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Wo 40 Kilos hängen geblieben sind

Am vergangenen Sonntag feierte Reiner Calmund seinen 60. Geburtstag. Ohne Rücksicht auf Kalorien und Figur. Serviert wurden unter anderem seine fünf Lieblingsdesserts.

Es gibt viele, die gerne essen, aber bei keinem sieht man das so leicht wie bei Calmund. 160 Kilogramm brachte er auf die Waage nach der EM, an der er sich als Botschafter für Klagenfurt durch die vielen üppigen Buffets kämpfen musste. Bei ihm ist ausser der Körperlänge alles gross: die Klappe, der Körperumfang, das Selbstbewusstsein, die Leidenschaft für den Fussball. So steht das in seiner neuen Autobiografie «Fussballbekloppt».

Calmund, bis 2004 Manager von Bayer Leverkusen, seither ohne Amt in der Bundesliga, sucht keine Ausflüchte, dass er so dick geworden ist. Den Bauch habe er sich «mit Begeisterung angefressen», sagt er unter der Woche in der ZDF-Talkshow «Kerner». Zuerst Jungschweinbraten mit Knödel, nachher Schnitzel mit Kartoffeln und dazwischen Kaiserschmarrn durften gerne auf seinem Menüplan stehen.

In 20 Jahren hat er insgesamt schon 200 Kilo verloren

Inzwischen hat er dank Trennkost und gesteigerter sportlicher Aktivität 22 Kilo abgenommen. «Iron Calli» heisst das Programm, weil es bei ihm offenbar nie ohne Motto gehen kann. Bei 138 Kilo ist er angelangt. Und er will weiter abnehmen, mindestens noch acht Kilo, einfach bis er das erreicht hat, was er ein «vernünftiges Übergewicht» nennt.

Im Abnehmen ist er ja geübt. In 20 Jahren hat er insgesamt schon 200 Kilo verloren. Das hat er selbst ausgerechnet. Das Dumme ist nur, dass er in der gleichen Zeit eben auch 240 Kilo zugenommen hat. «Da sind eben 40 Kilo hängen geblieben», sagt er. Bei ihm hängen sie im wahrsten Sinn des Wortes.

(Tages-Anzeiger)

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