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Basel verschärft Krise in Lugano

Basel glückt die Hauptprobe für die CL: Der Meister gewinnt in Lugano klar. Leader YB verliert überraschend in Lausanne.

Lugano weiter in der Krise: Trainer Pierluigi Tami wirkt nach dem Schlusspfiff nachdenklich.
Lugano weiter in der Krise: Trainer Pierluigi Tami wirkt nach dem Schlusspfiff nachdenklich.
Davide Agosta, Keystone
Basel tankt mit dem 4:0-Sieg Selbstvertrauen für das CL-Spiel vom Mittwoch.
Basel tankt mit dem 4:0-Sieg Selbstvertrauen für das CL-Spiel vom Mittwoch.
Davide Agosta, Keystone
Lugano bringt den Ball nicht weg: Nach einer schönen Vorarbeit von Kevin Bua lässt sich Raoul Petretta nicht zwei Mal bitten und netzt zum 1:0 ein.
Lugano bringt den Ball nicht weg: Nach einer schönen Vorarbeit von Kevin Bua lässt sich Raoul Petretta nicht zwei Mal bitten und netzt zum 1:0 ein.
Davide Agosta, Keystone
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Nach langem wieder warteten die Basler in der Meisterschaft mit einer überzeugenden Leistung auf, wie sie sie in der letzten Saison am laufenden Band gezeigt hatten. Sie liessen den Luganesi keine reelle Chance, zu einem überraschenden Punktgewinn zu kommen wie noch beim 1:1 im ersten Match in Basel.

Mit einer Chance von Younes Marzouk nach zehn Minuten und einem Schuss von Jonathan Sabbatini hatten die Tessiner für längere Zeit das Pulver früh verschossen. Von dort weg war im Cornaredo dafür sehr viel vom Meister zu sehen.

Perfekter Einstand für Basler Neuzugang

Mit hervorragenden Paraden innerhalb einer Minute machte Goalie David Da Costa nach rund einer halben Stunde zwei Chancen von Albian Ajeti zunichte. Dennoch war der gebürtige Kosovare bei seinem Wiedereinstand für den FC Basel die triumphale Figur. In einer weniger zwingenden Szene kurz vor der Pause setzte er sich gegen den patzenden Verteidiger Steve Rouiller durch und bezwang Da Costa im zweiten Anlauf.

Den Hauptanteil an der 1:0-Führung der Basler nach knapp 20 Minuten durfte Kevin Bua für sich beanspruchen. Der frühere Offensivspieler des FCZ setzte sich auf kleinem Raum gegen zwei oder drei Tessiner durch. Der aufgerückte Verteidiger Raoul Petretta musste den Ball nur noch ins Tor schieben.

Klare Steigerung der Basler

Die in einer Baisse steckende Mannschaft von Trainer Pierluigi Tami - sie nahm die fünfte Niederlage in Serie bei insgesamt 1:13 Toren entgegen - konnte sich in der zweiten Halbzeit ein wenig besser entfalten. Kurz nach der Pause traf Jonathan Sabbatini mit einem Kopfball die Unterkante der Latte. Andererseits liessen die Basler ein wenig nach, sodass sich das Geschehen für eine Weile ausglich.

Weil die Tessiner den Gegner aber nicht in ernsthafte Bedrängnis bringen konnten und Basel durch Mohamed Elyounoussi und den Sekunden zuvor eingewechselten Cédric Itten noch zwei weitere Tore erzielten, darf man aus Sicht des FCB wohl von der bislang besten Saisonleistung in der Super League sprechen. Auch die Steigerung im Vergleich zum 0:0 bei den Grasshoppers vor der Nati-Pause war offensichtlich - jene im Vergleich zur 1:2-Heimniederlage gegen Lausanne ohnehin.

Dämpfer für die Young Boys

Die Young Boys sind nicht mehr die Mannschaft, die unaufhaltsam von Sieg zu Sieg eilt und als Super-League-Leader die Verfolger immer mehr distanziert. Für die Mannschaft von Trainer Adi Hütter - er verzichtete interessanterweise auf jegliche Einwechslung - war die Niederlage in Lausanne ein Dämpfer nach vier Siegen und dem jüngsten 6:1 daheim gegen St. Gallen.

In den mehr als zwölf Monaten, in denen sie daheim bestenfalls unentschieden spielten, hatten die Lausanner viel Pech gehabt mit späten und extrem späten Gegentoren oder gelegentlich auch mit Fehlentscheiden. Sie hätten manchen Heimsieg verdient gehabt. Einen grossen Teil des Pechs haben sie nun in Form von Glück zurückbekommen. Tatsächlich entsprangen die beiden Tore den einzigen Chancen, die man als solche bezeichnen konnte. Beim 1:0 kurz vor der Pause fanden Samuele Campo und Francesco Margiotta viel Raum für ein schönes Durchspiel vor. Beim 2:1 - es war eine Co-Produktion der eingewechselten Benjamin Kololli und Gonzalo Zarate - sprang YB-Verteidiger Kasim Nuhu auf Kolollis Flanke ins Leere. Lausanne kam also trotz deutlicher Unterlegenheit zum überraschenden Sieg. Mit dem Corner nach 74 Minuten konnten die Waadtländer im Cornerverhältnis auf 1:10 verkürzen.

Die Berner bauten nach einer überzeugenden Startphase etwas ab. Aber sie spielten nach dem aus ihrer Sicht unglücklichen Rückstand mit Geduld und Druck weiter, wie es einer Topmannschaft gut ansteht. Das 1:1 durch einen Kopfball von Christian Fassnacht war nach 67 Minuten überfällig. Die Young Boys müssen sich nur dafür kritisieren lassen, dass sie aus der Überlegenheit zu wenig sehr gute Chancen herausholten.

Lugano - Basel 0:4 (0:2)

3627 Zuschauer - SR ErlachnerTore: 19. Petretta (Bua) 0:1. 39. Ajeti 0:2. 74. Elyounoussi (Fransson) 0:3. 86. Itten 0:4.Lugano; Da Costa; Yao (67. Bottani), Sulmoni, Rouiller; Mihajlovic, Sabbatini (81. Amuzie), Piccinocchi, Daprelà; Mariani; Marzouk (46. Crnigoj), Gerndt.Basel; Vaclik; Lang, Akanji, Suchy, Petretta; Zuffi, Serey Die; Steffen, Elyounoussi (81. Callà), Bua (68. Fransson); Ajeti (85. Itten).Bemerkungen: Lugano ohne Jozinovic, Guidotti, Padalino (alle verletzt) und Culina (Aufbau mit U21). Basel ohne Xhaka, Balanta (beide gesperrt) und van Wolfswinkel (verletzt). 48. Kopfball von Sabbatini an die Unterkante der Latte. Verwarnungen: 33. Mariani (Reklamieren), 85. Amuzie (Foul).

Lausanne - Young Boys 2:1 (1:0)

4640 Zuschauer - SR FähndrichTore: 40. Margiotta (Campo) 1:0. 67. Fassnacht (Assalé) 1:1. 92. Zarate (Kololli) 2:1.Lausanne: Castella; Marin (74. Kololli), Monteiro, Manière, Rochat; Tejeda (72. Pasche), Maccoppi; Campo, Geissmann, Asllani; Margiotta (77. Zarate).Young Boys: von Ballmoos; Mbabu, Nuhu, von Bergen, Lotomba; Moumi Ngamaleu, Sow, Sanogo, Fassnacht; Assalé, Nsame.Bemerkungen: Lausanne ohne Gétaz, Mesbah (beide verletzt) und Torres (nicht im Aufgebot). Young Boys ohne Hoarau, Bertone und Seferi (alle verletzt). Young Boys ohne Auswechslung.Verwarnungen: 19. Nsame (Unsportlichkeit), 31. Mbabu (Foul), 45. Maccoppi (Foul), 80. Pasche (Foul), 84. Sanogo (Foul), 87. Zarate (Foul), 87. von Bergen (Unsportlichkeit).

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