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Der gute Gastgeber und das Gaspedal

Heute (20.15 Uhr, SRF 2 Live) kommt es in der Postfinance-Arena zum dritten Halbfinalspiel. Noch hat der SCB in den Playoffs vor eigenem Anhang nicht überzeugt.

Der SC Bern lässt in Spiel 3 nichts anbrennen und gewinnt souverän mit 4:1. Hier bejubelt das Berner Powerplay den Treffer von Andrew Ebbett (mitte).
Der SC Bern lässt in Spiel 3 nichts anbrennen und gewinnt souverän mit 4:1. Hier bejubelt das Berner Powerplay den Treffer von Andrew Ebbett (mitte).
Keystone
Luganos Alessio Bertaggia erzielt das einzige Tor für die Tessiner. In Unterzahl überwindet Bertaggia, den ansonsten tadellos agierenden Leonardo Genoni.
Luganos Alessio Bertaggia erzielt das einzige Tor für die Tessiner. In Unterzahl überwindet Bertaggia, den ansonsten tadellos agierenden Leonardo Genoni.
Keystone
In der Schlussphase befinden sich bis zu fünf Lugano Spieler auf der Strafbank. Der Frust sitzt bei den Gästen tief.
In der Schlussphase befinden sich bis zu fünf Lugano Spieler auf der Strafbank. Der Frust sitzt bei den Gästen tief.
Keystone
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Bern ist keine Reise wert. Dieses Motto galt während der Qualifikation für die meisten Teams. Gut, Zürich gewann gleich alle drei Auswärtspartien beim SCB, verlor dafür auch alle Heimspiele. Ansonsten gelang nur Lausanne und Kloten das Kunststück, in der Post­finance-Arena zu reüssieren.

Bern ist eine Reise wert. Dieses Motto gilt für die Gäste in den Playoffs. Gegen Biel konnte der SCB die erste Begegnung zu Hause erst nach Verlängerung für sich entscheiden, die zweite ging verloren, die dritte endete vor allem dank Torhüter Leonardo Genoni mit einem Erfolg. Und am Dienstag reüssierte Lugano zum Auftakt sogleich in Bern. «Wir müssen uns zu Hause steigern, keine Frage», sagt Stürmer Thomas Rüfenacht. «Oftmals gelingt uns ein guter Start. Danach gehen wir vom Gaspedal, das darf nicht mehr passieren.»

Flügel Simon Bodenmann kann sich die Schwächephasen vor eigenem Anhang nicht erklären. «Vielleicht wollen wir es zu gut machen, sind übermotiviert», sagt Bodenmann. «Das System jedenfalls ist dasselbe, ob auswärts oder zu Hause.»

Mehr Verkehr, mehr Breite

Bodenmann, am Donnerstag Schütze des zweiten Berner Treffers, erwähnt für die Serie gegen Lugano zwei Schlüssel zum Erfolg: «Die Luganesi stehen megakompakt um ihren Torhüter herum. Es gibt nichts anderes, als mit einem Spieler diesen Riegel aufzubrechen und Elvis Merzlikins die Sicht zu nehmen. Das ist ein Scheissjob, es gibt blaue Flecken. Aber jeder von uns muss bereit sein, diese Drecksarbeit zu erledigen.»

Den zweiten gewinnbringenden Faktor sieht der 29 Jahre alte Nationalspieler im Bereich Breite. Bodenmann sagt, der Trainer bestimme, wer wie oft spiele. Er sagt aber auch: «Mit Kloten habe ich zwei Finals verloren, weil wir von Davos überpowert wurden. Wir konzentrierten uns auf die besten Kräfte, Davos überlief uns mit vier Linien. Und letztes Jahr hat sich der SCB dank vier starker Linien den Titel geholt. Wenn du so spielst, haben deine Topspieler gegen Ende eines Spiels genügend Schnauf, damit sie den Match entscheiden können.» Zuletzt erhielt die vierte Linie unter Trainer Kari Jalonen tatsächlich mehr Auslauf.

Nicht in Passivität verfallen, einen Mann vor das Lugano-Tor stellen, mit vier Linien Druck ausüben. So einfach klingt das. Und dann sollte es für den SCB heute ab 20.15 Uhr auch zu Hause klappen.

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