Bei unter 18 Gegentoren bricht der SCB seinen eigenen Rekord

Die Berner stehen vor einem Rekord – und treffen am Dienstag (auswärts) sowie am Freitag (zu Hause) auf Davos.

Garant für wenig Gegentreffer: Leonardo Genoni. Foto: Keystone

Garant für wenig Gegentreffer: Leonardo Genoni. Foto: Keystone

Reto Kirchhofer@rek_81

Früher war es so: Kommt der HC Davos, kommen auch die Fans. Keine andere Gastmannschaft vermochte in Bern über Jahre hinweg mehr Publikum anzulocken. Ein bisschen Statistik als Referenz: Von den letzten 42 Heimspielen gegen den HCD war die Berner Eishalle 30 Mal ausverkauft.

Doch jüngst haben die Bündner nicht nur bei den Zuschauern an Attraktivität und Strahlkraft eingebüsst. In dieser Saison sind sie sportlich selten konkurrenzfähig. Und an der Bande steht nicht mehr Entertainer Arno Del Curto, sondern Ruhepol Harijs Witolinsch.

Und vielleicht muss spätestens an dieser Stelle erwähnt werden, dass der SCB erst am Freitag die Davoser empfangen wird. Der Vergleich am Dienstag findet in der Vaillant-Arena statt.

Wieder Champions League

Im Prinzip sind die Partien für beide Seiten unbedeutend, selbst wenn die Beteiligten den Wert der Vorbereitung aufs Playoff (Bern) respektive aufs Playout (Davos) hervorstreichen.

Wobei: Der SCB könnte mit guter Defensivarbeit in den verbleibenden Begegnungen der Regular Season noch einen Rekord brechen. Seit die 50-Spiele-Qualifikation im Herbst 2007 eingeführt wurde, hat erst eine einzige Mannschaft einmal weniger als 100 Tore kassiert: der SCB 2007/2008 (92 Gegentore). Diesen Wert werden die Berner unterbieten, sofern sie in den verbleibenden sieben Begegnungen maximal 18 Tore (2,57 im Schnitt) zulassen.

Dass der SCB damals nach grandioser Qualifikation und 111 Punkten im Playoff-Viertelfinal gegen das achtklassierte Gottéron ausschied (2:4), sei selbstverständlich nur der Vollständigkeit halber erwähnt.

Etwas hat Bern bereits vor dem Match am Dienstag in Davos auf sicher: Weil die Mannschaft von Kari Jalonen die Regular Season als Sieger oder Zweiter abschliessen wird, ist sie erneut für die Champions Hockey League qualifiziert. Die Schweiz besitzt aufgrund der Resultate der letzten Jahre für die kommende Saison fünf Startplätze.

Neben dem Meister sind die vier besten Teams der Qualifikation qualifiziert. Sollte eine Equipe aus den Top 4 den Titel holen, wäre auch der fünftplatzierte Club für den europäischen Wettbewerb spielberechtigt.

Berner Zeitung

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