Dortmund scheitert trotz Haaland-Tor spektakulär

Im Achtelfinal des DFB-Pokals verliert Borussia Dortmund gegen Werder Bremen 2:3.

  • loading indicator

Mit Mut und viel Kämpferherz hat Werder Bremen die Tormaschinerie von Borussia Dortmund ausgebremst und wie in der vergangenen Saison den Favoriten aus dem DFB-Pokal geworfen. Das Team von Trainer Florian Kohfeldt besiegte den BVB am Dienstagabend in einem packenden Spiel verdient mit 3:2 (2:0), zog ins Viertelfinal ein und sammelte viel Selbstvertrauen für den Abstiegskampf in der Fussball-Bundesliga.

Rückkehrer Davie Selke, Leonardo Bittencourt mit einem Distanzkracher und Milot Rashica erzielten die Tore für die Gastgeber. Joker und Torjäger Erling Haaland und der 17-jährige Giovanni Reyna schafften zwei Mal den Anschluss für den Bundesliga-Dritten aus Dortmund.

BVB-Trainer Lucien Favre hatte zunächst Shootingstar und Torjäger Haaland trotz seiner sieben Tore in den ersten drei Bundesliga-Spielen draussen gelassen. Auch Neuzugang Emre Can blieb auf der Bank. Für Stammkeeper Roman Bürki war mit Marwin Hitz trotzdem ein Schweizer im Tor. Auch Manuel Akanji stand in der Startformation der Dortmunder.

Schalke gewinnt nach Verlängerung

Der FC Schalke 04 hat Jürgen Klinsmann und Hertha BSC jäh aus allen Pokal-Träumen gerissen. Die Gelsenkirchener drehten am Dienstagabend in einem kräftezehrenden und am Ende hitzigen Achtelfinal einen 0:2-Rückstand zu einem 3:2-Sieg nach Verlängerung und erreichten zum vierten Mal in Folge den Cup-Viertelfinal. Vier Tage nach dem erschreckend schwachen 0:0 der beiden Clubs in der Fussball-Bundesliga bewiesen die Gastgeber die grössere Moral – die Hertha verschenkte den Sieg innerhalb weniger Minuten und muss weiter auf das Heim-Finale im Olympiastadion warten.

Pascal Köpke und Winter-Neuzugang Krzysztof Piatek mit ihren ersten Pflichtspieltoren für Berlin trafen zwar vor 53 525 Zuschauern für die Gäste. Doch Daniel Caligiuri, Amine Harit und schliesslich der eingewechselte Benito Raman in der 115. Minute sorgten in der Arena des fünfmaligen Pokalsiegers für grenzenlose Begeisterung. Kurz zuvor sah Herthas Jordan Torunarigha nach einem Zusammenstoss mit David Wagner Gelb-Rot, der Schalke-Trainer wurde ebenfalls des Innenraums verwiesen

Leipzig scheitert an Frankfurt

RB Leipzig und Julian Nagelsmann haben die erste Titelchance der Saison verspielt. Der Vorjahresfinalist verlor im Achtelfinal des DFB-Pokals am Dienstagabend 1:3 (0:1) bei Eintracht Frankfurt – für die weitgehend harmlosen Leipziger war es vor dem Gipfeltreffen in München am Sonntag schon das dritte sieglose Spiel in Folge.

Vor 47'400 Zuschauern schossen André Silva und Filip Kostic die Tore für effektive Hessen, deren Fans nach dem Pokalsieg 2018 schon vom nächsten Coup träumen. Der eingewechselte Leipziger Neuzugang Dani Olmo erzielte zwanzig Minuten vor Schluss den Anschlusstreffer. Es blieb aber dabei, Kostic gelang in der 95. Minute mit dem 3:1 die definitive Entscheidung.

Im Tor der Leipziger stand zum fünften Mal in dieser Saison Yvon Mvogo. Der Schweizer war bei den Gegentreffern zwar machtlos, es wurde aber ersichtlich, dass es ihm an Spielpraxis mangelt. Bei der Eintracht spielte zudem der ehemalige YB-Akteur Djibril Sow während 90 Minuten durch.

Düsseldorf schlägt Drittligisten

Fortuna Düsseldorf ist erstmals seit 24 Jahren in den Viertelfinal des DFB-Pokals gestürmt und geht nach dem ersten Erfolgserlebnis unter Neu-Trainer Uwe Rösler gestärkt in den Abstiegskampf der Bundesliga. Der Cupsieger von 1979 und 1980 setzte sich am Dienstag beim Drittligisten 1. FC Kaiserslautern am Ende verdient 5:2 (1:2) durch und darf sich neben dem sportlichen Erfolg über eine Prämie von 1,4 Millionen Euro freuen.

Opoku Ampomah, zweimal Rouwen Hennings, Matthias Zimmermann und Kevin Stöger trafen vor 35'314 Zuschauern für das Bundesliga-Schlusslicht. Christian Kühlwetter hatte die Roten Teufel mit einem Doppelpack zwischenzeitlich von der nächsten Cup-Überraschung nach Erfolgen gegen den Erstligisten Mainz 05 und dem Zweitligisten 1. FC Nürnberg träumen lassen.


Dritte Halbzeit – der Tamedia Fussball-Podcast

Die Sendung ist zu hören auf Spotify, bei Apple Podcasts oder direkt hier:

dpa/spy

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt