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Nati ohne Glanz zum Pflichtsieg

Beim 1:0-Heimsieg in der WM-Qualifikation gegen Lettland tun sich die Schweizer Nationalspieler schwer. Joker Josip Drmic erlöst die oft planlos anstürmenden Gastgeber in Genf kurz nach seiner Einwechslung. Die Noten.

Matchwinner: Josip Drmic erlöst mit seinem Tor in der 68. Minute die Schweiz.
Matchwinner: Josip Drmic erlöst mit seinem Tor in der 68. Minute die Schweiz.
Cyril Zingaro, Keystone
Super-Joker Drmic: Zwei Minuten nach seiner Einwechslung köpft der Stürmer die Schweiz zum Sieg.
Super-Joker Drmic: Zwei Minuten nach seiner Einwechslung köpft der Stürmer die Schweiz zum Sieg.
Laurent Gillieron, Keystone
Andris Vanins pariert stark: Der FCZ-Keeper hält seine Mannschaft mehrmals mit spektakulären Paraden im Spiel.
Andris Vanins pariert stark: Der FCZ-Keeper hält seine Mannschaft mehrmals mit spektakulären Paraden im Spiel.
Fabrice Coffrini, AFP
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Yann Sommer: Note 4

Selten in seiner Profikarriere mit derart wenig Arbeit. Aber oft am Spielaufbau beteiligt, überbrückte seine Langeweile mit einigen gewagten Aktionen. Zweimal mit fussballerischen Schwächen.

Stephan Lichtsteiner: Note 4

Solid wie fast immer. Schaltete sich sehr wenig in die Offensive ein. Die Flanken gerieten, wie Flanken von Lichtsteiner im Nationalteam oft geraten: mittelmässig.

Fabian Schär: Note 4,5

Der beste Schweizer Defensivspieler. Aufmerksam, zweikampfstark, kluge Pässe.

Johan Djourou: Note 4

Ebenfalls wenig gefordert. In der Vorwärtsbewegung deutlich unauffälliger als Schär. Und wenn die Letten halbgefährlich wurden, sah der Innenverteidiger nicht gut aus. Zudem mit Abspielfehlern. Gegen Ende verteidigte er besser.

François Moubandje: Note 4

Ersetzte den verletzten Ricardo Rodriguez als Linksverteidiger. Der in der Deutschschweiz eher unbekannte Spieler von Toulouse agierte beherzt, rannte an der Linie auf und ab, seine Hereingaben jedoch hoben sich nur unwesentlich von jenen Lichtsteiners ab. In der Startphase mit einem schönen Weitschuss. Aber auch mit mehreren wilden Aktionen.

Gelson Fernandes: Note 3,5

Die Dienste des giftigen Balleroberers waren gegen das spielerisch bedenklich schwache Lettland nicht gross gefordert, weil es kaum giftig Bälle zu erobern gab. Und mit dem Ball am Fuss offenbarte Gelson Fernandes seine Limiten. Einmal schoss er aus 18 Metern derart unpräzis, dass ein Einwurf für Lettland resultierte.

Granit Xhaka: Note 4

Der Ballverteiler verteilte die Bälle oft smart. Allerdings mehrmals mit für seine Klasse unerwarteten Fehlzuspielen.

Xherdan Shaqiri: Note 5

In seinem 60. Länderspiel der wirbligste Schweizer. Wenn er in die Mitte zog, besass er meistens eine gute Idee, leitete einige Angriffe stark ein. Nach der Pause hätte er bei seiner Grosschance aus wenigen Metern das 1:0 erzielen müssen – er scheiterte an Torhüter Andris Vanins.

Blerim Dzemaili: Note 3,5

In zentraler offensiver Rolle im 4-2- 3-1-System ohne viel Einfluss, das Spiel lief an ihm vorbei. Und wenn er mal in vielversprechender Lage am Ball war, setzte sich der eigentlich formstarke Bologna-Spieler nicht durch.

Admir Mehmedi: Note 4,5

Auch ihm gelang lange Zeit nicht viel, doch der Flügelspieler war ein Aktivposten auf der linken Seite. Und bereitete das 1:0 mit einer feinen Flanke vor.

Haris Seferovic: Note 4

War im Sturm gegen die rustikalen lettischen Verteidiger auf sich alleine gestellt. Und manchmal nicht besonders gedankenschnell. Aber Seferovic rackerte und lief viel.

Josip Drmic: Note 4,5

65. Minute für Gelson Fernandes. Der Joker schlug zu – und wie. Bereits nach rund einer Minute erzielte der Angreifer mit seinem ersten Ballkontakt per Kopf das 1:0-Siegtor. Später mit einigen Fehlern, gerade bei Kontermöglichkeiten.

Steven Zuber: ohne Note

78. Minute für Shaqiri. Fügte sich gut ein, flotte Dribblings.

Remo Freuler: ohne Note

84. Minute für Seferovic. Half bei seinem Länderspieldebüt mit, den Vorsprung über die Zeit zu bringen.

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