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So reagiert Guardiola auf die Kritik

Nach dem Halbfinal-Aus in der Champions League gegen Real Madrid hat sich Pep Guardiola am Freitag den Medien gestellt. Der Auftritt des Bayern-Trainers war souverän.

Trotz Rückschlägen: Fussballlehrmeister Pep Guardiola hält an seinem Spielsystem fest.
Trotz Rückschlägen: Fussballlehrmeister Pep Guardiola hält an seinem Spielsystem fest.
Keystone

Die Enttäuschung nach der 0:4-Heimpleite gegen die Königlichen aus Madrid sitzt den Bayern noch tief in den Knochen. Und die Kritik an den prominenten Verlierern, aber auch am Trainer der Münchner, war gross. Pep Guardiola gestand anlässlich der Medienkonferenz am Freitag vor dem Bundesligaspiel gegen den Hamburger SV ein, dass eine so heftige Niederlage wie gegen Real länger im Gedächtnis bleibe. Dennoch werfe ihn das Ausscheiden aus der Champions League nicht um. «Ich bin stark», erklärte der Katalane entschlossen. «Es gibt Niederlagen, die lassen einen zweifeln, aber diese Niederlagen machen einen auch stärker.»

Was den Bundesligaalltag betrifft, so hoffte Guardiola auf eine bestmögliche Reaktion. «Das Spiel gegen den HSV ist wichtig für unser Vertrauen, für unsere Vorbereitung auf das Pokalfinale.»

Der Fussballlehrer hält an seinem Stil fest

Der Trainer der erfolgsverwöhnten Münchner musste auch Fragen zu seiner Taktik und zu seinem Spielsystem mit den Bayern, die in der vergangenen Saison unter Jupp Heynckes das Triple geholt hatten, über sich ergehen lassen. Guardiola antwortete selbstbewusst und verteidigte seinen Spielstil. Die Partie gegen Real Madrid habe ihn nur «noch mehr überzeugt» von seiner Fussballphilosophie. «Wieso haben wir verloren? Weil wir die erste Halbzeit nicht gut gespielt haben. Wir hatten nicht den Ball.» Der Trainer gab zu, Fehler gemacht zu haben. «Wenn man 0:4 verliert, war etwas falsch, was ich entschieden habe. Aber das passiert.» Der Coach machte jedoch klar, weiter mit seinen Ideen spielen zu wollen. «Sonst kann ich hier nicht trainieren – wenn ich etwas sagen müsste, was ich nicht fühle.» Für den 43-Jährigen ist der Ballbesitz das Ein und Alles beim Fussball. «Egal, in welchem Verein der Welt: Die Mannschaft muss mit den Ideen des Trainers spielen. Es gibt keine andere Lösung.»

Nach dem Cupfinal gegen Borussia Dortmund wird Guardiola mit der Vereinsführung die Saison analysieren. «Ich bin zufrieden mit dem aktuellen Kader. Und diese Spieler werden mit meinen Ideen spielen – hundertprozentig.» Mit anderen Worten: Guardiola wirft jetzt nicht alles über den Haufen, er will sein Konzept durchziehen.

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