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International an Grenzen gestossen

Ein Kommentar von Sportredaktor Fabian Ruch zum Ausscheiden der Young Boys aus der Europa League nach der 2:1-Niederlage gegen Partizan Belgrad.

Die Young Boys haben ein internes Saisonziel deutlich verpasst. Sie überwintern erneut nicht im Europacup – und sind in der Europa League kläglich gescheitert. 3 Punkte und kein Sieg nach fünf Spieltagen in einer bescheiden besetzten Gruppe sind eine ungenügende Ausbeute. YB hat Lehrgeld bezahlt, die alternativlose Philosophie, auf junge, entwicklungsfähige, aber unerfahrene Fussballer zu setzen, stiess auf kontinentaler Ebene an Grenzen.

Alle Spiele verliefen umkämpft, das Torverhältnis von 5:7 unterstreicht das. YB scheiterte auch an mangelnder Effizienz. Gerade international wären Routine, Klasse und Kaltblütigkeit des lange verletzt gewesenen Guillaume Hoarau wertvoll gewesen. Durch das Out entgehen YB einige Millionen Franken Einnahmen.

Dennoch ist die Europacup­kampagne von YB nicht nur negativ zu bewerten. Mit dem Coup gegen Dynamo Kiew setzten sie in der Champions-League-Qualifikation ein Ausrufezeichen, gegen ZSKA Moskau schnupperten sie an der Königsklasse. Und 2018 dürfen sie wohl den nächsten Anlauf Richtung Champions League nehmen. Als Meister wären sie auf dem Champions-Weg gegen Titelhalter aus kleineren Ligen sogar favorisiert.

Bezüglich der Super League könnte sich das Ausscheiden ohnehin als hilfreich erweisen. YB darf sich im Frühling auf die Liga konzentrieren, Basel könnte dank seines sensationellen Höhenflugs in der Champions League wochenlang mit den attraktiven Achtelfinals beschäftigt sein.

fabian.ruch@bernerzeitung.ch

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