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Und jeden Tag Gerüchte um Doumbia

Seit Wochen erhalten die Young Boys Angebote für Stürmer Seydou Doumbia. Auch der russische Verein Rubin Kasan ist wie viele andere Vereine am torgefährlichen Ivorer interessiert. YB aber will den 21-Jährigen nicht abgeben.

Die Aufregung war gross, am Donnerstag, als der «Blick» eine Geschichte publizierte, wonach YB ein Angebot des russischen Vereins Rubin Kasan für Seydou Doumbia über rund 15 Millionen Franken erhalten hätte. Dabei ist Rubin Kasan bloss ein weiterer Interessent für Doumbia, mittlerweile sind Gebote aus allen grossen (und reichen) Ligen Europas eingegangen. Und beinahe täglich werden die Offerten verrückter, höher, lukrativer, der Transfermarkt ist völlig überhitzt. Was ja gut zu den Temperaturen passt. Am 31.August erst endet die Transferperiode, wird Doumbia bis dahin nicht verkauft, bleibt er in Bern. Zumindest bis zum nächsten Wechselfenster in der Winterpause. YB-Standpunkt ist klarDer Standpunkt der Young Boys in der Causa Doumbia ist seit langem klar. «Er ist unverkäuflich», sagt Stadion-CEO Stefan Niedermaier, seit die ersten Offerten aus Frankreich und Deutschland im Juli auf seinem Schreibtisch landeten. Und Alain Baumann, der Sportchef, hat schon oft betont: «Mit Doumbia sind unsere Chancen, einen Titel zu holen, höher als ohne Doumbia.» Die unmissverständliche Haltung der Young Boys hindert europäische Spitzenteams natürlich nicht daran, den begehrten Angreifer mit reizvollen Verträgen zu locken. Doumbia aber gefällt es in Bern und bei den Young Boys sehr, sein Kontrakt wurde unlängst bis 2014 verlängert, der Lohn um das Dreifache erhöht. Aber wenn der Torschützenkönig irgendwo drei Millionen Franken und nicht mehr rund 300000 Franken jährlich verdienen kann, könnte der 21-Jährige selbstverständlich ins Grübeln kommen. Das Transfertheater ist an der Super-League-Attraktion jedenfalls nicht spurlos vorbeigegangen. Zumal der Ivorer härter attackiert und provoziert wird – und zuletzt in Luzern die gelb-rote Karte gesehen hat. Kasan: keine VerhandlungOb Seydou Doumbia überhaupt nach Kasan passen würde, darf bezweifelt werden. Es gibt spannendere Destinationen. Der sensible Afrikaner könnte sich in der eher nicht als idyllisch geltenden Republik Tatarstan möglicherweise nicht besonders wohl fühlen – und Doumbia hat bereits ein wenig erfreuliches Abenteuer in Japan hinter sich. Rubin Kasan ist ein aufstrebender und sehr vermögender Verein und wurde zuletzt erstmals Meister. Auch derzeit ist Kasan Leader der russischen Liga. Vor Tagen waren die Young Boys aus Russland informiert worden, eine Delegation aus Kasan werde wegen Doumbia nach Bern kommen. Und obwohl Stefan Niedermaier den Fussballer erneut für unverkäuflich erklärte und von der Reise abriet, tauchten die Russen am Mittwoch doch auf – und wurden vom Stadionchef im Stade-de-Suisse-Büro empfangen. Eigentliche Verhandlungen seien es nicht gewesen, hört man aus YB-Kreisen, Niedermaier habe den Kasan-Vertretern einfach das Gleiche gesagt wie allen Interessenten: Doumbia stehe nicht zum Verkauf bereit, es gebe auch keine Schmerzgrenze für ihn. Gegen Sion gesperrtIrgendwann aber könnte in den nächsten Tagen – aus Kasan oder Manchester, Madrid oder Rom – ein Angebot für Doumbia in einer finanziellen Dimension (20 bis 25 Millionen Franken) eintreffen, das die Young Boys aus wirtschaftlichen Aspekten zum Nachdenken zwingt. Zumal auch andere finanziell potente russische Vereine im Poker um Doumbia kräftig mitbieten. Am Sonntag im Heimspiel gegen Sion kann Doumbia für einmal keine Eigenwerbung betreiben. Der Ligadisziplinarrichter hat gestern die YB-Beschwerde gegen die Spielsperre nach dem Platzverweis Doumbias in Luzern abgewiesen. Aufgrund des unsportlichen Verhaltens nach dem Platzverweis wurde Doumbia zudem eine Busse von 500 Franken auferlegt. So hart der Ausfall die Young Boys trifft – vielleicht ist es eine gute Nachricht für sie, brilliert Doumbia am Sonntag nicht.

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