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Lugano rettet sich, Zürich steigt ab

Erstmals seit 28 Jahren steigt der stolze FC Zürich ab. Der 3:1-Sieg gegen Vaduz bleibt nutzlos, weil Konkurrent Lugano ebenfalls gewinnt.

Der FC Zürich steigt tatsächlich in die Challenge League ab.
Der FC Zürich steigt tatsächlich in die Challenge League ab.
Keystone

Der FC Zürich gewann seine letzte Partie gegen Vaduz 3:1. Den Abstieg konnte der Meister von 2006, 2007 und 2009 dennoch nicht mehr abwenden. Das Aufbäumen kam zu spät, viel zu spät.

Canepas Fehler

Um 22.16 Uhr war am Mittwoch Tatsache, was sich in den letzten Wochen immer stärker abgezeichnet hatte. Der FCZ steigt zum ersten Mal nach 28 Jahren ab – nach einer völlig verkorksten Saison mit viel Unvermögen auf allen Ebenen und vor allem bei Ancillo Canepa. Der Präsident tritt als Alleinherrscher auf, fällte viele Fehlentscheidungen und steht stark in der Kritik. Auf der Tribüne vergoss FCZ-Legende Köbi Kuhn bittere Tränen, in der Südkurve ertönte ein gellendes Pfeifkonzert, es kam sogar zu einem Platzsturm frustrierter Fans.

Die letzte Runde brachte die erhoffte Rettung nicht mehr. Die Zürcher bezwangen Vaduz zwar. Aber Lugano, der letzte verbliebene Kontrahent im Abstiegskampf, fuhr gegen St. Gallen die benötigten Punkte ein. Der vorerst letzte Auftritt des FCZ in der Super League war sinnbildlich für die Situation, in der sich der Klub befand. Er stemmte sich erst gegen das drohende Verdikt, als es zu spät war. Am Anfang stand gegen ein harmloses Vaduz eine emotions- und torlose erste Halbzeit.

Als die Zürcher den Ernst der Lage endlich begriffen zu haben schienen, mischte sich Unvermögen in ihre Aktionen, sie vergaben viele Torchancen. Zwar erledigten die Zürcher dank einem Doppelschlag durch Ivan Kecojevic und Oliver Buff (67./69.) und dem 3:1 durch Philippe Koch (76.) ihre Hausaufgaben an diesem letzten Spieltag doch noch, nachdem sie in Rückstand geraten waren.

Auch Uli Forte gelang also die Rettung des FCZ nicht mehr. «Das tut sehr weh», sagte Forte, «es ist schmerzhaft, steigt ein Klub wie Zürich ab. Aber wir müssen sofort aufstehen.» Forte signalisierte, möglicherweise auch in der Challenge League als FCZ-Trainer zur Verfügung zu stehen. Das dürfte aber vom Resultat des Cupfinals gegen Lugano am Sonntag abhängen. Forte, dem Nachfolger des (zu) spät entlassenen Sami Hyypiä blieb zu wenig Zeit, um dem völlig verunsicherten Team schon in seinem ersten von drei Spielen die nötigen Impulse zu geben. Damals verlor Zürich in St. Gallen deutlich.

Luzern und GC im Europacup

Luzern sicherte sich derweil Rang 3 in extremis dank eines Tores von Marco Schneuwly gegen Sion in der Nachspielzeit zum 2:2. Sion hätte auch ein Sieg nichts mehr gebracht, weil GC überraschend bei Meister Basel 1:0 siegte – und damit Vierter wird. Die in der Rückrunde schwachen Grasshoppers starten im Sommer eine Runde früher als Luzern in der Europa-League-Qualifikation.

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