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Wer kann jetzt noch Fifa-Präsident werden?

Diese Namen kursieren derzeit für die Nachfolge von Sepp Blatter. Eine Auslegeordnung.

Was gedenkt Jérôme Champagne zu tun? Der diplomatisch geschulte Franzose, bis 2011 so etwas wie der Aussenminister in Blatters Stab, hatte für die letzte Wahl ein Programm vorgelegt, wie es damals keiner der anderen Kandidaten auch nur annähernd tat. Allerdings endete sein Wahlkampf, bevor er überhaupt richtig begonnen hatte. Champagne fehlte die Unterstützung von mindestens fünf Nationalverbänden, um eine Kandidatur einreichen zu können. Zu seinen Plänen schweigt er sich beharrlich aus.
Was gedenkt Jérôme Champagne zu tun? Der diplomatisch geschulte Franzose, bis 2011 so etwas wie der Aussenminister in Blatters Stab, hatte für die letzte Wahl ein Programm vorgelegt, wie es damals keiner der anderen Kandidaten auch nur annähernd tat. Allerdings endete sein Wahlkampf, bevor er überhaupt richtig begonnen hatte. Champagne fehlte die Unterstützung von mindestens fünf Nationalverbänden, um eine Kandidatur einreichen zu können. Zu seinen Plänen schweigt er sich beharrlich aus.
Keystone
Auf einmal gilt auch Mosima Gabriel, genannt Tokyo, Sexwale als möglicher Blatter-Nachfolger. Sexwale war in Südafrika Anti-Apartheid-Kämpfer an der Seite von Nelson Mandela und sass 13 Jahre lang im Hochsicherheitsgefängnis von Robben Island. Später machte er als Politiker und Geschäftsmann Karriere. Franz Beckenbauer gehört zu den Leuten, die sich seine Kandidatur wünschen. Der 62-jährige Multimillionär muss sich bis zum 26. Oktober entscheiden. Dann läuft die Bewerbungsfrist ab.
Auf einmal gilt auch Mosima Gabriel, genannt Tokyo, Sexwale als möglicher Blatter-Nachfolger. Sexwale war in Südafrika Anti-Apartheid-Kämpfer an der Seite von Nelson Mandela und sass 13 Jahre lang im Hochsicherheitsgefängnis von Robben Island. Später machte er als Politiker und Geschäftsmann Karriere. Franz Beckenbauer gehört zu den Leuten, die sich seine Kandidatur wünschen. Der 62-jährige Multimillionär muss sich bis zum 26. Oktober entscheiden. Dann läuft die Bewerbungsfrist ab.
Keystone
Der jordanische Prinz Ali bin al-Hussein hat wie Platini offiziell seine Bewerbung eingereicht.  Er ist derzeit der einzig unbefleckte Anwärter. Aber im Frühjahr lieferte er gegen Blatter einen derart blutarmen Wahlkampf, dass man nicht sagen kann, er habe das Format für das Präsidentenamt. «Der Prinz, der kein König wird» nannte ihn der «Spiegel». Immerhin hat sich der 39-Jährige stets für eine Offenlegung des Garcia-Untersuchungsberichts zur Vergabe der WM-Turniere an Russland und Katar starkgemacht.
Der jordanische Prinz Ali bin al-Hussein hat wie Platini offiziell seine Bewerbung eingereicht. Er ist derzeit der einzig unbefleckte Anwärter. Aber im Frühjahr lieferte er gegen Blatter einen derart blutarmen Wahlkampf, dass man nicht sagen kann, er habe das Format für das Präsidentenamt. «Der Prinz, der kein König wird» nannte ihn der «Spiegel». Immerhin hat sich der 39-Jährige stets für eine Offenlegung des Garcia-Untersuchungsberichts zur Vergabe der WM-Turniere an Russland und Katar starkgemacht.
Keystone
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Am 26. Februar wird in Zürich ein neuer Fifa-Präsident gekürt. Der Südkoreaner Chung Mong-joon, Michel Platini und Prinz Ali bin al-Hussein hatten in den letzten Wochen offiziell ihre Bewerbung eingereicht. Chung steht seit Donnerstag allerdings schon einmal nicht mehr zur Verfügung; die Ethikkommission der Fifa hat ihn bis 2021 für alle Funktionen im Fussball gesperrt. Bleiben Platini und der Prinz. Auch dem früheren Blatter-Berater Jérôme Champagne werden Ambitionen nachgesagt, den Namen des Südafrikaners Tokyo Sexwale brachte unter anderem Franz Beckenbauer ins Spiel.

Favorit der Wettanbieter ist derzeit Prinz Ali, was von einer gewissen Ratlosigkeit zeugt. Es folgen der moralisch diskreditierte Platini sowie Fifa-Vize und Interimspräsident Issa Hayatou. Der Kameruner trat 2002 an, um Blatter zu stürzen, nicht zuletzt auf Druck führender Uefa-Kräfte. In den folgenden Jahren wurde er gleichwohl zum stillen Verbündeten Blatters. Inzwischen ist Hayatou 69-jährig und gesundheitlich angeschlagen. Für die Arztkosten kam offenbar lange die Fifa auf. Hayatou wird bis heute verdächtigt, seine Stimme für 1,5 Millionen Dollar an Katar verkauft zu haben.

Die Kurzporträts der Präsidentschaftsanwärter finden Sie oben in der Bildstrecke.

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