«Ich als Captain? Das würde mich sehr freuen»

Granit Xhaka geht in seine vierte Saison mit Arsenal. Als Nachfolger von Laurent Koscielny. Der 26-Jährige wäre der erste Schweizer, der einen Premier-League-Club als Captain anführt.

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In der Hierarchie ist Granit Xhaka bei Arsenal ganz oben angekommen. Der Schweizer Nationalspieler könnte in seiner vierten Saison zum Captain ernannt werden. In der Gunst von Trainer Unai Emery steht der Basler ganz oben, noch hat der Arsenal-Trainer den Nachfolger von Laurent Koscielny, der zu Bordeaux wechselte, aber nicht offiziell bestimmt. An einer Medienkonferenz auf der US-Tournee während der Vorbereitung sagte Emery: «Wir haben Xhaka.» Ihm vertraut der Arsenal-Coach.

Die Rolle des Führungsspielers ist dem 26-Jährigen nicht neu. Bei Gladbach trug er schon mit 23 die Binde. Und auch im Nationalteam trägt er sie, wenn Captain Stephan Lichtsteiner nicht auf dem Feld oder im Aufgebot steht und wird wohl auch dessen Nachfolger, wenn der 105-fache Nationalspieler nicht mehr für die Schweiz spielen wird.

Xhaka würde sich in der Captain-Galerie unter den ganz grossen Legenden der Gunners einreihen. Zum Beispiel mit Arsenal-Legende Thierry Henry. Der Angreifer hatte zwischen 2001 und 2007 mit 226 Toren in 369 Pflichtspielen einen bis heute gültigen Vereinsrekord aufgestellt. Der Franzose war das Gesicht von Arsenal London. Mit Henry wurde man in der Saison 2003/04 ungeschlagen englischer Meister. Vor dem Emirates Stadium steht seitdem eine riesige Bronzestatue zu Ehren des grössten Spielers der Vereinsgeschichte.

Bildstrecke: Der erste Schweizer Premier-League-Captain?

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Granit Xhaka, Captain Laurent Koscielny wechselte diese Woche zu Bordeaux. Sie werden als sein wahrscheinlichster Nachfolger gehandelt. Was würde es Ihnen bedeuten, der erste Schweizer zu sein, der einen Premier-League-Verein als Captain anführt?
Das würde mich sehr freuen und natürlich wäre es etwas Spezielles, ein Traum würde wahr. Es wäre sowohl eine Anerkennung meiner Leistung als auch eine besondere Verantwortung; nicht zuletzt wenn man das Erbe von solch grossen Spielern wie Vieira oder auch Henry antreten würde.

Arsenal hat die Vorbereitung mit einem 1:2 in Barcelona beendet. Wenn man dem alten Sprichwort «eine verpatzte Generalprobe, sorgt für eine gelungene Premiere» Glauben schenken darf, sind die Gunners für die Meisterschaft bereit.
Ich hoffe es (lacht). Es war der letzte Test nach harten Vorbereitungswochen. Wir sind froh, dass es bald losgeht. Ich hoffe, dass wir am Sonntag aus Newcastle mehr Ertrag nach London mitnehmen.

In der Liga reichte es letzte Saison nur auf Rang 5. Nach der Niederlage gegen Chelsea im Europa-League-Final findet die Champions-League-Saison zum dritten Mal in Folge ohne die Gunners statt. Reicht es diesmal unter die Top 4 oder droht Arsenal den Anschluss zu verlieren?
Wir waren lange gut dabei. Die Erwartungen vor dem Europa-League-Final waren gross, leider haben wir unglücklich verloren. In der neuen Saison wollen wir unbedingt in die Top 4 zurückkehren. Ich bin auch überzeugt, dass die Spieler, die gekommen sind, uns dabei helfen können.

Zum Beispiel Stürmer Nicolas Pepé, der für 80 Millionen Euro aus Lille gekommen ist und mit dem nicht unbedingt zu rechnen war?
Ich kann noch nicht so viel zu ihm sagen, da er erst am Freitag und Samstag mit uns trainiert hat. Am Sonntag sind wir dann ja nach Barcelona geflogen zum Spiel. Aber er könnte mit Auba (Pierre-Emerick Aubameyang, d. Red.) und Alexandre Lacazette für viel Musik im Sturm sorgen.

Liverpool hat letzte Saison nur ein Meisterschaftsspiel verloren und trotzdem reichte es gegen ManCity nicht zum Titel. Eigentlich wahnsinnig! Erwarten Sie wieder so eine enge Meisterschaft?
Absolut! Es zeigt, wie gross die Konkurrenz ist. Und nicht nur an der Spitze, sondern bis zu Rang 8. Und am Beispiel Aston Villa (der Aufsteiger investierte 150 Millionen Euro ins Kader, Anmerk. d. Red.) sieht man, dass es weiter anziehen wird. Ich erwarte, dass es bis zum Schluss enorm eng bleiben wird.

Sie steigen bereits in Ihre vierte Saison bei den Gunners. Was erwarten Sie für sich persönlich?
Was ich mir bisher immer vorgenommen habe. Ich will mich laufend verbessern, an mir arbeiten und Schritt für Schritt weiterkommen. An Details feilen und Erfolg haben. Dafür ordne ich alles unter.

langenthalertagblatt.ch/Newsnetz

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