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Hertha-Spieler wird rassistisch beleidigt und weint auf dem Feld

Jordan Torunarigha wurde im Cupspiel zwischen Hertha und Schalke Opfer von rassistischen Beleidigungen. «Das ist menschlich abstossend», sagt Berlin-Captain Stark.

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Nach rassistischen Beleidigungen kamen Hertha-Spieler Jordan Torunarigha auf dem Feld die Tränen. Seine Mitspieler trösteten den 22-jährigen Chemnitzer.
Nach rassistischen Beleidigungen kamen Hertha-Spieler Jordan Torunarigha auf dem Feld die Tränen. Seine Mitspieler trösteten den 22-jährigen Chemnitzer.
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Schalke-Torschütze Benito Ramen sagte: «Torunarigha hat auf dem Platz geweint und wollte aufhören. Ich habe die Rufe nicht gehört, habe ihm aber Mut zugesprochen und gesagt, dass er weitermachen soll.»
Schalke-Torschütze Benito Ramen sagte: «Torunarigha hat auf dem Platz geweint und wollte aufhören. Ich habe die Rufe nicht gehört, habe ihm aber Mut zugesprochen und gesagt, dass er weitermachen soll.»
Keystone
Für dieses Vergehen kassierte Torunarigha die zweite gelbe Karte und musste vom Platz.
Für dieses Vergehen kassierte Torunarigha die zweite gelbe Karte und musste vom Platz.
Keystone
Hertha-Trainer Jürgen Klinsmann sagte, sein Spieler sei «mehrfach» beleidigt worden. Nach dem Platzverweis meinte er: «Da braucht man dann Fingerspitzengefühl und muss ihm nicht noch die zweiten Gelbe Karte geben.»
Hertha-Trainer Jürgen Klinsmann sagte, sein Spieler sei «mehrfach» beleidigt worden. Nach dem Platzverweis meinte er: «Da braucht man dann Fingerspitzengefühl und muss ihm nicht noch die zweiten Gelbe Karte geben.»
Keystone
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Ein Rassismus-Skandal im Cup-Achtelfinal zwischen Schalke und Hertha schüttelt den deutschen Fussball durch. «Er hat auf dem Platz geweint und wollte aufhören», sagte Schalkes Benito Raman. Zuvor war Hertha-Verteidiger Jordan Torunarigha offenbar wiederholt rassistisch beleidigt worden. Der DFB-Kontrollausschuss hat am Mittwoch Untersuchungen eingeleitet. Der Verband bittet den Spieler und dessen Verein um eine Stellungnahme.

Raman, der Schalke in der Verlängerung zum 3:2-Sieg schoss, habe Torunarigha Mut zugesprochen und ihm gesagt, dass er weitermachen solle. Auch Hertha-Captain Niklas Stark habe versucht, den Deutschen mit nigerianischen Wurzeln zu beruhigen. «Der war heulend auf dem Platz. Da fragt man schon mal, was los ist.» Sein Teamkollege habe ihm «von Affenlauten und sonst was» erzählt.

«So was geht überhaupt nicht. Das ist menschlich abstossend», verlieh Stark seinem Ärger Ausdruck. «Wenn das Signal gekommen wäre, wäre ich ganz klar mitmarschiert, und wir hätten das Spielfeld gemeinsam verlassen. Ich weiss nicht, was man dagegen machen soll. Man will ja trotzdem Fussballspielen. Der erste Schritt ist einfach, dass wir als Mannschaft hinter Jordan stehen und die Stimme erheben. So was geht nicht.»

«Da braucht man dann Fingerspitzengefühl»

Auch Trainer Jürgen Klinsmann sprach von «mehrfachen» verbalen rassistischen Verletzungen gegen seinen Spieler. «Der Junge ist beleidigt worden», so Klinsmann. Er ärgerte sich auch über die gelb-rote Karte, die Torunarigha in der Verlängerung noch kassierte. Der 22-Jährige war gefoult worden und warf aus Frust einen Getränkekasten zu Boden. «Er war schon aufgepusht, und in dieser Situation muss man ihm nicht noch die zweite gelbe Karte geben – da braucht man dann Fingerspitzengefühl.»

Torunarigha selbst hat sich noch nicht zum Vorfall und zu seiner emotionalen Reaktion geäussert. Die Verantwortlichen von Schalke meldeten sich aber bereits zu Wort und entschuldigten sich beim jungen Chemnitzer. «Ich möchte mich im Namen des FC Schalke 04 entschuldigen. Wir alle wissen: Das gehört sich nicht», so Coach David Wagner. Sportvorstand Jochen Schneider kündigte zudem an: «Wir werden alles dafür tun, dass wir diejenigen, die dafür verantwortlich sind, ausfindig machen und mit Konsequenzen belegen.»

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