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Kein guter Ruf

Der eine kommt aus Kamerun und ersetzt interimistisch Sepp Blatter bei der Fifa, der andere ist aus Spanien und vertritt bei der Uefa den suspendierten Michel Platini. Sie stehen für das Dilemma der beiden mächtigen Institutionen, in der Not auf zwei Funktionäre von zweifelhaftem Ruf bauen zu müssen.

Hayatou wurde 1988 Präsident der CAF, der Konföderation Afrikas, seither sitzt er unangefochten an seinem Platz. 2002 trat er zwar an, um Blatter zu stürzen, aber er war chancenlos. Danach wurde er zum Verbündeten Blatters. Er half ihm, die afrikanischen Stimmen zu sichern. Zum Dank half Blatter ihm, das CAF-Präsidium zu behalten.

Inzwischen ist Hayatou 69-jährig und gesundheitlich angeschlagen. Sein Name tauchte auch da auf, wo es um umstrittene Zahlungen ging. Allen voran ist da der Verdacht, dass er bei der Vergabe der WM 2022 seine Stimme für 1,5 Millionen Dollar an Katar verkaufte.

Villar Llona machte sich in den 70er-Jahren einen Namen als Mittelfeldspieler bei Athletic Bilbao, der 22-mal für Spanien auflief. 1988, mit 38, wurde er Präsident des spanischen Verbandes, 1992 kam er in die Exekutive der Uefa, 1998 in jene der Fifa, und all diese Ämter hält er heute noch. Der 65-jährige Baske leitete auch die Bewerbung von Spanien/Portugal für die WM 2018. Ihm wurde dabei vorgeworfen, zusammen mit Katar unlautere Absprachen getroffen zu haben. Bei den Untersuchungen, wie die Turniere von 2018 und 2022 vergeben wurden, verweigerte er die Zusammenarbeit mit der Ethikkommission. Dem Vernehmen nach ermittelt sie deshalb gegen ihn. (ths.)

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