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FC Bayern sagt Leipzig den Kampf an

Der Start ins Jahr 2020 ist für den FC Bayern geglückt. Nur eine Halbzeit lang kann Klinsmann den Meister ärgern. Leverkusen gewinnt gegen Paderborn.

nih/dpa
Vor dem Spiel lachte Berlin-Trainer Jürgen Klinsmann noch, doch das verging ihm während des Spiels. So verliert Hertha Berlin 0:4 gegen den FC Bayern München. Klinsmann ist somit zurück im Abstiegskampf.
Vor dem Spiel lachte Berlin-Trainer Jürgen Klinsmann noch, doch das verging ihm während des Spiels. So verliert Hertha Berlin 0:4 gegen den FC Bayern München. Klinsmann ist somit zurück im Abstiegskampf.
KEYSTONE/DPA/Andreas Gora
Thomas Müller (60. Minute), Robert Lewandowski (73./Foulelfmeter), Thiago (76.) und Ivan Perisic (84.) sorgten mit ihren Treffern für den verdienten Sieg der Gäste im Berliner Olympiastadion.
Thomas Müller (60. Minute), Robert Lewandowski (73./Foulelfmeter), Thiago (76.) und Ivan Perisic (84.) sorgten mit ihren Treffern für den verdienten Sieg der Gäste im Berliner Olympiastadion.
EPA/FILIP SINGER
Für Robert Lewandowski war es der 20. Saisontreffer.
Für Robert Lewandowski war es der 20. Saisontreffer.
KEYSTONE/DPA/Soeren Stache
Die Hertha-Mannschaft von Trainer Jürgen Klinsmann, der die Bayern von 2008 bis 2009 trainiert hatte, liegt mit weiterhin 19 Punkten auf Platz 14 – nur zwei Zähler vor dem Relegationsplatz.
Die Hertha-Mannschaft von Trainer Jürgen Klinsmann, der die Bayern von 2008 bis 2009 trainiert hatte, liegt mit weiterhin 19 Punkten auf Platz 14 – nur zwei Zähler vor dem Relegationsplatz.
KEYSTONE/DPA/Andreas Gora
Die Freude der Leverkusen-Spieler ist verständlich. Schliesslich glückt ihnen der Start in die Rückrunde. So gewinnt Bayer Leverkusen gegen den SC Paderborn 4:1.
Die Freude der Leverkusen-Spieler ist verständlich. Schliesslich glückt ihnen der Start in die Rückrunde. So gewinnt Bayer Leverkusen gegen den SC Paderborn 4:1.
KEYSTONE/DPA/Friso Gentsch
Da nützt alles Zurufen und Anfeuern nicht: In der ersten Halbzeit hatten die Paderborner keine Chance, in der zweiten steigerten sie sich zwar, doch es reichte nicht.
Da nützt alles Zurufen und Anfeuern nicht: In der ersten Halbzeit hatten die Paderborner keine Chance, in der zweiten steigerten sie sich zwar, doch es reichte nicht.
KEYSTONE/DPA/Friso Gentsch
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Auch Jürgen Klinsmann konnte es nicht verhindern: Der FC Bayern hat gleich zu Rückrunden-Beginn der Fussball-Bundesliga auf Attacke-Modus gestellt. Der Titelverteidiger fertigte am Sonntagabend dank einer starken zweiten Halbzeit Hertha BSC deutlich 4:0 (0:0) ab und ist nun mit 36 Punkten schon Tabellenzweiter. Thomas Müller (60. Minute), Robert Lewandowski per Foulelfmeter (73.), Thiago (76.) und Ivan Perisic (84.) sorgten für den verdienten Auswärtserfolg der Münchner, die nun mit neuer Energie Tabellenführer RB Leipzig (40 Zähler) angreifen wollen. Für Klinsmanns Hertha war es nach vier Spielen ohne Niederlage ein bitterer Rückschlag. Die Berliner liegen als 14. nur zwei Punkte über der Abstiegszone.

Nach vier Spielen ohne Niederlage blieb Klinsmann auch zum ersten Rückrundenspiel bei seiner Sicherheits-Taktik: «Wenn du hinten drin sitzt, ist Schönspielerei nicht angesagt», bemerkte der Hertha-Coach, der rechtzeitig vor der Partie gegen seinen Ex-Club seine Trainerlizenz verlängert bekam. Die Gastgeber stellten eine massiven Defensivblock, machten vor allem die Mitte dicht. Das funktionierte aber nur eine Halbzeit, danach vermochten die Berliner den Bayern nichts mehr entgegenzusetzen.

Bayerns-Neuvorstand Oliver Kahn sah zu

Die Bayern, die durch zahlreiche Verletzungsausfälle und die Gelb-Sperre von Joshua Kimmich auch zum Start der zweiten Halbserie personell gehandicapt waren, hätten das Spiel schon nach 25 Minuten in ihre Richtung lenken können. Ihr Torjäger Robert Lewandowski, nur 29 Tage nach einem Eingriff an seiner linken Leiste schon wieder in der Startaufstellung, setzte sich gegen Dedryck Boyata durch, platzierte den Ball aber wenige Zentimeter am langen Eck des Berliner Tores vorbei.

Bayerns-Neuvorstand Oliver Kahn und Bundestrainer Joachim Löw sahen als Tribünengäste zunächst eine Vielzahl von Angriffsversuchen der Gäste, die nichts einbrachten. Auf der anderen Seite versandeten die durchaus gut anzusehenden Konterattacken des Hauptstadtclubs meist wegen einer zu hohen Fehlerquote in der finalen Phase. Davie Selke brachte bei einem Kopfball nach Vorbereitung des wiedererstarkten Marvin Plattenhardt freistehend keinen Druck auf den Ball (21.). Der agile Vladimir Darida verpasste eine Plattenhardt-Eingabe knapp (26.).

Hertha brach ein

Bayerns Überlegenheit nach Wiederanpfiff wurde noch grösser, Hertha schaffte keinerlei Entlastung mehr. Zunächst klärte noch Jordan Torunarigha nach einem Kopfball von Perisic, denn köpfte Boyata einen Scharfschuss des Kroaten kurz vor der Torlinie weg. Doch als wieder Perisic eine Eingabe von Leon Goretzka per Kopf auf Müller legte, liess sich der Ex-Nationalspieler die Gelegenheit aus sechs Metern nicht entgehen.

Danach ging es Schlag auf Schlag: Lewandowski wurde zunächst ein Treffer wegen Torwartbehinderung aberkannt. Dann setzte der Pole einen von Lukas Klünter an Goretzka verursachten Elfmeter zu seinem 20. Liga-Saisontreffer ins Netz. Thiago und Perisic machten schliesslich den klaren Sieg perfekt.

Leverkusen startet souverän in die Rückrunde

Bayer Leverkusen hat derweil seine Champions-League-Ambitionen unterstrichen. Die Werkself siegte zum Abschluss des 18. Spieltages beim Tabellenletzten SC Paderborn 4:1 (3:0) und rückte auf den sechsten Platz vor. Zweimal Kevin Volland (11. und 14. Minute), Julian Baumgartlinger (36.) und Kai Havertz (75.) erzielten vor 14'889 Zuschauer in Paderborn die Tore für Bayer, für Paderborn war der Treffer von Rückkehrer Dennis Srbeny (51.) zu wenig. Eindrücklich war, dass die Paderborns Fans darauf verzichteten, ihre Mannschaft auszupfeifen – trotz der desolaten ersten Halbzeit der Paderborner.

Hertha Berlin - Bayern München 0:4 (0:0) Tore: 60. Müller 0:1. 73. Lewandowski (P) 0:2. 76. Thiago 0:3. 84. Perisic 0:4.

Paderborn - Leverkusen 1:4 (0:3) Tore: 11. Volland 0:1. 14. Volland 0:2. Baumgartlinger 0:3. 51. Srbeny 1:3. 75. Havertz 1:4.

Rangliste: 1. RB Leipzig 18/40. 2. Bayern München 18/36 3. Borussia Mönchengladbach 18/35. 4. Borussia Dortmund 18/33. 5. Schalke 04 18/33. 6. Bayer Leverkusen 18/31. 7. SC Freiburg 18/29. 8. Hoffenheim 18/27. 9. Wolfsburg 18/24. 10. Augsburg 18/23. 11. Eintracht Frankfurt 18/21. 12. Union Berlin 18/20. 13. 1. FC Köln 18/20. 14. Hertha Berlin 18/19. 15. Mainz 05 18/18. 16. Werder Bremen 18/17. 17. Fortuna Düsseldorf 18/15. 18. Paderborn 18/12.

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Dritte Halbzeit – der Tamedia Fussball-Podcast

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