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Der SC Langenthal hat eine wichtige Lektion erhalten

Die Oberaargauer sind gegen den SCB chancenlos. Das 1:6 hat auf der SCL-Seite aber zwei Gesichter.

Inti Pestoni erzielt das 1:0 für den SC Bern.
Inti Pestoni erzielt das 1:0 für den SC Bern.
Marcel Bieri

In der 13. Minute keimte beim SC Langenthal noch einmal Hoffnung auf: Fabio Kläy war es gelungen, nach drei SCB-Toren das Skore für Langenthal zu eröffnen. Mit dem Schlittschuh, aber ohne absichtliche Kickbewegung, lenkte er die Scheibe ins Tor von Pascal Caminada ab. «Natürlich hat uns das Aufschwung gegeben», sagte Torschütze Kläy.

Bis zuletzt war der SCL aber auch trotz dieser Reaktion unterlegen, der Unterschied auf dem Eis deutlich sichtbar. «Vielen Spielern unseres Teams hat es gut getan, das so zu erleben. Sie haben gesehen, dass es noch viel braucht, um dorthin zu gelangen, wo die SCB-Spieler sind», erklärte SCL-Verteidiger Yves Müller. Ausserdem konnte er dem Effekt dieser Niederlage nach zuletzt acht Siegen in Folge etwas Positives abgewinnen. Für die Partie am Dienstag gegen die EVZ Academy sei es ein Fingerzeig gewesen. «Wir wissen jetzt wieder, dass es zum Siegen immer alles braucht.»

In eine Lokomotive gelaufen

Selbst «alles» hätte am Sonntagnachmittag gegen den SC Bern für Langenthal kaum gereicht. Dass der Favorit sehr bestimmt und energisch auftrat, ist auch Kläy aufgefallen. «Ich habe es schon in meinem ersten Einsatz gespürt», sagte Kläy, der just in diesem Einsatz von Tristan Scherwey hart gecheckt worden war. «Ich bin in eine Dampflokomotive hineingelaufen.» Im Vergleich zu Checks in der Swiss League habe dieser Hit mehr Kraft, Energie und Härte gehabt.

Auch SCL-Youngster Robin Nyffeler meinte: «Heute musste ich die schnellen Beine anziehen. Die Energie und die Schnelligkeit des SCB waren beeindruckend.» Entscheidend sei eine andere Tatsache gewesen, fand Kläy: «Die Berner haben die Chancen verwertet. In der Swiss League kommt man öfter mit einem blauen Auge davon.»

Dass das Resultat eindeutig war, dürfte den einen oder anderen Langenthaler immerhin ein bisschen trösten, über verpasste Chancen muss man sich kaum ärgern. «Wenn man gegen den SCB nach 11 Minuten mit drei Toren in Rückstand liegt, wird es schwierig», kommentierte Yves Müller. Für den SCL-Verteidiger war aber klar: «Wenn man verliert, dann ist man immer enttäuscht. Auch heute.»

Immerhin dürfen sich die Langenthaler zuschreiben, dass sie bis zum Schluss versuchten, den grossen Gegner zu ärgern. «Es war trotzdem ein tolles Spiel und eine tolle Erfahrung», sagte Müller. Ein lehrreicher Nachmittag also mit zwei Gesichtern.

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