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FC Biel: Carlo Häfeli macht neuen Investoren Platz

Carlo Häfeli legt sein Amt als Präsident des FC Biel per Ende April nieder. Der Zürcher hat neue Investoren gefunden, die den Klub aus der prekären finanziellen Situation führen sollen.

Carlo Häfeli tritt als Präsident des FC Biel per Ende April zurück.
Carlo Häfeli tritt als Präsident des FC Biel per Ende April zurück.
Sarah Bittel

Der FC Biel bleibt in den Negativschlagzeilen: Nach wie vor warten die Spieler auf den Februarlohn, einige gar noch auf das Salär vom Januar. Gestern erhielt der Klub abermals unliebsame Post von der Disziplinarkommission der Swiss Football League.

Diese zieht dem FC Biel wegen nicht eingereichter Bestätigungen über Löhne und Sozialversicherungsbeiträge für den Monat Januar zwei weitere Punkte ab. Zudem wird Klubpräsident Carlo Häfelimit 5000 Franken gebüsst, weil er beim Transfer von Antonio Marchesano zum FC Zürich das Reglement des SFV zur Arbeit mit Vermittlern verletzte.

Zur Erinnerung: Dem Klub wurde von der Liga bereits ein Punkt abgezogen, eine zweite Sanktion mit zwei Zählern Abzug ist nach einem Rekurs Biels noch hängig. Nun hat der FCB fünf Tage Zeit, gegen den neuerlichen Punkteabzug sowie die Busse gegen Häfeli zu rekurrieren.

Abgang mit gutem Gefühl

Diese Meldung allerdings verkam gestern fast zur Randnotiz. Denn als die Spieler zum Training erschienen, wurden sie von Zlatko Petricevic in Empfang genommen. Der 55-jährige Bosnier leitet ab sofort die Geschicke des Challenge-League-Klubs, Interimstrainer Petar Aleksandrow amtet wieder als Assistent. «Das Negative interessiert mich nicht», sagte Petricevic gegenüber dem «Bieler Tagblatt». Er will nach vorne schauen, den Klub unbedingt in der Challenge League halten.

Schliesslich liess Häfeli noch aufhorchen: Der Präsident und Mehrheitsaktionär wird an einer ausserordentlichen Generalversammlung am 28. April zurücktreten. Bis dahin will er die neuen Investoren vorstellen, welche dem finanziell schwer angeschlagenen FC Biel aus der Patsche helfen sollen.

Laut Häfeli laufen nun eine Revision und Gespräche mit der Liga bezüglich des Machtwechsels. Der Zürcher sagt, er verlasse den Klub mit einem guten Gefühl: «Wir haben das bezahlt, was wir zahlen konnten. Hätten die Gönner und Sponsoren ihre Beiträge überwiesen, hätten wir kaum Probleme bekommen.»

Im letzten Sommer übernahm Häfeli mit viel Zuversicht die Geschicke des Klubs, mittlerweile gilt er in Biel als Persona non grata. «Manchmal gab es Missverständnisse und Kommunikationsprobleme», sagt er. Mit seinem Rückzug mache er den Weg für die Bieler frei, die den Verein ohne ihn wieder unterstützen könnten.

Den neuen Investoren gegenüber habe er ein «gutes bis sehr gutes Gefühl», hält Häfeli fest. Trainer Petricevic übrigens bestritt, mit diesen verbunden zu sein. Der Bosnier ist kein unbeschriebenes Blatt; gemäss dem «Blick» sprang er 2011 nach nur einem halben Jahr als Besitzer des mexikanischen Profivereins Queretaro FC ab.

Zuvor hätte er dem Klub die Verpflichtung von Stürmerstar Raul und eine Jugendakademie versprochen. Gestern meinte Petricevic, angesprochen auf seine Ambitionen, der FC Biel mit seiner Geschichte müsse wieder einmal in der Super League spielen.

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