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Schicke Perspektiven in vielen Bereichen

Basel liegt nach dem erneuten Spielausfall schon 14 Punkte hinter den Berner Young Boys.

Der Fehlstart: Mattia Bottani bejubelt sein Tor zur frühen Lugano-Führung.
Der Fehlstart: Mattia Bottani bejubelt sein Tor zur frühen Lugano-Führung.
Keystone
Zweikampf I: Luganos Davide Mariani im Duell mit Djibril Sow.
Zweikampf I: Luganos Davide Mariani im Duell mit Djibril Sow.
Keystone
Einst Teamkollegen, jetzt Gegner: Alexander Gerndt und Thorsten Schick.
Einst Teamkollegen, jetzt Gegner: Alexander Gerndt und Thorsten Schick.
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Es ist gar nicht so einfach für die Young Boys, die Tabelle nach dem 4:2-Sieg in Lugano nicht mit Euphorie zu betrachten. Adi Hütter spricht davon, dass YB die Hausaufgaben erledigt habe. «Es ist nicht einfach, in Lugano zu siegen. Wir haben Basel unter Druck gesetzt», sagt der Trainer der Young Boys. «Und ich sehe, dass wir nun 14 Punkte Vorsprung haben. Der FCB muss seine Nachholspiele zuerst gewinnen.»

Innerhalb von wenigen Wochen sind die Young Boys dem Verfolger ziemlich enteilt. In der Winterpause lag Basel nach einer Aufholjagd kurz vor Weihachten nur noch 2 Zähler hinter YB, nun sind es 14. Wobei der FCB zwei Partien weniger bestritten hat. Am vorletzten Wochenende war sein Spiel in Lausanne wegen unbespielbaren Terrains verschoben worden. Und am Samstag musste das Heimspiel gegen Zürich wegen Stromausfall im St.-Jakob-Park abgesagt werden.

Kaum Forfait-Niederlage

Auf den ersten Blick sind die ausgefallenen Partien Basels ein Segen für die Young Boys, weil sie sich weiter vom Konkurrenten abgesetzt haben. Hingegen hätte auf den angeschlagenen FCB in Lausanne auf tiefem Boden eine sehr schwierige Aufgabe gewartet. Wie auch am Samstag gegen den euphorisierten Cupfinalisten Zürich – kurz nach der Niederlage im Cuphalbfinal in Bern. «Es ist nicht meine Aufgabe, über den FC Basel zu sprechen», sagt Adi Hütter. «Wir wollen im nächsten Spiel zu Hause gegen GC nachlegen.»

Wenn dem FCB nachgewiesen werden kann, für den Strom­ausfall am Samstag im St.-Jakob-Park verantwortlich zu sein, droht dem Meister eine Forfaitniederlage. «Das interessiert mich nicht», sagt Hütter, «weil ich es nicht beeinflussen kann.» Es würde ohnehin überraschen, sollte die Liga in den Titelkampf mit einer derart drastischen Strafe eingreifen. Auch YB-Captain Steve von Bergen meint, die Young Boys seien gut beraten, den Fokus auf die eigenen Spiele zu richten. «Wir haben alles in den eigenen Füssen. Das ist auch psychologisch ein Vorteil.»

Die Joker treffen

Der Vorsprung auf Basel ist also riesig. Aber trügerisch. Wäre Lugano in der zweiten Halbzeit der Ausgleich gelungen, würde YB 6 Verlustpunkte vor dem FCB liegen. Und 6 Zähler liessen sich bereits in den beiden Direktduellen im Frühling aufholen. «Die Saison dauert noch lange», sagt von Bergen. «Keiner von uns hebt ab. Und es ist schön, stellen auch die Spieler, die nicht so oft zum Einsatz kommen, ihren Wert unter Beweis.»

Reservisten wie Thorsten Schick und Leonardo Bertone, die in Lugano in der Schlussphase nach ihrer Einwechslung ein Tor erzielten. Schick hatte seinen bislang einzigen Saisontreffer übrigens in der Vorrunde in Lugano beim 2:1-Sieg von YB erzielt – als Joker kurz vor Spielende. Jean-Pierre Nsame wiederum, in den letzten Wochen bestenfalls Joker, vertrat den geschonten Guillaume Hoarau am Sonntag ausgezeichnet – und schoss sein 10. Saisontor.

Nsame hat zusammen mit den Teamkollegen Roger Assalé und Miralem Sulejmani am meisten Tore in der Super League erzielt. Topfavorit auf den Titel des Torschützenkönigs ist aber ein anderer YB-Akteur. Der in der Vorrunde länger verletzt gewesene Hoarau steht nach seiner Torserie in den letzten Wochen bereits bei sieben Treffern.

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