Das Momentum ist auf Langenthaler Seite

Der SC Langenthal gewinnt Finalspiel 1 in La Chaux-de-Fonds nach 88 Sekunden in der Verlängerung 3:2. Damit holen die Oberaargauer das Break.

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40 Minuten lang egalisierten sich die beiden Teams im ersten Finalspiel auf der Anzeigetafel. Zwischen Langenthal und La Chaux-de-Fonds entstand in dieser Zeit zwar ein interessantes Spiel, aber nur wenig entscheidendes. Nach einem 0:0 im ersten Abschnitt konnten sich im Mittelabschnitt beide Teams je einen Treffer notieren lassen.

Beide entstanden in Überzahl und beide waren für die defensive Mannschaft durchaus ärgerlich. Der Schuss von der blauen Linie von Philipp Rytz war aber eigentlich haltbar, hatte Tim Wolf im Tor von La Chaux-de-Fonds doch eigentlich ein freies Sichtfeld.

Cofmann mit Doppelpack

Beim Treffer von Timothy Coffmann hätte derweil der von La Chaux-de-Fonds erknorzte Querpass von Hans Pienitz verhindert werden können, als die Scheibe durch den Slot kullerte, war es aber zu spät, um das Gegentor noch abzuwenden. Weil Stefan Tschannen, wahrlich etwas glücklich, 44 Sekunden vor Schluss noch traf, war der Spielstand nach 60 Minuten weiterhin ausgeglichen.

Timothy Coffmann hatte noch in der 45. Minute für die Führung gesorgt, als er die gesamte SCL-Abwehr austanzte, ein Pelletier-Querpass, dem ein angetäuschter Schuss voranging, sollte das Heimteam kurz vor 10 Uhr aber vorerst die Party vermiesen.

HCC-Trainer Serge Pelletier stellte seine Mannschaft nahezu ideal auf die Gegenstösse der Langenthaler ein. Während gegen Olten der dritte, hinterhereilende Mann oft Platz für eine Schussabgabe hatte, blieb dieser Spielzug dem SCL meistens verwehrt.

La Chaux-de-Fonds auf der Gegenseite brillierte derweil mehrmals durch schnell vorgetragene Einzelaktionen. Langenthal bekundete damit Mühe, denn obwohl sie die Partie lange Zeit zu dominieren schienen, war es La Chaux-de-Fonds, das sich nicht nur ein Chancenplus erarbeitet, sondern auch die besseren Möglichkeiten aufwies.

Kelly unwiderstehlich

Während Per Hånberg noch zu Beginn alle Kräfte beinahe gleichermassen einsetzte, forcierte er nach dem zweiten Gegentor seine besten Akteure. Der SCL hatte dabei durchaus Mühe, zu guten Chancen zu gelangen, weil der HCC defensiv überzeugte. Leztzlich sollte eine Einzelleistung der Gäste die Partie entscheiden. Brent Kelly entwischte, dribbelte sich die Sicht frei und schoss unwiderstehlich.

Sein satter Handgelenkschuss fand den Weg ins hohe Eck – 88 Sekunden waren in dieser Verlängerung gespielt, als die Spieler die Bank verliessen und ihren Siegtorschützen beglückwünschten. Zweifellos kann nach dem ersten SCL-Finalsieg festgehalten werden, dass mit Timothy Coffmann (zwei Tore), Brent Kelly (ein Tor, ein Assist) und Pascal Pelletier (zwei Assists) die Ausländer die Partie beeinflussten.

Die Kanadier des SCL waren am Mittwochabend aber offensichtlich besser. Das Momentum ist auf Langenthaler Seite – können sie doch am Freitag zu Hause das Break bestätigen.

Berner Zeitung

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