens, wie hier bei Simon Moser.
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Auch Andrew Ebbett reihte sich unter die Torschützen.
Auch Andrew Ebbett reihte sich unter die Torschützen.
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Auch im vierten Zähringerderby der laufenden Saison hiess der Sieger SC Bern. Der Schweizer Meister kam dabei zum dritten deutlichen Erfolg gegen die ­Freiburger. Anders als im ersten Heimspiel (4:5 n. V.) waren am Freitag die Freiburger weit von einem Punktgewinn entfernt. Der SCB zeigte den bisher überraschend guten Saanestädtern (4. Tabellenrang) vor allem im zweiten Drittel die Limiten auf.

Der Sieg war für die Berner indes mit Schmerzen verbunden. In der 14. Minute checkte John Fritsche Berns Mark Arcobello. Der Amerikaner blieb benommen liegen, fuhr dann selber zur Spielerbank und kehrte nur Sekunden später wieder zurück. Doch die Schmerzen wurden zu heftig. Nach dem ersten Drittel konnte der letztjährige Ligatop­skorer nicht mehr mittun. «Eine Verletzung am Oberkörper», sagte Trainer Kari Jalonen nach der Partie nur. «Er muss zum Arzt.»

Raymond mit Hattrick

Der Ausfall verunsicherte die Berner indes nicht. Im Gegenteil: Im zweiten Abschnitt führten sie die Entscheidung herbei. Erst traf Mason Raymond im Powerplay zum 3:1. Dann lancierten ­Simon Moser und Andrew Ebbett in Unterzahl einen fulminanten Gegenangriff. Schliesslich gelang dem Kanadier der Shorthander zum 4:1. Und eine Minute später zelebrierten die Berner einen ­Angriff wie aus dem Lehrbuch. Gaëtan Haas, Tristan Scherwey und schliesslich Torschütze Raymond degradierten die Freiburger zu Statisten.

Raymond hatte zuvor in 13 Ligapartien 3 Tore ­erzielt, am Freitag verdoppelte der 609-fache NHL-Spieler seine Torproduktion. Bemerkenswert: 5 seiner 6 Tore erzielte der Kanadier gegen Freiburg. Das erste NL-Tor war ihm gegen Lausanne gelungen. «Wir sollten jeden Abend gegen Freiburg spielen», scherzte Raymond. «Es ist ein schönes Gefühl, 3 Tore erzielt zu haben, aber entscheidend war nicht ich, sondern dass wir im Powerplay trafen und in Unterzahl Tore verhinderten.»

Der Stürmer erhielt indes ein Lob von Jalonen: «An der Scheibe ist Mason sehr stark, jetzt spielt er auch mit mehr Selbstvertrauen.» Als hätten die Berner nicht genug Unterhaltung geboten im Mit­teldrittel, liess sich Verteidiger ­Justin Krueger noch zu einer Schlägerei mit Freiburgs Jim Slater animieren. Für das Duo war die Begegnung anschliessend mit einer Spieldauerdisziplinarstrafe vorzeitig zu Ende.

Im letzten Abschnitt kontrollierten die Berner das Geschehen. Trainer Jalonen gewährte der vierten Sturmlinie mit Luca Hischier, der ab der nächsten Saison offiziell für drei Jahre nach Davos wechselt, mehr Eiszeit. Der finnische Coach zeigte sich «sehr zufrieden» mit der Leistung seines Teams, das den Freiburgern eine richtige Lektion erteilte.

Spychers «Kopfball»

Neben Arcobello gingen am Freitag noch andere Berner mit Blessuren nach Hause. Als in der Startphase ein Puck in die Zuschauerreihen flog, wurde ausgerechnet Christoph Spycher am Kopf getroffen. Der YB-Sportchef zeigte sich am Tag nach dem Ausscheiden seiner Mannschaft in Belgrad aus der Europa League hart im Nehmen und verfolgte die ­Partie mit Chefscout Stéphane Chapuisat in der Patinoire bis zum Schluss.

Drei Ausländer?

Heute geht es für den SCB gegen Lausanne weiter. Musste bisher Jalonen meistens einen überzähligen Ausländer auf die Tribüne schicken, könnte er nun erstmals einen zu wenig haben. Am Freitag fehlte Maxim Noreau. Der Verteidiger ist seit dem Spiel gegen den ZSC nach der Länderspielpause angeschlagen. Kann er heute nicht zurückkehren und muss ­Arcobello pausieren, stehen Jalonen mit Ebbett, Raymond und dem finnischen Stürmer Mika Pyörälä nur drei Ausländer zur Verfügung.

Telegramm:

Fribourg-Gottéron - Bern 2:7 (1:2, 0:3, 1:2)

6500 Zuschauer (ausverkauft). - SR Eichmann/Hebeisen, Borga/Küng. - Tore: 3. Rüfenacht (Arcobello, Blum) 0:1. 11. (10:16) Mottet 1:1. 12. (11:30) Bodenmann (Pyörälä, Ebbett) 1:2. 26. Raymond (Blum/Ausschluss Meunier) 1:3. 36. (35:34) Ebbett (Moser/Ausschluss Haas!) 1:4. 37. (36:38) Raymond (Scherwey, Haas) 1:5. 50. (49:39) Meunier (Schmutz, Mottet) 2:5. 51. (50:13) Bodenmann (Rüfenacht, Blum) 2:6. 55. Raymond (Andersson, Haas/Ausschluss Cervenka) 2:7. - Strafen: 3mal 2 plus 5 (Slater) plus 10 (Meunier) Minuten plus Spieldauer (Slater) gegen Fribourg, 5mal 2 plus 5 (Krueger) Minuten plus Spieldauer (Krueger) gegen Bern. - PostFinance-Topskorer: Birner; Ebbett.

Fribourg-Gottéron:Waeber; Glauser, Abplanalp; Kienzle, Stalder; Holös, Chavaillaz; Kühni; Rossi, Bykow, Cervenka; Meunier, Slater, Birner; Fritsche, Rivera, Vauclair; Neuenschwander, Schmutz, Mottet; Chiquet.

Bern: Genoni; Untersander, Blum; Andersson, Gerber; Kamerzin, Krueger; Burren; Rüfenacht, Arcobello, Moser; Bodenmann, Ebbett, Pyörälä; Raymond, Haas, Scherwey; Berger, Hischier, Randegger

Bemerkungen: Fribourg ohne Rathgeb, Sprunger, Schilt, Marchon (alle verletzt) und Brust (überzähliger Ausländer), Bern ohne Noreau (verletzt) und Kämpf (krank). Arcobello verletzt ausgeschieden (15.). Lattenschuss Moser (18.).

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