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Das Team hat den Coach im Stich gelassen

Die Niederlage gegen den EHC Biel kostet den SCB-Coach Antti Törmänen den Job. Er wurde nach der Partie freigestellt.

Der Misserfolg der vergangenen Wochen hat nun Konsequenzen für SCB-Trainer Antti Törmänen.
Der Misserfolg der vergangenen Wochen hat nun Konsequenzen für SCB-Trainer Antti Törmänen.
Keystone
Er wurde am Freitagabend (22.11.2013) nach dem Spiel gegen den EHC Biel freigestellt.
Er wurde am Freitagabend (22.11.2013) nach dem Spiel gegen den EHC Biel freigestellt.
Andreas Blatter
Schlussendlich reichte es nicht für die Berner.
Schlussendlich reichte es nicht für die Berner.
Keystone
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Marc Lüthi zog am Freitagabend die Notbremse. Dem Chef des SC Bern blieb kaum eine andere Wahl. Der SCB ist als grösster, populärster und in den letzten Jahren auch erfolgreichster Eishockeyklub des Landes bei «Halbzeit» der Qualifikation unter dem Strich klassiert. Am Freitag bot der Meister gegen einen Gegner, der auf dem Papier quasi auf jeder Position schwächer besetzt ist, einen desolaten Auftritt.Wenn die Trendwende nicht rasch gelingt, ist es kein unrealistisches Szenario, dass der Titelverteidiger die Playoffs verpasst.

Lüthi hat Antti Törmänen lange gestützt, viel länger als es in dieser emotionalen Branche üblich ist. Der CEO sagte am Freitagabend, der Trainer müsse gehen, weil er nicht die ganze Mannschaft entlassen könne. Wer die Leistungen der SCB-Akteure mit ihrem Potenzial vergleicht, kommt zum Schluss: Lüthi hat recht, eigentlich müsste er mindestens die halbe Equipe freistellen. Die meisten Profis müssen nach 24 Qualifikations- und 10 European-Trophy-Partien ganz klar mit der Note «ungenügend» bewertet werden. Die Spieler haben in den letzten Wochen immer und immer wieder betont, Törmänen trage keine Schuld an der Misere, sie spielten sehr gern unter ihm. Im Endeffekt haben sie ihren Coach im Stich gelassen.

Törmänen ist schlau, fachlich gut – und er hat den SCB einmal in den Final sowie einmal zum Titel geführt. Das spricht alles für ihn, doch als Krisenmanager hat er versagt. Zweimal gelang es ihm nicht, die Equipe so auf die Saison vorzubereiten, dass sie von Anfang an ein ordentliches Niveau erreichte. Und anders als im Vorjahr, als er auf die Klasse von John Tavares, Roman Josi und Mark Streit zählen konnte, ist ihm diesmal der Turnaround nicht innert nützlicher Frist geglückt.

Sportchef Sven Leuenberger verpflichtete Hnat Domenichelli und zuletzt auch einen fünften Ausländer; mehr Hilfe konnte er Törmänen nicht geben. Wer auch immer zum Nachfolger erkoren wird – automatisch wird nun nicht alles besser. Gefordert sind jetzt die Spieler, mehr denn je.

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