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Biel verschafft sich Luft, Lugano rückt vor

Die Seeländer gewinnen zu Hause gegen Ambri 3:1. Lugano und Tabellenführer Zug gelingt eine Wende.

Biel schafft im vierten Anlauf den ersten Saisonsieg gegen Ambri. Die Seeländer gewinnen 3:1.
Biel schafft im vierten Anlauf den ersten Saisonsieg gegen Ambri. Die Seeländer gewinnen 3:1.
Peter Klaunzer, Keystone
Zum Schlussstand trifft Gilian Kohler, es ist sein erstes Tor in der National League.
Zum Schlussstand trifft Gilian Kohler, es ist sein erstes Tor in der National League.
Peter Klaunzer, Keystone
In Zug wird Lino Martschini zum Matchwinner. Der Stürmer trifft gegen die SCL Tigers im Mitteldrittel zum 2:1-Schlussstand.
In Zug wird Lino Martschini zum Matchwinner. Der Stürmer trifft gegen die SCL Tigers im Mitteldrittel zum 2:1-Schlussstand.
Daniela Frutiger/Freshfocus
Zuvor hat Harri Pesonen die Emmentaler mit einer schönen Einzelleistung in Führung gebracht.
Zuvor hat Harri Pesonen die Emmentaler mit einer schönen Einzelleistung in Führung gebracht.
Urs Flüeler, Keystone
Dario Simion bugsiert den Puck nach Pesonens Aktion ins eigene Tor.
Dario Simion bugsiert den Puck nach Pesonens Aktion ins eigene Tor.
Andy Müller/Freshfocus
Lugano gelingt gegen die SCRJ Lakers wie dem EVZ gegen Langnau die Wende vom 0:1 zum 2:1. Reto Suri erzielt nach 38 im Schlussdrittel den Gamewinner.
Lugano gelingt gegen die SCRJ Lakers wie dem EVZ gegen Langnau die Wende vom 0:1 zum 2:1. Reto Suri erzielt nach 38 im Schlussdrittel den Gamewinner.
Alessandro Crinari, Keystone
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Biel und Powerplay, das passt zusammen wie Beat Feuz und das Lauberhorn. Im zwölften Spiel in Folge erzielten die Seeländer einen Treffer in Überzahl. Das 2:1 von Peter Schneider war am Ende das entscheidende in der Partie gegen Ambri.

Das Spiel hatte aber alles andere als gut begonnen für die Bieler. In einer turbulenten Startphase gingen die Gäste aus dem Tessin durch Christian Pinana in Führung, wobei Jonas Hiller keine gute Figur abgab. Drei Minuten später aber hatte Biel in Person von Damien Brunner bereits eine Antwort parat. Oder doch nicht? Die Schiedsrichter schauten sich die Szene nochmals im Video an und sahen, dass Mike Künzle zwar Benjamin Conz behindert hatte, er aber von einem Ambri-Verteidiger gestossen worden war. Nach minutenlanger Beratung wurde auf Tor entschieden – 1:1.

Im zweiten Drittel kam dann wenig bis gar nichts von Ambri – und Biel wusste dies auszunutzen. Nachdem Luca Cunti bei seinem Penalty noch gescheitert war, traf Schneider in doppelter Überzahl zur erstmaligen Bieler Führung. Und der 19-jährige Gilian Kohler erhöhte mit seinem ersten Tor in der National League noch vor Spielhälfte auf 3:1, wobei es bis zum Schluss blieb. So gelangt Biel die Revanche, nachdem am Samstag noch Ambri das Duell der beiden Teams für sich entscheiden konnte (5:4 n. V.).

Zuger Arbeitssieg und Revanche

Dem EV Zug ist trotz hartnäckiger Gegenwehr der SCL Tigers die Revanche für die klare Auswärtsniederlage vom Samstag gelungen. Das 2:1 ist für das Team von Dan Tangnes der sechste Sieg in den letzten sieben Heimspielen. Die Langnauer zeigten aber von Anfang an, dass das 5:1 gegen den gleichen Gegner drei Tage zuvor kein Zufall gewesen war. Wiederum erwiesen sie sich als aufsässig und gingen durch den 15. Saisontreffer des finnischen Weltmeisters Harri Pesonen mit einem Vorsprung in die erste Pause. Der frühere Langnauer Yannick-Lennart Albrecht und im Powerplay Lino Martschini sorgten im Mitteldrittel für die Wende zugunsten der Zentralschweizer, die bis in die Schlusssekunden zittern mussten.

Bemerkenswert trotz der Niederlage die Steigerung der Emmentaler in der Defensive: Nachdem die Abwehr drei Spiele lang einem offenen Scheunentor ähnelte und total 17 Gegentreffer einstecken musste, sind es in den letzten drei Partien nur noch deren vier, trotz zwei Vergleichen mit den angriffsstarken Zugern.

Suri bringt Lugano über den Strich

Lugano setzt den Aufwärtstrend unter Serge Pelletier fort. Das 2:1 gegen den Tabellenletzten aus Rapperswil-Jona war bereits der sechste Sieg im achten Spiel des neuen Jahres für die Tessiner, die damit wieder über dem Trennstrich klassiert sind. Mann des Spiels war Reto Suri, der die Partie nach 38 Sekunden im Schlussdrittel entschied.

Die Lakers waren im ersten Abschnitt entgegen dem Spielverlauf durch Topskorer Roman Cervenka in Führung gegangen. Der Tscheche schoss die Scheibe in der 9. Minute vermeintlich ungefährlich Richtung Lugano-Goalie Sandro Zurkirchen, doch dessen Vordermann Benoît Jecker lenkte sie unhaltbar ab. Das Heimteam brauchte bis unmittelbar vor der zweiten Pause, um auszugleichen. Alessio Bertaggia versuchte es mit einem Ablenker und bezwang Keeper Melvin Nyffeler schliesslich im Nachschuss. Es war das 14. Saisontor des besten Lugano-Goalgetters.

Biel - Ambri-Piotta 3:1 (1:1, 2:0, 0:0)

5701 Zuschauer. - SR Hebeisen/Mollard, Kovacs/Gnemmi. Tore: 5. Pinana (Incir) 0:1. 8. Brunner (Cunti) 1:1. 22. Schneider (Rathgeb, Fuchs/Ausschluss Goi) 2:1. 27. Kohler (Nussbaumer, Schneider) 3:1.Strafen: 3-mal 2 plus 5 Minuten (Riat) plus Spieldauer (Riat) gegen Biel, 5-mal 2 plus 10 Minuten (Sabolic) gegen Ambri. Biel: Hiller; Moser, Kreis; Rathgeb, Forster; Fey, Rantakari; Sataric; Fuchs, Ullström, Rajala; Riat, Nussbaumer, Schneider; Brunner, Cunti, Künzle; Tschantré, Gustafsson, Jan Neuenschwander; Kohler.Ambri:Conz; Plastino, Fischer; Fora, Dotti; Ngoy, Jelovac; Fohrler, Pinana; D?Agostini, Flynn, Sabolic; Zwerger, Müller, Hinterkircher; Trisconi, Goi, Bianchi; Joël Neuenschwander, Dal Pian, Incir.Bemerkungen: Biel ohne Pouliot, Hügli, Salmela, Ulmer, Wüest und Lüthi, Ambri ohne Rohrbach, Hofer, Upshall, Kostner und Novotny (alle verletzt). Pinana mit Beinverletzung ausgeschieden (13.). Conz hält Penalty von Cunti (22.). Pfostenschuss D'Agostini (40.) Erstes Tor von Biels Gilian Kohler in der National League. Timeout Ambri (57:04) und danach bis 60:00 ohne Torhüter.

Zug - SCL Tigers 2:1 (0:1, 2:0, 0:0)

6428 Zuschauer. - SR Lemelin/Salonen, Obwegeser/Schlegel. Tore:18. Pesonen (Schmutz/Ausschluss Senteler) 0:1. 25. Albrecht (Leuenberger) 1:1. 30. Martschini (Hofmann/Ausschluss Maxwell) 2:1. Strafen:3-mal 2 Minuten gegen Zug, 4-mal 2 Minuten gegen SCL Tigers.Zug: Genoni; Schlumpf, Geisser; Stadler, Diaz; Thiry, Alatalo; Morant, Zryd; Klingberg, Kovar, Hofmann; Martschini, Lindberg, Thorell; Simion, Senteler, Bachofner; Leuenberger, Albrecht, Zehnder.SCL Tigers: Punnenovs; Cadonau, Leeger; Erni, Lardi; Glauser, Blaser; Huguenin; Kuonen, Maxwell, Neukom; DiDomenico, Berger, Pesonen; Schmutz, Earl, Andersons; Rüegsegger, In-Albon, Sturny.Bemerkungen:Zug ohne Schnyder und Zgraggen (beide verletzt), SCL Tigers ohne Dostoinov, Schilt und Diem (alle verletzt), Ciaccio (krank) sowie Gagnon und Elo (überzählige Ausländer). - SCL Tigers ab 59:08 ohne Torhüter.

Lugano - Rapperswil-Jona Lakers 2:1 (0:1,1:0, 1:0)

5439 Zuschauer. - SR Wiegand/Dipietro, Bürgi/Wolf. Tore:9. Cervenka (Eigentor Jecker) 0:1. 40. (39:27) Bertaggia (McIntyre, Klasen) 1:1. 41. (40:38) Suri (Walker, Lajunen) 2:1. Strafen: 1-mal 2 Minuten gegen Lugano, 2-mal 2 plus 10 Minuten (Schmuckli) gegen die Rapperswil-Jona Lakers.Lugano: Zurkirchen; Chorney, Wellinger; Chiesa, Riva; Loeffel, Vauclair; Jecker; Klasen, McIntyre, Bertaggia; Zangger, Lajunen, Suri; Fazzini, Sannitz, Lammer; Jörg, Romanenghi, Walker.Rapperswil-Jona Lakers: Nyffeler; Egli, Profico; Vukovic, Dufner; Maier, Schneeberger; Randegger, Schmuckli; Clark, Rowe, Cervenka; Kristo, Dünner, Simek; Eggenberger, Wetter, Casutt; Forrer, Ness, Schlagenhauf.Bemerkungen:Lugano ohne Morini, Bürgler (beide verletzt) und Postma (überzähliger Ausländer), Rapperswil-Jona Lakers ohne Hüsler, Schweri (beide verletzt), Hächler (krank) sowie Wellman (überzähliger Ausländer). Timeout Rapperswil-Jona Lakers (58:39) und von 57:51 bis 58:39 und 59:27 bis 60:00 ohne Torhüter.

Rangliste: 1. Zug 37/71 (117:99). 2. Servette 39/68 (108:92). 3. ZSC Lions 39/68 (125:95). 4. Davos 36/67 (119:98). 5. Biel 39/58 (114:114). 6. Lugano 40/55 (98:108). 7. Lausanne 35/54 (100:95). 8. SCL Tigers 38/54 (94:109). 9. Bern 38/52 (101:111). 10. Ambri 39/47 (96:112). 11. Fribourg 36/46 (84:99). 12. Rapperswil-Jona Lakers 38/41 (94:118).

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