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Ljungberg möchte Arsenals Zukunft werden

Vor seinem ersten Heimspiel als Interimstrainer von Arsenal holt sich Freddie Ljungberg Rat beim langjährigen Coach Arsène Wenger.

Vera Ambühl
Der 42-jährige Schwede Freddie Ljungberg ist seit der Entlassung von Unai Emery Interimstrainer bei Arsenal. Nach einer erfolgreichen Spielerkarriere arbeitete er als Jugendtrainer bei den Gunners. 2017 war er sechs Monate als Co-Trainer bei Wolfsburg tätig gewesen, bevor er wieder zu den Gunners zurückkehrte.
Der 42-jährige Schwede Freddie Ljungberg ist seit der Entlassung von Unai Emery Interimstrainer bei Arsenal. Nach einer erfolgreichen Spielerkarriere arbeitete er als Jugendtrainer bei den Gunners. 2017 war er sechs Monate als Co-Trainer bei Wolfsburg tätig gewesen, bevor er wieder zu den Gunners zurückkehrte.
Stuart MacFarlane/Getty Images
Für den Basler Granit Xhaka bedeutet der Trainerwechsel eine neue Chance, seine Karriere bei den Londonern noch zu retten. Letztes Wochenende stand er in Norwich in der Startaufstellung.
Für den Basler Granit Xhaka bedeutet der Trainerwechsel eine neue Chance, seine Karriere bei den Londonern noch zu retten. Letztes Wochenende stand er in Norwich in der Startaufstellung.
David Price/Getty Images
Zehn Jahre lang spielte Freddie Ljungberg unter Arsène Wenger. In dieser Zeit gewannen die beiden mit Arsenal zweimal die Meisterschaft und dreimal den FA Cup. Nun holt sich der Schwede Rat bei Wenger.
Zehn Jahre lang spielte Freddie Ljungberg unter Arsène Wenger. In dieser Zeit gewannen die beiden mit Arsenal zweimal die Meisterschaft und dreimal den FA Cup. Nun holt sich der Schwede Rat bei Wenger.
Stuart MacFarlane/Getty Images
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Vorwärts soll es gehen. Bei Arsenal weht dank Freddie Ljungberg ein frischer Wind an der Seitenlinie. Der Schwede hat die Mannschaft als Interimstrainer übernommen, nachdem Unai Emery letzten Freitag entlassen worden war und stellte in seinem ersten Interview klar: «Ich mag unterhaltsamen Fussball.» Obwohl sein Einstand mit dem 2:2 bei Aufsteiger Norwich nicht wunschgemäss gelang, wirkte Ljungberg nach dem Spiel positiv und voller Tatendrang. «In der Offensive haben wir gut gespielt», sagte er nach der Partie.

Unter Interimscoach Freddie Ljungberg erhält Granit Xhaka bei Arsenal eine neue Chance. Gegen Norwich spielte er von Beginn weg, hier im Zweikampf mit Kenny McLean.
Unter Interimscoach Freddie Ljungberg erhält Granit Xhaka bei Arsenal eine neue Chance. Gegen Norwich spielte er von Beginn weg, hier im Zweikampf mit Kenny McLean.
Harriet Lander/Getty Images
Ljungberg stand bei Arsenal erstmals an der Seitenlinie. Zufrieden konnte er mit der Premiere nicht sein, das zeigte seine frustrierte Reaktion nach dem Schlusspfiff.
Ljungberg stand bei Arsenal erstmals an der Seitenlinie. Zufrieden konnte er mit der Premiere nicht sein, das zeigte seine frustrierte Reaktion nach dem Schlusspfiff.
Steven Paston/Getty Images
Wolverhampton und Sheffield United trennten sich ebenfalls Unentschieden. Matt Doherty (im Bild) und Lys Mousset erzielten beim 1:1 die Tore. Doherty widmete sein Tor der am Freitag verstorbenen zweijährigen Tochter seines ehemaligen Teamkollegen Benik Afobe.
Wolverhampton und Sheffield United trennten sich ebenfalls Unentschieden. Matt Doherty (im Bild) und Lys Mousset erzielten beim 1:1 die Tore. Doherty widmete sein Tor der am Freitag verstorbenen zweijährigen Tochter seines ehemaligen Teamkollegen Benik Afobe.
Sam Bagnall
Manchester United (im Bild Harry Maguire beim Kopfball) konnte gegen Aufsteiger Aston Villa zuhause nicht gewinnen. Nach 14 Spielen steht der Rekordmeister mit 18 Punkten da – die schlechteste Ausbeute seit der Saison 1988/89.
Manchester United (im Bild Harry Maguire beim Kopfball) konnte gegen Aufsteiger Aston Villa zuhause nicht gewinnen. Nach 14 Spielen steht der Rekordmeister mit 18 Punkten da – die schlechteste Ausbeute seit der Saison 1988/89.
Stu Forster/Getty Images
Villas Captain Jack Grealish brachte den Aussenseiter mit einem wunderschönen Schlenzer in die hohe Torecke in Führung. Der 24-Jährige ist mit bisher sieben Skorerpunkten der torgefährlichste englische Mittelfeldspieler der Liga.
Villas Captain Jack Grealish brachte den Aussenseiter mit einem wunderschönen Schlenzer in die hohe Torecke in Führung. Der 24-Jährige ist mit bisher sieben Skorerpunkten der torgefährlichste englische Mittelfeldspieler der Liga.
Dan Mullan/Getty Images
Die Freude bei United nach Victor Lindelöfs Führungstreffer zum 2:1 währte nur kurz. Nur 112 Sekunden später glich Tyrone Mings bereits wieder aus.
Die Freude bei United nach Victor Lindelöfs Führungstreffer zum 2:1 währte nur kurz. Nur 112 Sekunden später glich Tyrone Mings bereits wieder aus.
Martin Rickett/Getty Images
Vom Schiedsrichter wegen einer angeblichen Abseits-Position nicht gegeben, vom Video-Schiedsrichter dann doch anerkannt: Kelechi Iheanachos Siegtor in der Nachspielzeit gegen Everton sorgte für wilde Jubelszenen in Leicester.
Vom Schiedsrichter wegen einer angeblichen Abseits-Position nicht gegeben, vom Video-Schiedsrichter dann doch anerkannt: Kelechi Iheanachos Siegtor in der Nachspielzeit gegen Everton sorgte für wilde Jubelszenen in Leicester.
Nigel French/Getty Images
Bei Everton ist die Enttäuschung grenzenlos. Nach vierzehn Spielen steht der Club aus Liverpool auf Rang 17, nur zwei Punkte von einem Abstiegsplatz entfernt. In den nächsten vier Ligaspielen trifft Everton auf Liverpool, Chelsea, Manchester United und Arsenal.
Bei Everton ist die Enttäuschung grenzenlos. Nach vierzehn Spielen steht der Club aus Liverpool auf Rang 17, nur zwei Punkte von einem Abstiegsplatz entfernt. In den nächsten vier Ligaspielen trifft Everton auf Liverpool, Chelsea, Manchester United und Arsenal.
Marc Atkins/Getty Images
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Mittlerweile ist aber klar, dass unter dem 42-Jährigen, der bereits Teil von Emerys Trainerstab war, bei Arsenal nicht alles neu werden wird. Er hat angekündigt, vor seinem ersten Heimspiel am Donnerstagabend bei jemandem Rat zu suchen, der bei Arsenal eine sehr lange Vergangenheit hat: Arsène Wenger.

«Ich möchte sehr gerne mit ihm sprechen», sagt Ljungberg. «Er war 22 Jahre lang Trainer hier und hat deshalb sehr viel Erfahrung. Wahrscheinlich gibt es einige Dinge, die er wichtig findet und mit mir teilen kann. Er kann mich so zu einem besseren Trainer machen.»

Auch von Eriksson holt er sich Tipps

Ljungberg und Wenger verbindet viel. Der Franzose verpflichtete den Mittelfeldspieler 1998 als 21-Jährigen vom südschwedischen Club Halmstad für 3 Millionen Pfund. Ljungberg blieb den Gunners zehn Jahre lang treu, absolvierte 216 Spiele unter Wenger und wurde zu einer Clublegende. Nach seiner Karriere als Spieler, während Wenger immer noch Arsenal-Trainer war, coachte er Juniorenteams der Gunners.

Wenger reagierte umgehend auf Ljungbergs Aussagen und sagte gegenüber Sky Sports: «Ich freue mich immer, meinem ehemaligen Club und ehemaligen Spielern von mir zu helfen. Wenn er dieses Bedürfnis hat, stehe ich natürlich zur Verfügung.» Der 70-Jährige führte aus: «Mein Herz ist immer noch bei diesem Verein und ich möchte, dass er Erfolg hat. Freddie ist unglaublich engagiert, er wollte diesen Job seit langem. Jetzt hat er die Chance.» Wengers Antwort endete mit einem Appell an die Arsenal-Fans: «Lassen wir ihn seine Ideen implementieren und unterstützen ihn.»

Auch von Landsmann Sven-Göran Eriksson möchte sich der junge Trainer Rat holen. «Sven ist intelligent. Ich sprach häufig mit ihm, als er Englands Nationaltrainer war, weil er sich viele unserer Spiele anschaute.» Er habe sich auch Trainingsmethoden von Eriksson abgeschaut: «Ich habe einige seiner Ideen ein wenig geklaut. Er ist ein grossartiger Trainer.»

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Kann Ljungberg Arsenal in die Zukunft führen?

«Von nun an soll es vorwärts gehen», sagt Ljungberg. Für ihn, der bei Arsenal sowohl Vergangenheit wie auch Gegenwart verkörpert, wird entscheidend sein, wie er diese zwei Rollen ausbalanciert. Ljungberg wird sich davor hüten, zu stark auf Arsenals erfolgreiche Vergangenheit mit ihm als Spieler hinzuweisen und von seinem Status als Clublegende zu zehren, wie dies Ole Gunnar Solskjaer bei Manchester United tut. Viel mehr möchte er sich durch seinen jetzigen Job als Interimstrainer dafür empfehlen, auch das Gesicht der Zukunft von Arsenal zu sein: als Cheftrainer. Das Heimspiel gegen Brighton am Donnerstagabend bietet die erste Möglichkeit dazu.

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