Von hohen Zielen, Comebacks und jungen Wilden

Am Samstag beginnt auf den Berner Fussballplätzen die neue Saison der 2. Liga Regional. Dabei gehen die Ansprüche zwischen West (Köniz) und Ost (Interlaken) ziemlich auseinander. Ein Überblick.

Nach dem Jubel folgt die Arbeit: Aufsteiger Wyler wird in der 2. Liga gefordert werden.

Nach dem Jubel folgt die Arbeit: Aufsteiger Wyler wird in der 2. Liga gefordert werden. Bild: Keystone

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Die letzte Saison? Sie darf aus Sicht der zweiten Mannschaft des FC Breitenrain zweifellos als Geknorze bezeichnet werden. In der Winterpause lagen die Stadtberner am Tabellenende, konnten aber mit einer Leistungsstei­gerung in der Rückrunde den Ligaerhalt bewerkstelligen.

Nun herrscht Zuversicht auf dem Spitalacker. Mit der Vorbereitung sei er sehr zufrieden, hält Coach Philipp Eich fest. «Ich hoffe natürlich, dass wir die Situation schaffen können, möglichst bald nichts mehr mit dem Abstieg zu tun zu haben.» Gelingt dies, will sich das Team vom «Spitz» in Richtung Tabellenspitze orientieren. Nach dem Abstieg aus der 2. Liga interregional hat sich beim SC Bümpliz einiges verändert. Ein paar Leistungsträger konnten jedoch gehalten werden, zudem wurde das Team mit Talenten ergänzt. Rolf Rotzetter, welcher bei Bümpliz neu an der Seitenlinie steht, erwartet eine Meisterschaft mit «hungrigen Aufsteigern und ambitionierten zweiten Mannschaften». Er will nun eine Equipe formen, welche die Basis für eine erfolgreiche Zukunft ­bildet. Im ersten Jahr nach der Relegation strebt der SC Bümpliz einen Platz im vorderen Tabellendrittel an.

Die AS Italiana kann einen prominenten Zugang vermelden: Erhan Kavak. Der Berner mit türkischen Wurzeln absolvierte einst 20 Spiele für YB in der Super League, war später auch bei Thun und Biel in der Challenge League engagiert. Italiana-Coach Matteo Galiffa erwartet erneut eine ausgeglichene Liga mit einem offenen Abstiegskampf. Damit jedoch wollen die Italoberner nichts zu tun haben – Galiffa strebt mit seinem Team einen Platz in den Top 5 an.

Der FC Kirchberg macht aus der Not eine Tugend. Weil Stammkeeper Joel Kurt den Klub verlassen hat und drei Routiniers längere Zeit fehlen werden, will Patrick Knuchel einigen jüngeren Spielern eine Chance geben. Im Tor setzt der Coach vorerst auf ein Duo (Florin Schädler und Marcel Schneiter). Knuchels Augenmerk in dieser Saison gilt primär der Integration der jungen Spieler. Gleichwohl streben die Emmentaler einen Platz im gesicherten Tabellenmittelfeld an.

Gleich 14 neue Spieler hat die zweite Mannschaft des FC Köniz engagiert. Prominentester Zuzug ist zweifellos Slaven Savic. Der Stürmer führte zuletzt Muri-Gümligen mit 23 Toren in die 2. Liga interregional. 26 Akteure zählt das Kader der Vorstädter, wobei gemäss Sanin Pintul ein ­reger Austausch mit dem Fanionteam stattfinden soll. «Wir werden in dieser Saison eine Rolle spielen», sagt der Coach. Das Ziel ist klar definiert: der Aufstieg.

Sommerpause ist Ferienzeit. Das macht die Arbeit für die Coachs nicht einfach. Beim FC Ostermundigen jedoch hielten sich die Absenzen in Grenzen. «Die Präsenz der Spieler war hoch. Somit konnte auch intensiv und gut trainiert werden», hält Coach Hugo Versteeg fest. Letzte Saison klassierte sich der FCO auf Rang 5. Versteeg geht wiederum von einer sehr ausgeglichenen Gruppe aus. «Trotzdem erwarten wir mindestens eine Platzierung im vorderen Mittelfeld.»

Beim FC Wabern hat es in der Sommerpause diverse Wechsel gegeben. Nicola Mastroianni, welcher das Traineramt von Rolf Rotzetter übernahm, hält sich deshalb mit einer konkreten Zielvorgabe zurück. Zwar hätten ei­nige interessante Spieler geholt werden können, doch sei sich die Mannschaft wegen der kurzen Vorbereitungszeit erst noch am Formen. Mastroianni sagt: «Matchentscheidend wird sein, wie stark der Zusammenhalt innerhalb des Teams ist und ob es eine Mentalität lebt – Spiel für Spiel das Beste zu leisten und über sich hinauszuwachsen.»

Der Jubel war gross, als der FC Wyler am 10. Juni nach 17 Jahren Unterbruch in die 2. Liga zurückkehrte. Mittlerweile hat sich einiges getan; die Equipe von Johan Berisha wurde punktuell verstärkt, doch beklagt der Coach ­diverse Verletzte. Weil zudem im Sommer viele Spieler weg waren, nicht optimal trainiert werden konnte, rechnet Berisha mit einem schwierigen Saisonstart. «Es wird viele hart umkämpfte Spiele geben», hält der ehemalige YB-Stürmer und U-21-Nationalspieler fest. Der Aufsteiger hat sich zum Ziel gesetzt, sich im Tabellenmittelfeld zu etablieren.

Die Gruppe 1 der 2. Liga wird durch die Oberländer Equipen Dürrenast, Rothorn, Spiez und Interlaken komplettiert. Der FCI ist neben Wyler der zweite Aufsteiger; Michele Moreno, welcher neu für die Equipe verantwortlich ist, strebt den Klassenerhalt an. Selbiges Ziel nennen auch Peter Kobel (Spiez), Stephan Jaussi (Dürrenast) und Toni Secchi (Rothorn). Die drei Coachs haben überdies gemein, dass sie auf die neue Saison hin viele junge Spieler in ihre Teams einbauen. (Berner Zeitung)

Erstellt: 12.08.2017, 10:02 Uhr

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