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Der Leader als SCB-Aufbaugegner

Mit einem 2:1 gegen die ZSC Lions beendet der Meister seine Niederlagenserie.

Pascal Caminada spielte erstmals zwei Spiele nacheinander – und wurde zum Helden gegen den ZSC.
Pascal Caminada spielte erstmals zwei Spiele nacheinander – und wurde zum Helden gegen den ZSC.
Claudio de Capitani/Freshfocus

Der SCB liess vor diesem wegweisenden Abend in der Postfinance-Arena Glückskekse seines Medical Partners an die Zuschauer verteilen. Sie würden besser den Spielern einige geben, sagte einer. Nicht wegen des Nährwerts der Süssigkeit, sondern wegen des Glücks. Nun gut, gegen die ZSC Lions ging es auch ohne Glückskekse für die Mannschaft.

Ein bisschen Glück mussten die Berner erst in den Schlussminuten beanspruchen, als der Puck ein paar Mal bedrohlich vor Pascal Caminada herumkullerte. Doch das 2:2 fiel nicht mehr, der SCB verteidigte seinen Minimalvorsprung erfolgreich. Der Sieg ging absolut in Ordnung. Die Berner waren das bissigere, hungrigere Team, offenbarten nur in der Startphase und in den fünf Minuten nach dem 1:2 Suters (35.), dass sie zuletzt schwere Zeiten durchgemacht haben.

Mit dem Sieg stoppte der Meister seine Niederlagenserie bei vier Spielen und verschaffte sich wenigstens für ein paar Tage etwas Ruhe. Zum Matchwinner wurde Caminada, der erstmals in dieser Saison zwei Spiele nacheinander bestreiten durfte und 36 von 37 Schüssen abwehrte. Und als er im Finish einmal kurz die Übersicht verlor, flog MacDonald herbei und klärte.

Taktgeber Arcobello – wie so oft

In der Offensive war es wie gewohnt Topskorer Arcobello, der den Takt angab. Sein 1:0 in der 18. Minute wirkte auf die Berner befreiend. Und gleich zu Beginn des Mitteldrittels spielte er Rüfenacht an, der sich aus fünf Metern Distanz zum Tor unbedrängt die Ecke aussuchen durfte und zum 2:0 traf.

Das war es dann auch schon mit den SCB-Toren, doch es reichte. Und Kari Jalonen stellte erleichtert fest: «Wir brauchten genau einen Sieg von dieser Art: eine knappe Führung, die wir über die Zeit bringen. Und natürlich ist er auch speziell, weil wir ihn gegen das beste Team der Liga schafften.»

Er coache momentan anders als sonst, sei näher bei den Spielern und probiere primär, sie aufzubauen, statt sie für missglückte Aktionen zu kritisieren. «Die Frustration ist schon gross genug.»

Der Abend hatte stimmig begonnen mit der Ehrung der Captains aus der reichen SCB-Historie. Auch ZSC-Sportchef Sven Leuenberger reihte sich ein mit einem Berner Leibchen, erntete als Einziger aber auch einige Pfiffe. Das Tauziehen der beiden Grossclubs um SCB-Verteidiger Andersson ist ja immer noch nicht entschieden. Die Zukunftsfrage scheint den Schweden nicht gerade zu beflügeln.

Beim 1:3 am Freitag in Langnau war er am ersten Gegentor beteiligt und verfolgte das zweite von der Strafbank aus. Gegen den ZSC fiel er nicht gross auf, also auch nicht negativ.

Scherwey checkt - Roe fällt aus

Für die Zürcher wurde die Reise nach Bern zu einer sehr unangenehmen Angelegenheit. Weit schwerer als die Niederlage könnte für sie die Szene in der 19. Minute wiegen, als SCB-Flügel Scherwey Liga-Topskorer Roe mit dem Ellbogen gegen den Kopf checkte. Der Amerikaner erschien danach im Powerplay noch für einen Einsatz auf dem Eis, blieb nach der ersten Pause aber in der Kabine. Der Verdacht einer Gehirnerschütterung liegt nahe.

Roes Absenz wog schwer. Diem sprang für ihn im ersten Sturm ein, konnte ihn aber nicht ersetzen. Für regelmässige Torgefahr sorgte ab dem Mittelabschnitt nur noch die Krüger-Linie. Sollte Roe länger ausfallen, wäre das für die Zürcher ein herber Verlust. Der Mittelstürmer war bisher der Lenker des Offensivspiels und mit seiner unablässigen Art auch der Dynamo.

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