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Bittere Niederlage für den SC Langenthal

In Rapperswil musste sich der SC Langenthal am Freitagabend mit einer 2:3-Niederlage geschlagen geben.

Langenthals Bernd Wolf (rechts) zieht gegen Thomas Studer von den Lakers den Kürzeren.
Langenthals Bernd Wolf (rechts) zieht gegen Thomas Studer von den Lakers den Kürzeren.
Keystone

Vor dem gestrigen Duell sind zwei Dinge im bisherigen Playoff-Wirken der beiden Teams aufgefallen: Die SC Rapperswil-Jona Lakers kassierten in neun der elf bisherigen Matches maximal zwei Gegentreffer. Und der SC Langenthal erzielte in der gleichen Zeitspanne in vier von zehn Spielen höchstens zwei Tore. Die 2:5-Niederlage zum Final-Auftakt zwischen den beiden Equipen war somit ein typisches Ergebnis des bisher Gezeigten.

Gestern schien es zunächst, als würde dieses Muster durchbrochen – letztlich sollte diese eigentümliche «Regel» dennoch Bestand halten. Doch der Reihe nach: In der sechsten Minute ging Langenthal durch Brent Kelly im Powerplay in Führung, und eingangs Mitteldrittel gelang Vincenzo Küng die 2:0-Führung. Und als Leandro Profico flankiert von gellenden, gegen den Schiedsrichter gerichteten Pfiffen auf der Strafbank Platz nahm, eröffnete sich die Gelegenheit, den Vorsprung auszubauen.

Führung weggeworfen

Doch die Lakers traten mit der Wut im Bauch zum Box-Play an. Schon nach wenigen Sekunden entrichtete der an der blauen Linie stehende Philipp Rytz den Puck als Wegzoll an Jared Aulin, der enteilte und Keeper Marco Mathis kalt erwischte. Nach Powerplay-Ende stand es – aus SCL-Sicht – 2:1 statt 3:0. Und bald schon türmte sich weiteres Ungemach vor dem Gästeteam auf: Cedric Hüsler steht allein auf der blauen Linie – Philipp Rytz und Claudio Cadonau stehen zu weit entfernt, als Niki Altorfer präzise auf Hüsler spielt, der Mathis keine Chance lässt. In rund fünf Minuten war die Führung verspielt.

In Überzahl abserviert

Zur Spielmitte erleidet das Team von Jason O’Leary einen gewichtigen Ausfall. Steve Mason checkte Dario Kummer, der sich bereits abgedreht hatte, hart. Benommen blieb der junge Spieler liegen, ehe er vom medizinischen Staff gestützt in die Garderobe gebracht wurde – sein Gesundheitszustand ist noch offen, zumindest musste er nicht direkt ins Spital gebracht werden.

Aus der anschliessenden fünfminütigen Überzahl konnte Langenthal keinen Profit schlagen. Zwar zeigte sich das Berner Team sichtlich bemüht, verschiedentlich wusste die Mannschaft gute Angriffe zu zeigen, doch ein hervorragender Melvin Nyffeler hielt seine Mannschaft im Spiel.

Im Laufe des Schlussdrittels kassierte Langenthal den zweiten Shorthander, der letztlich die Entscheidung bedeuten sollte: In Unterzahl fuhren die St. Galler einen Konter, den Michael Hügli zum Siegtreffer verwertete. Die Lakers zeigten sich als die effizientere Mannschaft.

Bereits morgen wartet in der Eishalle Schoren Spiel 3. Langenthal kämpft um den Anschluss in der Serie – so wie bereits bei der ersten Finalteilnahme 2012, als der SCL 0:2 gegen den Lausanne HC zurücklag. SCL-Stürmer Marc Kämpf, der schon damals in den Reihen des SCL stand: «Damals wie in der aktuellen Serie lieferten wir zuerst ein schlechtes Spiel, im zweiten spielten wir besser und verloren nur noch knapp.» Daniel Gerber

Rapperswil-Jona Lakers - Langenthal 3:2 (0:1, 2:1, 1:0) 4563 Zuschauer. - SR Dipietro/Hebeisen, Kehrli/Progin. - Tore: 6. Kelly (Rytz, Tschannen/Ausschluss Sataric) 0:1. 26. (25:40) Vincenzo Küng (Völlmin) 0:2. 27. (26:17) Aulin (Ausschluss Profico!) 1:2. 32. Hüsler (Altorfer) 2:2. 48. Hügli (Sataric/Ausschluss Hüsler!) 3:2. - Strafen: 8mal 2 plus 5 Minuten (Mason) plus Spieldauer (Mason) gegen die Rapperswil-Jona Lakers, 5mal 2 plus 5 Minuten (Pivron) plus Spieldauer (Pivron) gegen Langenthal. - PostFinance-Topskorer: Knelsen; Kelly. Rapperswil-Jona Lakers: Nyffeler; Sataric, Maier; Geyer, Blatter; Molina, Büsser; Grossniklaus; Profico, Aulin, Rizzello; Hügli, Knelsen, Casutt; Hüsler, Mason, Vogel; Altorfer, Studer, Schmutz; Brandi. Langenthal: Mathis; Cadonau, Rytz; Völlmin, Ahlström; Pienitz, Marti; Kelly, Montandon, Tschannen; Primeau, Dünner, Füglister; Pivron, Kummer, Kämpf; Gerber, Hess, Vincenzo Küng; Kläy. Bemerkungen: Rapperswil-Jona Lakers u.a. ohne McGregor. Langenthal u.a. ohne Campbell (beide verletzt). Timeout Langenthal (58:30), danach ab 58:44 ohne Goalie.

si/chh

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