Schwere Zeit für Drmic, Inler und Dzemaili

Ihre Clubs spielen um die Millionen in der Champions League, doch drei Schweizer Internationale stehen im Abseits.

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Thomas Niggl@tagesanzeiger

Der Einzug in die Champions League garantiert einem Verein im Normalfall über 20 Millionen Franken Einnahmen. In den Hinspielen der Playoffs erreichte die SSC Napoli im Heimspiel gegen Athletic Bilbao nur ein 1:1. Bei den Italienern sass Gökhan Inler, der Captain der Schweizer Nationalmannschaft, nur auf der Ersatzbank. WM-Teilnehmer Blerim Dzemaili gehörte nicht einmal zum Aufgebot des spanischen Trainers Rafael Benitez, weil der ehemalige FCZ-Mittelfeldspieler offenbar mit einem Transfer zu Milan liebäugelt.

Einen bitteren Abend verbrachte auch der Schweizer Nationalspieler Josip Drmic. Während beim 3:2-Sieg von Bayer Leverkusen beim FC Kopenhagen ein neues Sturmduo gefeiert wurde, durfte der Stürmer erst kurz vor Schluss als Joker ins Spiel eingreifen.

Kiessling lobt seinen Sturmpartner

In Leverkusen ist ein neues Traumpaar geboren – in Deutschland überschlagen sich die Schlagzeilen. In der Tat: Stefan Kiessling, den viele Experten an der Weltmeisterschaft in Brasilien gerne im deutschen Aufgebot von Bundestrainer Jogi Löw gesehen hätten, erzielte ein Tor. Sein neuer Partner Hakan Calhanoglu, der für 14,5 Millionen Euro vom Hamburger SV verpflichtet wurde, steuerte zwei Assists zum Sieg bei. Der 20-jährige Calhanoglu, der auch die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt, hat für die Türkei bisher fünf Länderspiele bestritten. Auch Bayern München war an diesem grossen Talent interessiert, bevor es sich für Leverkusen entschied.

«Ich verstehe mich sehr gut mit Hakan. Wir suchen uns gegenseitig auf dem Platz», sagte Kiessling nach dem Spiel in Kopenhagen bei Sky. Und Calhanoglu erklärte: «Wir haben ganz gut gespielt, bis auf die zwei Fehler. Das werden wir im Rückspiel noch besser machen. Kopenhagen hat eine sehr starke Mannschaft.» Leverkusens neues Sturmduo wird durch den Südkoreaner Son ergänzt, der vorwiegend über die Seite stürmt und in Kopenhagen den Siegestreffer erzielte.

Drmic sitzt auch beim Saisonstart in Dortmund auf der Bank

Am kommenden Samstag startet Leverkusen in die neue Bundesligasaison. Und es ist nicht anzunehmen, dass Josip Drmic im Topspiel in Dortmund in der Startelf steht. Das erstaunt, denn in der letzten Spielzeit erzielte der Schweizer für den 1. FC Nürnberg in 33 Bundesligapartien 17 Tore. Er lag in der Torschützenliste hinter Robert Lewandowski, der für Dortmund 20-mal traf, und Bayerns Torjäger Mario Mandzukic (18 Tore) auf dem beachtlichen dritten Rang. Und jetzt droht ihm in Leverkusen auf längere Zeit die Ersatzbank.

langenthalertagblatt.ch/Newsnetz

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