Zuversicht beim FC Thun trotz Umstellungen

FC Thun Nach dem Halbfinaleinzug im Cup steht die Reise nach Basel an.

Am Donnerstagabend qualifizierte sich der FC Thun mit dem Sieg gegen Lugano für den Cup-Halbfinal.

Am Donnerstagabend qualifizierte sich der FC Thun mit dem Sieg gegen Lugano für den Cup-Halbfinal.

(Bild: Urs Lindt/freshfocus)

Simon Scheidegger@theSimon_S

Als Schiedsrichter Urs Schnyder am Donnerstagabend um 21.21 Uhr die Partie zwischen Thun und Lugano beendet, ist die Freude in den Reihen der Oberländer über den ersten Halbfinaleinzug im Cup seit 2014 riesig. Die Spieler lassen sich minutenlang von den Fans feiern, und als sie die Treppe zu den Katakomben hinuntersteigen, hat jeder ein breites Grinsen auf dem Gesicht. Auch Trainer Marc Schneider, der eine Mannschaft sah, die sich mit den äusserst defensiv orientierten Tessinern bisweilen schwertat.

«Aber», sagt Schneider, und das ist die wichtigste Erkenntnis an diesem Abend, «wir haben trotzdem drei Tore geschossen.» Dennis Salanovic traf mit einem der ersten Schüsse der Partie zur Führung, Nicola Sutter nutzte seine Freiräume vor dem Tor und verlieh dem Spiel neuen Schwung, und Dejan Sorgic war trotz einer weitgehend unauffälligen Darbietung da, wo ein Torjäger zu sein hat, und stellte den Sieg kaltblütig sicher.

Karlen und Tosetti fraglich

Schneider ist stolz, dass seine Mannschaft Lösungen gefunden hat, um das Tessiner Abwehrbollwerk zu knacken. Auch wenn der ursprüngliche Plan nicht wie gewünscht funktionierte, die Thuner über die Flügel weniger Druck entwickeln konnten, als sie es sich vorgestellt hätten, und die Offensivspieler zwischenzeitlich isoliert wirkten. «Auch wenn das Weiterkommen nicht schön ausgesehen hat, freuen wir uns trotzdem sehr», sagt Schneider. Euphorie ist im Oberland ob des Erfolgs indes nicht ausgebrochen, was sich auch in der enttäuschenden Kulisse gegen Lugano von nur 3102 Zuschauern spiegelt.

Keine Stunde nach dem Schlusspfiff spricht Schneider schon vom schwierigen Spiel am Sonntag in Basel (16 Uhr), davon, dass er auch im dritten Aufeinandertreffen mit dem ehemaligen Branchenprimus in dieser Saison punkten wolle. Der 38-Jährige wird zu Umstellungen gezwungen sein. Captain Stefan Glarner fehlt wegen einer Gelbsperre, Matteo Tosetti und Grégory Karlen sind stark fraglich. Karlen, der gegen Lugano einen überzeugenden Auftritt hinlegte und sowohl vorne als auch hinten Akzente setzen konnte, leidet nach wie vor an der entzündeten Achillessehne, die ihn auf Kunstrasen weniger beeinträchtigt. Das Spiel auf Naturrasen ist für den Heilungsprozess jedoch suboptimal. «Wenn Spieler ausfallen, sind andere bereit», sagt Schneider: «Es braucht jeden einzelnen.»

So könnte Thun spielen: Faivre; Kablan, Rodrigues, Sutter, Joss; Bigler, Gelmi, Stillhart; Salanovic, Sorgic, Spielmann. – Thun ohne Glarner (gesperrt), Hediger, Righetti, Ferreira (alle verletzt). – Fraglich: Tosetti, Karlen.

Berner Zeitung

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