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Als stolzer Gruppensieger gegen Tschechien

Die Schweiz gewinnt an der WM in Stockholm auch das siebte Vorrundenspiel. Nach dem 4:1 gegen Weissrussland trifft das Team von Sean Simpson als Gruppensieger im Viertelfinal auf Tschechien.

Die Schweizer dürfen auch in ihrem letzten WM-Vorrundenspiel jubeln: Weissrussland wird mit 4:1 besiegt. Damit gewinnt das Team von Sean Simpson die Stockholmer Gruppe ungeschlagen und trifft im Viertelfinal auf den Vierten.
Die Schweizer dürfen auch in ihrem letzten WM-Vorrundenspiel jubeln: Weissrussland wird mit 4:1 besiegt. Damit gewinnt das Team von Sean Simpson die Stockholmer Gruppe ungeschlagen und trifft im Viertelfinal auf den Vierten.
Keystone
Die Weissrussen zeigen sich als hartnäckiger Gegner. Torhüter Reto Berra muss mehrmals rettend eingreifen. NHL-Verteidiger Rafael Diaz (16) zeigt einen ansprechenden WM-Einstand – trotz Jetlag und wenig Anpassungszeit.
Die Weissrussen zeigen sich als hartnäckiger Gegner. Torhüter Reto Berra muss mehrmals rettend eingreifen. NHL-Verteidiger Rafael Diaz (16) zeigt einen ansprechenden WM-Einstand – trotz Jetlag und wenig Anpassungszeit.
Keystone
Nationaltrainer Sean Simpson ist etwas gelungen, was noch nie in der Geschichte des Schweizer Eishockeys passiert ist: Er hat sein Team zu sieben WM-Siege in Folge geführt. Das ist einmalig. Jetzt wollen die Schweizer aber mehr. Im Viertelfinal wartet Norwegen oder Tschechien. Die Halbfinal-Qualifikation ist durchaus realistisch.
Nationaltrainer Sean Simpson ist etwas gelungen, was noch nie in der Geschichte des Schweizer Eishockeys passiert ist: Er hat sein Team zu sieben WM-Siege in Folge geführt. Das ist einmalig. Jetzt wollen die Schweizer aber mehr. Im Viertelfinal wartet Norwegen oder Tschechien. Die Halbfinal-Qualifikation ist durchaus realistisch.
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Die Tschechen deklassierten am späten Nachmittag die Norweger mit 7:0 und schnappten sich als Gruppenvierte das letzte Viertelfinal-Ticket. Somit kommt es am Donnerstagnachmittag um 14.45 Uhr zum ersten WM-Viertelfinal zwischen den Osteuropäern und der Schweizer Nationalmannschaft.

Es war ein zäher Kampf, bis der Gruppensieg der Schweizer feststand. Matthias Bieber im Powerplay (51.) sowie Julian Walker mit einem Doppelpack (55./60. ins leere Tor) erlösten die Schweizer schliesslich im letzten Drittel. Damit sorgte die mit wenig Kredit nach Stockholm gereiste Auswahl für einen Rekord in der Geschichte: Sieben Siege an einer WM hatte bisher noch nie ein Schweizer Eishockey-Nationalteam geschafft.

Überragender Josi

Die Schweizer starteten stark, führten nach bereits 73 Sekunden durch ein Eigentor der Weissrussen, das der überzeugende Roman Josi mit einem schönen Solo eingeleitet hatte, und verzeichneten kurz darauf einen Pfostenschuss durch Mathias Seger (3.). Ihren ersten Torschuss auf Reto Berra gaben die Weissrussen erst in der 12. Minute ab.

Nach der druckvollen Startphase bauten die Schweizer gegen den WM-Gastgeber von 2014 jedoch ab. Immer wieder scheiterten sie am starken weissrussischen Keeper Witali Belinski. Und in der 42. Minute glichen die Weissrussen schliesslich nicht unverdient durch Jewgeni Kowyrschin, der davor das Eigentor verschuldet hatte, zum 1:1 aus.

Suri ist angeschlagen

Erstmals mit von der Partie war der am Vortag angereiste Rafael Diaz. Der Verteidiger der Montreal Canadiens ersetzte in der vierten Verteidigung den leicht angeschlagenen Robin Grossmann (Oberkörperverletzung). Der Erfolg wurde getrübt durch den Ausfall von Reto Suri. Pawel Tschernajok fiel dem Schweizer Stürmer in der 39. Minute nach einer Aktion an der Bande auf das Knie. Suri verschwand humpelnd in der Kabine und kehrte nicht mehr zurück. Wie schwer er sich dabei verletzt hat, ist noch offen.

Sean Simpson zeigte sich ob der starken Gegenwehr der Weissrussen nicht überrascht. «Sie spielen immer stark gegen uns. Wir haben das erwartet», erklärte der Nationalcoach gegenüber SRF. Der Trainer lobte einmal mehr die Steigerung seiner Mannschaft im letzten Drittel, hob die vierte Reihe um Morris Trachsler hervor und vergass auch die Torhüter Reto Berra und Martin Gerber nicht, die sehr stark in dieser Vorrunde gespielt hätten. Simpson warnte aber nach dem Gruppensieg vor allzu grosser Euphorie: «Das Team hat einmal mehr Charakter gezeigt. Aber ob nun unsere Siegesserie historisch ist oder nicht, spielt nicht so eine Rolle: Jetzt kommt die K.-o.-Phase. Wir müssen auf dem Boden bleiben und weiter konzentriert sein.»

Weissrussland - Schweiz 1:4 (0:1, 0:0, 1:3) Globe Arena, Stockholm. - 2206 Zuschauer. - SR Frano/Vinnerborg (Tsch/Sd), Valach/Woodworth (Slk/USA). - Tore: 2. (1:13) Josi 0:1 (Eigentor Kowyrschin). 42. Kowyrschin (Andrjuschenko, Schinkewitsch) 1:1. 51. Bieber (Josi, Berra/Ausschluss Kitarow) 1:2. 55. (54:00) Walker (Bieber) 1:3. 60. (59:02) Walker 1:4 (ins leere Tor). - Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Weissrussland, 4mal 2 Minuten gegen die Schweiz. Weissrussland: Belinski; Tschernajok, Kasnadej; Graborenko, Jeronow; Schinkewitsch, Goroschko; Kulakow, Kitarow, Kolzow; Ugarow, Stas, Meleschko; Kowyrschin, Gawrus, Andrjuschenko; Solomonow, Demkow, Stefanowitsch; Kisli. Schweiz: Berra; Seger, Julien Vauclair; Blindenbacher, Philippe Furrer; Josi, von Gunten; Diaz, Blum; Niederreiter, Martin Plüss, Simon Moser; Walker, Trachsler, Bieber; Suri, Gardner, Ambühl; Bodenmann, Cunti, Hollenstein. Bemerkungen: Weissrussland ohne Filitschkin und Jefimenko (beide verletzt). Schweiz ohne Grossmann (angeschlagen), Martin Gerber (Ersatztorhüter), Stephan, Monnet und Bürgler (alle überzählig). 39. Suri verletzt ausgeschieden. Pfosten-/Lattenschüsse: 3. Seger. 28. Kasnadej. Weissrussland von 57:30 bis 58:08 und von 58:43 bis 59:02 ohne Goalie. Timeout Weissrussland (59.). - Schüsse: Weissrussland 21 (4/12/5); Schweiz 40 (16/11/13). - Powerplay-Ausbeute: Weissrussland 0/4; Schweiz 1/3.

si/fal

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