Der SCL schafft den Rekord

Der SC Langenthal bezwingt die Biasca Ticino Rockets zum Qualifikationsschluss mit 3:2 nach Verlängerung. Dario Kummer konnte nach 38 Sekunden zum Penalty antreten und verwandelte ­diesen zum SCL-Sieg.

Alles im Griff: Dario Kummer schiesst aufs Tor der Tessiner.

Alles im Griff: Dario Kummer schiesst aufs Tor der Tessiner. Bild: Marcel Bieri

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Im letzten Spiel der Qualifikation können sogar einmal die Stars des Teams überzählig sein. Gestern Abend im Spiel gegen den HC Biasca Ticino Rockets fehlten neben Haupttorhüter Marco Mathis auch die beiden Erstlinienverteidiger Philipp Rytz und Claudio Cadonau sowie die «Atomlinie» rund um Brent Kelly, Jeff Campbell und Stefan Tschannen. Womöglich erstmals seit dem Wiederaufstieg im Jahr 2002 traten die Oberaargauer deshalb gänzlich ohne ausländische Spieler an.

Es war dann wenig erstaunlich, dass das letzte Qualifikationsspiel nur mit wenig Engagement geführt wurde. Bei den Langenthalern stand im Vordergrund, keine Verletzungen einzufangen, bei Biasca war es vielmehr ein ­Abschied aus der ersten NLB-Saison.

Das zeigte sich denn auch in diesem Duell, das die Tessiner trotz den zahlreichen Absenzen des SC Langenthal nicht positiv gestalten konnten. Schon in der fünften Minute erzielte Langenthals Vincenzo Küng das 1:0, und dies mit einem Schuss aus mit­tlerer Distanz, der für Torhüter ­Stefan Müller eigentlich durchaus haltbar gewesen wäre.

Welche Spieler kommen?

Spannender als die Partie war gestern Abend deshalb, was neben dem Eis passierte oder noch passieren sollte. Bis 24 Stunden nach dem letzten Spiel ist es den NLB-Teams möglich, Spieler von den ausgeschiedenen Mannschaften zu transferieren. Interessant sind für den SC Langenthal nicht zuletzt jene Spieler aus Zug, weil dort mit Sportchef Reto Kläy ein Ex-Langenthaler mitentscheidet.

Daher ist es gut möglich, dass mit Mike Küng ein Ex-Langenthaler für die Playoffs zurückkehren wird. Er dürfte die Verteidigung verbreitern. Wer derweil kein Thema sein wird, ist Fabian Haberstich.

Der offensiv talentierteste Spieler der Zuger Organisation hat eine B-Lizenz beim Zuger A-Team und kann deshalb nicht mehr transferiert werden. Wegen der beschränkten Möglichkeiten ist deshalb unter anderem auch Fabio Kläy, Bruder von Reto Kläy und Flügelstürmer, interessant.

Gerade auf den Flügelpositionen könnten die Langenthaler Verstärkungen gut gebrauchen. Gian-Andrea Thöny vom EHC Winterthur würde ebenso in dieses Profil passen, gut möglich ist aber, dass auch ­andere Teams am Winterthurer Topskorer interessiert sind.

Gian Kämpf, Geschäftsführer des SC Langenthal, wollte diesbezüglich gestern Abend noch keine Stellung nehmen. Zuerst müssten die Verträge unterschrieben werden, erst danach würden Verstärkungen kommuniziert werden. Noël Guyaz sprach aber bereits am Freitag von mehreren Verstärkungen.

0,03 Punkte besser

Das Spiel selbst endete derweil 3:2 nach Verlängerung. Dort entschied Dario Kummer nach 38 Sekunden mit einem sehenswerten Penaltyschuss für Gelb-Blau. Ebenjener Torerfolg sicherte dem SC Langenthal auch gleich einen Rekord.

Während Biel in 49 Spielen 111 Punkte und damit 2,26 Punkte pro Spiel sammelte, gelang es dem diesjährigen Qua­lifikationssieger, in 48 Spielen 110 Punkte zu sammeln. Der SCL konnte somit im letzten Spiel den besten je erzielten Schnitt in der NLB brechen und auf 2,29 Punkte heben. (Berner Zeitung)

Erstellt: 13.02.2017, 10:06 Uhr

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