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Gratiseintritt für Flüchtlinge

Der SC Brühl setzt ein Zeichen in der Diskussion um Integration. Auch wegen der jüngsten Flüchtlingsdramen im Mittelmeer.

Das Stadion des SC Brühl ist nach dem Flüchtlingshelfer Paul Grüninger benannt.
Das Stadion des SC Brühl ist nach dem Flüchtlingshelfer Paul Grüninger benannt.
Keystone

Wenn der SC Brühl am übernächsten Samstag gegen Tuggen antritt, haben Flüchtlinge freien Eintritt. Die Idee dazu stammt vom Clubpräsident René Hungerbühler. Dass sie gerade jetzt umgesetzt wird, habe auch mit den schweren Unglücken mit Flüchtlingsschiffen im Mittelmeer zu tun, sagte Hungerbühler dem «St. Galler Tagblatt».

«Die Aktion ist allerdings eingebettet in die Gesamtphilosophie unseres Vereins. Der SC Brühl ist als Träger des Qualitäts- und Integrationslabels Sport verein-t dazu verpflichtet, Menschen unabhängig von ihrer Herkunft und Religion zu integrieren», so Hungerbühler weiter. «Wir haben schon in der Vergangenheit immer wieder diesbezügliche Projekte realisiert. So unterstützen wir beispielsweise Kinder in Ghana.»

Politisch sei die Aktion in seinen Augen nicht, erklärte der Präsident des Promotion-League-Vereins: «Es geht uns um die einzelnen Menschen, denen wir signalisieren wollen, dass sie im Club willkommen sind.» Im Vorfeld des Spiels schrieb der SC Brühl die Asylzentren in der Ostschweiz an, zudem werden Inserate geschaltet.

Das Stadion der St. Galler ist nach ihre ehemaligen Spieler Paul Grüninger benannt. Dieser war 1938 und 1939 als Flüchtlingshelfer für von den Nationalsozialisten Verfolgte tätig. «Der SC Brühl ist ein Verein, der sich der Geschichte verpflichtet fühlt», betonte Präsident Hungerbühler gegenüber dem «St. Galler Tagblatt». «Den roten Faden zur Vergangenheit wollen wir weiterspinnen.»

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