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Warners «Tsunami» rollte bisher nicht an

Um 14 Uhr wollte der suspendierte Fifa-Funktionär Jack Warner Beweise zum Bestechungsskandal vorlegen. Seine Pressekonferenz hat bisher aber nicht stattgefunden.

Trat nicht wie angekündigt vor die Medien: Jack Warner.
Trat nicht wie angekündigt vor die Medien: Jack Warner.
Reuters

Wie Recherchen vor Ort von Redaktion Tamedia ergaben, fand bisher in keinem der Zürcher Nobelhotels eine Medienkonferenz von Jack Warner statt. Auf Twitter wurde die Meldung verbreitet, dass «Schweizer Behörden» die Medienkonferenz «verboten» hätten. Das Zürcher Bezirksgericht wusste auf Anfrage von Redaktion Tamedia nichts von einer solchen Massnahme, das Obergericht auch nicht.

Warner wollte am Dienstag Beweise für seine Bestechungsvorwürfe vorlegen. Der Funktionär aus Trinidad und Tobago hatte gestern behauptet, mit Dokumenten und Bankauszügen beweisen zu können, dass die vier Fifa-Exekutivmitglieder Issa Hayatou (Kam), Nicolas Leoz (Par), Julio Grondona (Arg) und Rafael Salguero (Guatemala) insgesamt 20 Millionen Dollar für ihre Stimme zugunsten Katars erhalten haben. Ein ehemaliger Fifa-Offizieller sollte diese Namen heute bestätigen.

Blatter will nichts von einer Verschiebung wissen

Hat Warner wirklich diese Beweise, wäre das der Skandal, der den Fussball-Weltverband nur Stunden vor der feierlichen Eröffnung des Kongresses im Hallenstadion tatsächlich in seinen Grundfesten erschüttern würde. Er könnte dafür sorgen, dass die WM 2022 neu vergeben werden müsste.

Am Montagabend wollte Präsident Blatter von solchen Szenarien nichts wissen. Er verteidigte die WM-Vergabe nach Katar. Dass die Nerven bei der Fifa-Spitze nach all diesen Vorwürfen und Anschuldigungen aber blank liegen, erlebten die rund 100 Journalisten, welche am Montag einer Medieneinladung Blatters Folge leisteten. Der Fifa-Präsident brach den Anlass nach rund 30 Minuten abrupt ab und hinterliess viele offene Fragen und vor allem entrüstete Journalisten.

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