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Das NHL-Playoff verspricht Schweizer Furore

Vier Fragen und Antworten zum Start des Endspurts um den Stanley-Cup.

Roman Josi, 28, Nashville Predators. Regular Season: 82 Spiele, 15 Tore, 41 Assists.
Roman Josi, 28, Nashville Predators. Regular Season: 82 Spiele, 15 Tore, 41 Assists.
AP Photo/Mark Humphrey
Yannick Weber, 30, Nashville Predators. Regular Season: 62 Spiele, 2 Tore, 8 Assists.
Yannick Weber, 30, Nashville Predators. Regular Season: 62 Spiele, 2 Tore, 8 Assists.
AP Photo/Mark Humphrey
Luca Sbisa, 29, New York Islanders. Regular Season: 9 Spiele, 0 Tore, 1 Assist.
Luca Sbisa, 29, New York Islanders. Regular Season: 9 Spiele, 0 Tore, 1 Assist.
AP Photo/John Locher
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Wie viele Schweizer sind dabei?

In der Theorie acht: zwei bei Nashville (Roman Josi, Yannick Weber), je einer bei Carolina (Nino Niederreiter), San Jose (Timo Meier), Colorado (Sven Andrighetto), Columbus (Dean Kukan), Washington (Jonas Siegenthaler) und den New York Islanders (Luca Sbisa).

Bloss gibts bei drei Verteidigern Einschränkungen: Sbisa hat 2019 erst ein Spiel bestritten (am 12. Januar), ansonsten wurde er nicht eingesetzt. Kukan spielte nur 25 NHL-Partien. Immerhin hat er sich gerade vor dem Playoff zur Stammkraft entwickelt, war in neun der letzten zehn Spiele dabei. Siegenthaler schliesslich pendelte zwischen NHL und AHL, durfte 26-mal «oben» auflaufen. Den März verbrachte er im Farmteam, doch just aufs Playoff ist er zurück.

Verteidiger Josi sowie die Stürmer Niederreiter und Meier gehören zu den Top-Leistungsträgern ihrer Teams, Angreifer Andrighetto hingegen muss härter um Einsatzminuten kämpfen als auch schon. Und Verteidiger Weber muss sich nach einer Verletzung einmal mehr für einen Stammplatz aufdrängen.

Welcher Schweizer sorgt für das grösste Aufsehen und kommt am weitesten?

Washington (Siegenthaler) und Nashville (Josi/Weber) gewannen ihre Divisionen, San José (Meier) und die Islanders (Sbisa) wurden Zweite. Da Sbisa kaum spielen wird und auch die Rollen Siegenthalers und Webers offen sind, dürften es nach Papierform Meier und Josi ausmachen, wer der auffälligste Schweizer wird. Doch wie oft läuft es im Playoff nach Papierform? Genau: selten.

Der formstarke Niederreiter ist Teil der euphorisierten Hurricanes, die dank eines Schlussspurts erstmals seit 2009 Playoff spielen. Sie sind damit alles andere als ein Wunschgegner für Titelverteidiger Washington um Superstar Owetschkin. Kommt Siegenthaler zum Einsatz, käme es in dieser Serie zum einzigen Schweizer Duell in Runde 1. Die weiteren Gegner der Schweizer: Nashville trifft auf Dallas, San Jose auf Vegas, die Islanders auf Pittsburgh. Auf Colorado (Calgary) und Columbus (Tampa) warten die Nummer-1-Teams der Western resp. Eastern Conference, also Herkulesaufgaben.

Wer ist der Titelfavorit?

Das mit der Papierform mag so eine Sache sein. Aber Tampa hat die Regular Season derart dominiert (62 Siege in 82 Spielen, 21 Punkte Vorsprung), dass es halt tatsächlich nur einen echten Favoriten geben kann. Mit Kukans Columbus wartet aber schon in Runde 1 eine delikate Aufgabe. Die Blue Jackets machten bei Transfer-Deadline mit aggressivem Tauschhandel auf sich aufmerksam, holten mehrere gute Routiniers auf Kosten der Zukunft (Draft-Rechte und junge Spieler) - und dies, obwohl Columbus zu jenem Zeitpunkt nicht einmal auf einem Playoff-Platz stand. Jarmo Kekäläinen, der einzige europäische Sportchef in der NHL, ging mit Columbus also «All in» - ob sich das auszahlen wird?

Auf welche Serie lohnt es sich, ebenfalls ein Auge zu haben?

Boston gegen Toronto. Es prallen nicht nur grosse Traditionsclubs (beide «Original 6») aufeinander, sondern auch verschiedene Philosophien: Toronto mit den Jungstars Marner, Nylander, Mat- thews und Kapanen sowie Leaderfigur Tavares war mit 286 Treffern eines der offensiv potentesten Teams, die Mannschaft von Startrainer Mike Babcock war defensiv aber sehr anfällig. Im Gegensatz zu den Boston Bruins, die nur 215 Tore und damit 36 weniger kassierten als Toronto. Mit Marchand, Pastrnak, Bergeron, Krejci, De Brusk oder Verteidiger Krug verfügt aber auch Boston über viel Offensiv-Power.

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