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Köniz ist diesmal kein Riesentöter

Der FC Köniz hat eine weitere Überraschung im Schweizer Cup verpasst. Die Berner ­Vorstädter verloren gegen den FC Sion 0:3

Starker Auftritt: Sions Pajtim Kasami setzte Akzente.
Starker Auftritt: Sions Pajtim Kasami setzte Akzente.
Peter Klaunzer (Keystone)

«Riesentöter FCK» prangte auf einem Doppelhalterplakat, das ein Könizer Zuschauer während des gesamten Spiels in die Höhe hielt. Immerhin ist es den Berner Vorstädtern sowohl 2015 (GC) als auch 2016 (Lausanne) gelungen, einen Superligisten aus dem Cup zu eliminieren. Warum also auch nicht in diesem Jahr gegen den FC Sion einen Coup landen?

Ernsthafte Walliser

Nun, die Geschichte des siebten Cup-Vergleichs des FC Köniz in den letzten sechs Jahren mit einem Vertreter aus der höchsten Schweizer Liga ist relativ schnell erzählt. Die Sittener, dreizehnfache Sieger der Cuptrophäe, nahmen die Könizer viel zu ernst, als dass eine Überraschung im Bereich des Möglichen gewesen wäre.

Allein die Startaufstellung der Gäste zeigte auf, dass der Stadtberner Coach des FC Sion, Maurizio Jacobacci, überhaupt keine Lust auf eine unliebsame Überraschung gegen einen Vertreter aus der Promotion League hatte. Fast sämtliche Titulare, die in den ersten vier Meisterschaftsrunden zu Einsätzen kamen, liefen auch im Liebefeld-Stadion auf. Sie hatten das Geschehen vor 1850 Zuschauern fast zu jedem Zeitpunkt des Spiels im Griff.

Insbesondere Ex-Nationalspieler Pajtim Kasami, U-17-Weltmeister von 2009, zog bei den Wallisern gekonnt die Fäden. Ob durch das Zentrum oder über das rechte Couloir, der 26-Jährige wirkte frisch, war omnipräsent, fungierte als Schaltzentrale und erster Torschütze in Personalunion.

Starker Kasami

Klasse, wie er ein weites Zuspiel nach einer Viertelstunde im vollen Lauf verarbeitete und mit etwas Glück Köniz-Goalie Christian Leite zur 1:0-Führung für die Walliser bezwang. Die Könizer hielten die Begegnung in der Folge zwar ziemlich lange offen, in Verlegenheit konnten sie die Walliser aber eigentlich kaum bringen – einzig bei Standardsituationen entstand so etwas wie Torgefahr vor dem Sittener Kasten.

Trotzdem dauerte es bis zur 67. Minute, ehe die endgültige Entscheidung für den FC Sion fiel – bei dem der ehemalige Barcelona-Spieler Alex Song aus Kamerun debütierte, dabei in seinen Aktionen viel Ruhe ausstrahlte, jedoch auch keine allzu grossen Stricke zerriss.

Moussa Kalilou Djitté veredelte einen schnell vorgetragenen Konter zum 2:0, in der Nachspielzeit kamen die Walliser im Anschluss an einen Corner sogar noch etwas glücklich zum 3:0. «Der FC Köniz hielt gut dagegen. Am Ende konnten wir uns dank der guten Arbeit aller Spieler aber verdient durchsetzen», sagte Sion-Trainer Jacobacci nach dem ungefährdeten Erfolg.

Für die Könizer geht die Welt trotz der Niederlage sicher nicht unter. Sie haben ihre Haut so teuer wie möglich verkauft. Nicht immer ist es möglich, einen Riesen im Cup zu Fall zu bringen.

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