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FC Thun: Liebäugeln mit dem Lottosechser

Miguel Castroman könnte zum FC Thun kommen, Moreno Costanzo dürfte gehen. Fragen und Antworten zur Lage des Tabellendritten.

Steht vor dem Karriereende: der 36-jährige Nelson Ferreira.
Steht vor dem Karriereende: der 36-jährige Nelson Ferreira.
Keystone

Wie stehen die Chancen auf die direkte Qualifikation für die Europa League?

Es gab Vertreter des FC Thun, die sich im Cuphalbfinal YB und nicht Luzern als Gegner wünschten. Einerseits versprach ein Duell im vollen Stade de Suisse deutliche Mehreinnahmen, andererseits wäre mit Luzern ein möglicher Konkurrent um einen Startplatz in der Europa League zurückgebunden worden. Denn der Cupsieger ist für die Gruppenphase der Europa League qualifiziert; belegt dieser aber in der Super League einen der ersten beiden Ränge, erbt der Tabellendritte. Das bedeutet für die drittplatzierten Thuner – sofern sie den Cup nicht gewinnen sollten –, sie müssten darauf hoffen, dass Basel und nicht Luzern oder der FC Zürich triumphiert.

Wer könnte kommen? Wer gehen? Wer bleiben?

Anders als im vergangenen Jahr, als Thun im März am Tabellenende lag, hat Sportchef Gerber Planungssicherheit. Die Thuner bekunden grosses Interesse an einer Verpflichtung Miguel Castromans. Der 24-jährige Berner wird von YB seit zweieinhalb Jahren verliehen, seit Sommer 2017 spielt er beim FC Schaffhausen, für den er in der Vorrunde überragende 10 Tore erzielte. In der Rückrunde konnte der feine Techniker verletzungsbedingt erst eine Partie bestreiten. Neben Thun sollen auch Luzern und St. Gallen um die Dienste Castromans buhlen, der ablösefrei verpflichtet werden kann.

Wann kehren die Verletzten zurück?

So oder so sind die Chancen auf eine direkte Qualifikation für die Gruppenphase der Europa League intakt. Und diese wäre für den Club Gold wert, Sportchef Andres Gerber spricht gar von einem möglichen «Lottosechser». Garantiert wäre eine Startprämie von knapp 3,5 Millionen Franken, die den Oberländern erheblichen finanziellen Spielraum gewähren würde. Ausserordentliche Millionen-Transfereinnahmen wie zuletzt bei Christian Fassnacht, Simone Rapp und Sandro Lauper wurden vornehmlich dafür gebraucht, Löcher zu stopfen. Mit den Zuschüssen der Uefa liesse sich langfristig planen.

Handlungsbedarf sehen die Oberländer auch im Angriff. Derzeit stehen für nächste Saison mit Nicolas Hunziker und Dejan Sorgic nur zwei gelernte Stürmer im Kader – wobei es letzterem, dem Leader der Torschützenliste, im Sommer nicht an Angeboten mangeln dürfte. Dasselbe wird für Marvin Spielmann gelten, den zweitbesten Thuner Torschützen, der in dieser Saison auch schon in der Sturmspitze agiert hat. Klar ist, dass der 36-jährige Nelson Ferreira seine Karriere beenden wird, er soll dem Club in anderer Funktion erhalten bleiben. Bei Francesco Ruberto und Moreno Costanzo, die auch auslaufende Verträge haben, stehen die Zeichen eher auf Abschied.

Die Pause kommt für Thun gelegen, zuletzt fehlten wichtige Akteure verletzt. In knapp zwei Wochen bei Xamax dürften Nicola Sutter und Roy Gelmi wieder mittun können, auch Gregory Karlen sollte auf dem Kunstrasen einsatzbereit sein. Die Rückkehr von Matteo Tosetti verzögert sich derweil, bei Kevin Bigler, dessen Vertrag ausläuft und den eine Gehirnerschütterung plagt, lässt sich der Heilungsverlauf nicht abschätzen.

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