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Paraden und Patzer: Bürkis verrückter Abend

Im Spitzenkampf gegen Leipzig (3:3) steht der Schweizer im Mittelpunkt. Und sorgt nach dem Spiel für einen Schmunzler.

«Ich bin halt kein Spieler.» Roman Bürki köpfelt den Ball unkonventionell zur Seite, Leipzigs Timo Werner profitiert. (Video: FoxDeportes/Twitter)

Da war die erste Halbzeit. Ein Top-Reflex, ein zweiter gleich danach. Und da war die zweite Halbzeit. Ein Patzer, ein unmotivierter Ausflug. Ein Bock der Marke «Bürki», werden Kritiker wieder sagen.

Roman Bürki erlebte am Dienstagabend mit Borussia Dortmund im Spitzenspiel gegen Leipzig eine Partie wie ein Spiegelbild seiner Zeit im Tor des BVB. Dortmund startete gegen den Leader ausgesprochen stark, schnell, gefährlich. Und Bürki war dahinter der sichere Rückhalt. Er parierte erste gegen Poulsen, wenig später gegen Werner, hielt selbst kurz nach der Pause noch einen tückischen Kopfballaufsetzer von Klostermann.

Doch mit dem in der zweiten Halbzeit einsetzenden Regen ging es auch mit der Konzentration des 29-jährigen Berners etwas bachab. In der 47. Minute verliess er mit hohem Risiko sein Tor, köpfelte den Ball nur ungenügend zur Seite. Leipzigs Werner profitierte und traf zum Anschluss. Und nur wenige Minuten später lancierte Dortmunds Brandt – auch er in der ersten Halbzeit mit etlichen Glanzlichtern – mit einem fürchterlichen Fehlpass den flinken Stürmer erneut. Schon stand es 2:2.

Bürkis Analyse nach dem Spiel fiel so selbstbewusst wie selbstkritisch aus. «Ich wollte den Ball dort weiter zur Seite köpfeln. Aber ich bin halt kein Spieler.» Und weiter: «Das kommt halt auch mal vor. Ich hatte heute genügend Saves.»

Der Schmunzler nach dem Spiel

Und im Interview noch auf dem Platz unterlief Bürki auch ein verbaler Schnitzer – nicht ohne Augenzwinkern. Er sprach konsequent von «Red Bull Leipzig», der Reporter korrigierte ihn auf «Rasenballsport», worüber Bürki dann doch schmunzeln musste.

Noch vergangene Woche durfte sich der BVB vor allem bei ihm bedanken, dass der Einzug in die Achtelfinals der Champions League knapp vor Inter doch noch geschafft wurde. Bürki zeigte gegen Slavia Prag drei, vier Top-Paraden und war beim 2:1-Sieg Mann des Spiels.

Beim kritischen Dortmunder Publikum ist Bürki in dieser Saison wieder beliebter. Das war schon anders, vor zwei Jahren forderte es nach einer Serie von unglücklichen Spielen mehr Konkurrenz für den Schweizer. Seinen letzten grösseren Patzer hatte Bürki im Mai, als er beim 2:2 gegen Bremen danebenlangte und so das Titelrennen gegen die Bayern vorzeitig mit entschied.

In dieser Saison machte Bürki bislang mehr mit Paraden als mit Patzer auf sich aufmerksam. Und nicht wie am Dienstagabend mit beidem.

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