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Jordan Lefort: Eben noch gegen Mbappé, jetzt bei YB

Der Meister verpflichtet leihweise bis Saisonende den französischen Innenverteidiger Jordan Lefort. Ausserdem stehen die Young Boys vor der Verpflichtung des Stürmers Meschack Elia.

Duellierte sich mit der Prominenz des Weltfussballs: Der neue YB-Verteidiger Jordan Lefort (rechts) unterlag mit Amiens Ende Dezember Paris und Kylian Mbappé 1:4.Foto: Getty Images
Duellierte sich mit der Prominenz des Weltfussballs: Der neue YB-Verteidiger Jordan Lefort (rechts) unterlag mit Amiens Ende Dezember Paris und Kylian Mbappé 1:4.Foto: Getty Images
PD

Der letzte Arbeitstag 2019 war für Jordan Lefort vielleicht der schwierigste. Mit Amiens gastierte der Innenverteidiger im Prinzenpark von Paris und sah sich Königen des Weltfussballs gegenüber: Die Stürmer der Hauptstädter Kylian Mbappé, Neymar und Mauro Icardi bringen es gemeinsam auf 38 Ligatore und einen Marktwert von 435 Millionen Euro. Sie erzielten an jenem Samstagabend für Saint-Germain die Tore eins bis vier. Amiens unterlag 1:4.

Es war zwar nicht der letzte Arbeitstag von Lefort im Trikot der Nordfranzosen, er spielte Mitte Januar in der Ligue 1 gegen Montpellier, zuletzt aber war er aussen vor. Am Wochenende gegen Toulouse stand der 26-Jährige nicht einmal mehr im Kader. Sein Wechsel zu den Young Boys zeichnete sich seit Tagen ab.

YB-Sportchef Christoph Spycher äussert sich zum Transfer von Jordan Lefort und zum Interesse an Meschack Elia. Video: Youtube/BSC Young Boys

Am Dienstagnachmittag wird der Transfer offizialisiert. Lefort unterschreibt einen Leihvertrag bis Saisonende – mit einer Option auf die definitive Übernahme im Sommer für drei Jahre.

Diese soll gemäss der französischen Sportzeitung «L’Équipe» für eine Million Euro gezogen werden können. Statt gegen Mbappé, Neymar und Icardi wird Lefort künftig gegen Boris Babic, Blaz Kramer und Simone Rapp spielen. Aber auch um Titel statt gegen den Abstieg.

Mit Sörensen begann Suche

Mit Lefort entspannt sich die Lage im Abwehrzentrum. Frederik Sörensen, bis im Sommer von Köln ausgeliehen, wird nach einem Eingriff am Knie vielleicht nie mehr für YB verteidigen können.

Und Sandro Lauper und Mohamed Camara sind von einer Rückkehr zwar nicht mehr allzu weit entfernt, aber die Young Boys wollen im Falle der Langzeitverletzten kein Risiko eingehen, sie aus Personalnot nicht verfrüht forcieren müssen. Nach der Verletzung Sörensens habe man begonnen, den Markt zu sondieren, sagt YB-Sportchef Christoph Spycher.

Mit dem Zuzug Leforts stehen YB-Trainer Gerardo Seoane nun wieder vier fitte Innenverteidiger zur Verfügung. Lefort ist wie Cédric Zesiger Linksfuss, er kann auch links aussen und in einer Dreierkette verteidigen.

In der höchsten französischen Liga hat er für Amiens 33 Partien bestritten. YB habe Lefort schon im Sommer auf dem Radar gehabt, sagt Spycher. «Wir sind glücklich, ist uns nun der Transfer gelungen.»

Falsches Spiel mit Elia?

Die Young Boys hoffen, bis zur Schliessung des Schweizer Transferfensters Mitte Februar einen weiteren Zuzug bekannt geben zu können. Meschack Elia, ihr Wunschkandidat für die Nachfolge des am Freitag zu Leganés transferierten Roger Assalé, trainiert seit Tagen mit.

Wie Assalé schaffte der Nationalspieler der Demokratischen Republik Kongo (21 Spiele, 6 Tore) bei TP Mazembe den Durchbruch, vom afrikanischen Spitzenclub trennte er sich im Herbst aber im Streit. Mazembe hatte offenbar einst Elias Alter von 17 auf 18 angehoben, damit der Club ihn unter Vertrag nehmen konnte, behauptet nun aber, Elia habe den Pass gefälscht. Vom kongolesischen Verband ist Elia für ein Jahr gesperrt worden.

Der Fall liegt bei der Fifa. Die Young Boys sind zuversichtlich, dass der Weltverband bald zum Schluss kommt, dass Elia nichts vorzuwerfen sei. Dann steht seinem Einsatz im YB-Trikot nichts mehr im Weg.

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