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Gentile folgt auf Ponte im Wallis

Der FC Sion wird neu von Claudio Gentile trainiert. Der 60-jährige Italiener unterschreibt für zwei Jahre und löst bei den Wallisern Raimondo Ponte ab.

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Comeback als Trainer: Claudio Gentile (l.) wird Trainer beim FC Sion.
Comeback als Trainer: Claudio Gentile (l.) wird Trainer beim FC Sion.
Keystone

Obwohl Raimondo Ponte in der Rückrunde beim FC Sion gute Arbeit geleistet hatte, wurde sein Vertrag nicht verlängert. Dafür kann Präsident Christian Constantin mit einem grossen Namen aufwarten. Claudio Gentiles Leistungsausweis als Spieler war beeindruckend. Der in Libyen geborene ehemalige Verteidiger bestritt über 500 Serie-A-Spiele, die meisten mit Juventus Turin. Mit den Turinern gewann er 1977 den damaligen Uefa-Cup, 1984 den Meistercup und zudem sechs Meistertitel sowie zwei Cups. 1982 hatte der 71-fache Internationale grossen Anteil am Weltmeister-Titel der Squadra Azzurra.

Weniger imposant ist seine bisherige Trainerkarriere. Von 2000 bis 2006 betreute er die italienische U-21-Nationalmannschaft; 2004 führte er diese zum EM-Titel. Seit seiner Absetzung, die für böses Blut gesorgt hatte, war er als Coach nicht mehr aktiv. Gentile begründete die lange Pause in einem Interview mit der «Gazzetta dello Sport» im letzten Herbst mit einem laufenden Gerichtsverfahren; er befände sich weiterhin im Rechtsstreit mit dem italienischen Verband.

Der 40. Trainerwechsel

Damit hat unter der Ägide von Präsident Christian Constantin schon zum 40. Mal der Trainer beim FC Sion gewechselt. In den letzten Wochen hielt der Clubboss seinen Coach Ponte bezüglich einer Vertragsverlängerung immer wieder hin. «Gentile hat jene Spieler ausgebildet, die 2006 mit Italien Weltmeister wurden», erklärte Constantin seine Wahl. «Er besitzt Erfahrung, Strenge und taktischen Sinn. Er soll die Mannschaft, eine der jüngsten in der Super League, weiterbringen.»

(si)

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