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Junge Young Boys haben ausgeträumt

Das U-21-Team von YB ist in den Aufstiegsspielen zur Promotion League mit einer 0:4-Niederlage gegen Red Star Zürich trotz guter Ausgangslage ge­scheitert.

Gestrauchelt: Robin Golliard (links) und YB II.
Gestrauchelt: Robin Golliard (links) und YB II.
Marcel Bieri

Irgendwann wissen die YB-Junioren kaum mehr, wie ihnen geschieht. Red Star Zürich agiert gradlinig, clever und erzielt nach einem Konter das 0:3. YB II braucht jetzt zwei Tore, um in den Aufstiegsspielen zur Promotion League im Rennen zu bleiben, hat dafür zwanzig Minuten Zeit. Die Equipe Joël Magnins versucht nochmals zurückzukommen, rennt an, vergeblich. Der Aufstieg in die Promotion League bleibt Wunschdenken, am Ende steht es gar 0:4 – ein brutales Verdikt.

Die Vorzeichen waren aus gelb-schwarzer Sicht positiv gewesen. Die Young Boys gewannen das Hinspiel in Zürich 4:3, der Gegner benötigte auf dem Kunst­rasen des Stade de Suisse mindestens zwei Tore. Das Heimteam liess in der Startphase den Ball laufen, zeigte immer wieder sehenswerte Direktpasskombinationen und kam zu guten Chancen. Kreshnik Hajrizi traf mit seinem Versuch nach einer Viertelstunde die Lattenunterkante. Der Sektor C im Stadion war ansehnlich gefüllt, immer wieder schallten «Hopp YB»-Rufe durch das Stadion. Sie halfen nichts.

Eine halbe Stunde war um, als der Zürcher Florian Steiger zum Freistoss aus zentraler Position, etwa 25 Meter vor dem Tor, anlief. Der Ball war nicht ideal getreten, Goalie Dario Marzino liess ihn dennoch passieren. Das Gegentor schien die Berner aus dem Tritt zu bringen. Die Fehlpassquote stieg markant, die Geduld liess nach. Felix Mambimbi war in den letzten Wochen zu Hochform aufgelaufen. Am Samstag verdribbelte er sich Mal für Mal. Stürmer Yann Kasai gelang ebenfalls wenig. Und auch Rechts­verteidiger Léo Seydoux baute stetig ab.

Magnins U-21-Auswahl fehlte es selbstredend an Routine. «Ohne erfahrene Spieler sind solche Aufgaben kompliziert», sagt der Trainer. In Situationen, in denen ein Polster zu verwalten ist, gewinnt die mentale Kom­ponente an Gewicht. Da waren die Young Boys im Nachteil.

Schon die Schlussphase am Mittwoch war suboptimal ver­laufen. YB II führte nach achtzig Minuten 4:1, als Abwehrchef Jan Kronig die Rote Karte gezeigt wurde. Die Zürcher riskierten alles und erzielten noch zwei Tore. «Schon da haben wir gesehen, wie viel Charakter im Team von Red Star steckt», hält Magnin fest. Der Trainer legt grossen Wert darauf, die Saison nicht an der missratenen Aufstiegsrunde zu messen. Vielmehr wolle er den Spielern vermitteln, stolz zu sein auf die hervorragende Rückrunde und die neun Siege in Serie.

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