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GC kommt einfach nicht vom Fleck

Die Grasshoppers erreichten beim Krisengipfel in Luzern nur ein 1:1. Mit dem Remis waren die erstmals in Orange angetretenen Zürcher noch gut bedient.

Remis im Duell der bisher sieglosen Teams: Der schwache Mahmoud Kahraba kann sich gegen seinen ehemaligen Club aus Luzern nicht durchsetzen. Neu tritt GC auch in orangen Tenüs an.
Remis im Duell der bisher sieglosen Teams: Der schwache Mahmoud Kahraba kann sich gegen seinen ehemaligen Club aus Luzern nicht durchsetzen. Neu tritt GC auch in orangen Tenüs an.
Keystone
Entgegen dem Spielverlauf bringt Michael Lang stürzend die Zürcher nach 13 Minuten in Führung.
Entgegen dem Spielverlauf bringt Michael Lang stürzend die Zürcher nach 13 Minuten in Führung.
Keystone
...Luzerns Lezcano (r.) muss ebenfalls vorzeitig die Kabine aufsuchen. Er hat mit der Treterei angefangen und sieht direkt die Rote Karte. Keiner Mannschaft gelingt mehr der Siegestreffer, obwohl die Luzerner noch Chancen haben. Nicht zuletzt dank ihrem tadellosen Torhüter Vaso Vasic nehmen die Hoppers wenigstens einen Punkt mit.
...Luzerns Lezcano (r.) muss ebenfalls vorzeitig die Kabine aufsuchen. Er hat mit der Treterei angefangen und sieht direkt die Rote Karte. Keiner Mannschaft gelingt mehr der Siegestreffer, obwohl die Luzerner noch Chancen haben. Nicht zuletzt dank ihrem tadellosen Torhüter Vaso Vasic nehmen die Hoppers wenigstens einen Punkt mit.
Keystone
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Luzern und GC sind auch nach 360 Minuten der Super-League-Saison noch sieglos. Das 1:1 war ein Resultat, das für keines der beiden Teams von Nutzen ist. Luzern offenbarte abermals Probleme mit der Effizienz.

5:1 betrug das Chancenverhältnis zur Pause für Luzern, ein 0:1 stand nach 13, ein 1:1 nach 45 Minuten auf der Anzeigetafel. Michael Lang hatte die Grasshoppers auf etwas skurrile Weise in Führung gebracht. Der Zürcher Rechtsverteidiger wurde im Strafraum am Trikot gezupft und traf im Fallen dennoch zum 1:0. In der Entstehung speziell war der Ausgleich, der sechs Minuten später fiel: Die Spielverlagerung von GC-Flügel Yoric Ravet kam darum nicht zustande, weil der Kopf von Luzerns Alain Wiss dazwischen war. Die sprichwörtliche Steilvorlage verwertete Marco Schneuwly zu seinem vierten Saisontreffer (inklusive Europa League), Wiss musste wenig später mit Kopfschmerzen ausgewechselt werden.

GC-Torhüter der Beste seines Teams

Luzern erspielte sich vor knapp 11'400 Zuschauern ähnlich hohe Spielanteile wie tags davor der FC Basel gegen den FCZ. Das galt aber auch in dieser Partie nur für die Periode zwischen der 1. und 45. Minute. Im Gegensatz zum FCB führte Luzern aber nicht 2:0, auch wenn das anhand der stürmischen Startphase und dem Offensivdrang der Innerschweizer durchaus verdient gewesen wäre. Nach der Pause wurde das Duell der «Sieglosen» sehr zerfahren, negativer Höhepunkt waren die Ausschlüsse gegen den bereits verwarnt gewesenen Stéphane Grichting und Dario Lezcano (77.) wegen Unsportlichkeit respektive Tätlichkeit. Lezcano sah für sein Treten gegen den GC-Verteidiger direkt die Rote Karte.

Überzeugendster Akteur bei den Grasshoppers war der Goalie. Vaso Vasic musste wie schon unter der Woche in der Champions-League-Qualifikation in Lille für den im Gesicht verletzten Daniel Davari einspringen. Erneut betrieb der 24-jährige Aargauer mit serbischen Wurzeln beste Werbung in eigener Sache. Vasic zeigte schon nach drei Minuten eine spektakuläre Parade, bis Spielschluss kamen mindestens fünf weitere dazu. In der Schlussphase bewahrte er sein Team gegen den eingewechselten Debütanten Ridge Mobulu (91./94.) zweimal vor dem zweiten Gegentreffer, der seine Berechtigung gehabt hätte.

Michael Skibbe lobte im Teleclub seinen Schlussmann: «Vasic hat ein gutes Spiel gemacht.» Der GC-Trainer war aber mit dem Beginn und der Schlussphase seines Teams überhaupt nicht zufrieden. «Es fehlt teilweise auch am Esprit.» Derweil trauerte Luzerns Torschütze Schneuwly dem möglichen Sieg nach: «Wir hätten genügend Chancen gehabt, zu gewinnen. Was bei uns fehlt, ist die Effizienz.»

Luzern - Grasshoppers 1:1 (1:1) 11'391 Zuschauer. - SR Hänni. - Tore: 13. Lang (Dabbur) 0:1. 19. Schneuwly (Wiss) 1:1. Luzern: Zibung; Sarr, Affolter, Rogulj, Lustenberger; Winter (56. Mobulu), Wiss (30. Thiesson), Doubai, Hyka (83. Jantscher); Lezcano; Schneuwly. Grasshoppers: Vasic; Lang, Jahic, Grichting, Pavlovic; Salatic; Kahraba (64. Tarashaj), Abrashi, Sinkala (79. Dingsdag), Ravet (74. Ngamukol); Dabbur. Bemerkungen: Luzern ohne Bozanic, Holenstein (beide verletzt), Freuler (gesperrt) und Lamas (noch nicht spielberechtigt), Grasshoppers ohne Ben Khalifa, Caio und Davari (alle verletzt). 30. Wiss verletzt out (Kopf). 77. Gelb-Rote Karte gegen Grichting (Unsportlichkeit) und Rote Karte gegen Lezcano (Tätlichkeit). Verwarnungen: 26. Grichting. 43. Sarr. 64. Schneuwly. 84. Tarashaj (alle wegen Fouls). 86. Dabbur (Unsportlichkeit). 93. Pavlovic (Foul).

si/fal

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