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Favre: «Das ist unglaublich! Das ist dumm!»

Lange Zeit führt Borussia Dortmund bei Hoffenheim, doch dann ändert ein Doppelschlag in den letzten zwölf Minuten alles.

Lucien Favre konnte es kaum fassen, dass sein Team bei Hoffenheim eine 1:0-Führung verspielte und den Match verlor.
Lucien Favre konnte es kaum fassen, dass sein Team bei Hoffenheim eine 1:0-Führung verspielte und den Match verlor.
Getty (Christian Kaspar-Bartke)
Umkämpftes Duell: Hoffenheims Samassekou (l.) im akrobatischen Rencontre gegen Dortmunds Brandt.
Umkämpftes Duell: Hoffenheims Samassekou (l.) im akrobatischen Rencontre gegen Dortmunds Brandt.
Armando Babani, Keystone
Am Ende nützt jede Hilfe von aussen nichts. In der Schlussphase drehen die Hoffenheimer auf, drehen die Partie und dürfen sich feiern lassen - hier freut sich Sargis Adamyan über seinen Ausgleichstreffer. Später trifft Kramaric zum Sieg.
Am Ende nützt jede Hilfe von aussen nichts. In der Schlussphase drehen die Hoffenheimer auf, drehen die Partie und dürfen sich feiern lassen - hier freut sich Sargis Adamyan über seinen Ausgleichstreffer. Später trifft Kramaric zum Sieg.
Getty (Christian Kaspar-Bartke)
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Die BVB-Profis schlurften enttäuscht vom Spielfeld, Trainer Lucien Favre schüttelte auf der Bank ungläubig den Kopf. Borussia Dortmund hat zum Hinrunden-Abschluss völlig unnötig noch einen Rückschlag kassiert. Der BVB verlor trotz Führung durch Mario Götze (17.) noch 1:2 bei Hoffenheim. Der eingewechselte Sargis Adamyan (79.) sowie Andrej Kramaric (87.) bestraften die Nachlässigkeit des spielerisch über weite Strecken überlegenen BVB.

Als böse Überraschung vor Weihnachten könnten die momentan viertplatzierten Dortmunder am Samstag noch vom Revier-Rivalen Schalke 04 überholt werden. «Ich werde davon nicht sterben, aber es ist natürlich schwer. Jede Niederlage tut weh, gerade bei so vielen Chancen», sagte Julian Brandt im ZDF-Interview. Die Meisterschaft sei «momentan kein Thema, mit dem ich mich befasse».

Der BVB liess von Beginn an den Ball gekonnt, aber noch nicht im höchsten Tempo laufen. Götze, der für den verletzten Captain Marco Reus spielte, hätte in der 10. Minute beinahe schon das 1:0 erzielt. Der 27-Jährige rutschte um Zentimeter an einer gefährlichen Hereingabe des umtriebigen Achraf Hakimi vorbei. Bei seinem zweiten Tor-Versuch durfte Götze schon die Faust ballen: Erneut war Hakimi der Vorarbeiter, die Nummer 10 des BVB lenkte den Ball über die Linie – es war Götzes drittes Saisontor.

Nachlässige Dortmunder

Draussen blieb nach der Pause BVB-Captain Mats Hummels: Der Abwehrchef hatte eine Handverletzung erlitten. Sein Team zog nach dem Wechsel das Tempo zunächst wieder an, Brandt scheiterte jedoch aus kurzer Distanz am erneut starken Baumann (50.). Hoffenheim bestrafte das nachlässiger werdende Spiel der Gäste durch Adamyan, der nach einer Hereingabe von der rechten Seite traf. Die BVB-Abwehr um Torwart Roman Bürki verteidigte dabei zu behäbig. Kramaric liess die Gastgeber spät noch lauter jubeln.

Lucien Favre blickte bei der Pressekonferenz nach der Niederlage gequält und ungläubig ins Scheinwerferlicht. Gleich dreimal verwendete der Trainer nach dem verkorksten Hinrunden-Abschluss den Begriff «dumm» im Zusammenhang mit seiner Mannschaft. Dass die Dortmunder nicht das 2:0 oder 3:0 gemacht haben - «das ist dumm, muss ich sagen, das ist dumm!», schimpfte der Waadtländer. Man könne sich kaum vorstellen, wie viele Punkte der BVB schon verloren habe – «dumm verloren».

Hoffenheim - Dortmund 2:1 (0:1)

30 150 Zuschauer. - Tore: 17. Götze 0:1. 79. Adamyan 1:1. 87. Kramaric 2:1. - Bemerkungen: Hoffenheim ohne Zuber (verletzt). Dortmund mit Bürki und Akanji, ohne Hitz (Ersatz).

Rangliste: 1. Leipzig 16/34. 2. Gladbach 16/34. 3. Bayern München 16/30. 4. Dortmund 17/30. 5. Schalke 16/29. 6. Hoffenheim 17/27. 7. Freiburg 16/25. 8. Leverkusen 16/25. 9. Wolfsburg 16/24. 10. Augsburg 16/23. 11. Union Berlin 16/20. 12. Frankfurt 16/18. 13. Hertha Berlin 16/18. 14. Mainz 05 16/18. 15. Köln 16/14. 16. Bremen 16/14. 17. Düsseldorf 16/12. 18. Paderborn 16/9.

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