Hoarau, der Star ohne Starallüren

Das Interesse an Guillaume Hoarau ist derzeit riesig. So riesig, dass YB am Donnerstag eigens für ihn ein Medientreffen organisiert hat.

Es sei besser, direkt mit Journalisten zu reden, als dass sie sich etwas Falsches ausdenken, findet Guillaume Hoarau.
Martin Bürki@tinubuerki27

«Ich hatte leider kein Haargel dabei, meine Frisur sieht schrecklich aus», entschuldigt sich Guillaume Hoarau für seine graue Wollmütze. Der grossgewachsene YB-Stürmer wirkte auch schon munterer als an diesem Donnerstagmittag, als er ein Besprechungszimmer auf der Geschäftsstelle des Vereins betritt. Der Anlass: Ein Gespräch mit den Medien.

«Das Interesse an Guillaume ist gerade vor dem Basel-Match derart gross, dass wir die Anfragen der Journalisten bündeln wollten», erklärt YB-Medienchef Albert Staudenmann. Man wolle die Vorbereitung des Franzosen, dessen Tore für die Berner so wichtig sind, möglichst wenig stören.

Albert Staudenmann ist voll des Lobes über seinen derzeit gefragtesten Schützling. Video: Martin Bürki

Seit 2010 ist Staudenmann Medienchef bei den Young Boys, und in dieser Zeit seien es meistens Stürmer gewesen, welche die Aufmerksamkeit der Medien in besonderem Masse auf sich zogen. Als Beispiele nennt er Seydou Doumbia oder auch Raùl Bobadilla. So trifft es sich ganz gut, dass der Raum, in dem das Medientreffen stattgefunden hat, nach «Geni» Meier benannt ist – er, der in 320 Ligaspielen für die Gelb-Schwarzen sagenhafte 249 Tore erzielte.

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Hoarau beantwortet derweil, nachdem er einen Kaffee getrunken hat, freundlich lächelnd die Fragen der Journalisten. Es geht um seine Vergangenheit, etwa seinen Abstecher in die chinesische Liga, seinen gegenwärtigen Lauf und auch seine Zukunft: «Vielleicht beende ich meine Karriere bei YB, vielleicht wechsle ich noch einmal. Im Fussball weiss man nie.»

Eines stehe aber fest: «Wenn ich YB verlasse, dann sicher nicht zum FC Basel.» In diesem Punkt also unterscheidet sich Hoarau von Doumbia oder Bobadilla. Und spricht sich damit noch tiefer in die Herzen der Berner Fans.

langenthalertagblatt.ch/Newsnetz

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