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«Prima. Alle Kinder wieder wach»

Das Erdbeben vom Montagabend im Kanton Glarus hat die Bevölkerung aufgeschreckt. Das sind die Reaktionen.

Zeugen des Bebens: Nicht nur Sofas, auch Kronleuchter bewegten sich am Montagabend. (Video: Leserreporter)

Während die einen das Erdbeben von Montagabend gar nicht spürten, haben sich andere ziemlich erschrocken. Im autofreien Skigebiet Braunwald GL war die Erschütterung besonders stark. «Als wir das Erbeben spürten, sind wir aus dem Haus gerannt, weil wir dachten, das ganze Haus fällt zusammen», meldet etwa die Familie Groner. Auch das «Berghüsli» der Familie Walser hat gezittert. «Das Geschirr klirrte und es gab einen lauten Knall. Was das gewesen ist, wissen wir noch nicht.»

Von einem Knall spricht auch ein Leser-Reporter aus Braunwald: «Es hat extrem gerüttelt. Ich bin richtig erschrocken.» Ein solches Beben habe er noch nie erlebt. Eine andere Bewohnerin aus dem Glarnerland ergänzt, sie habe bislang keine Schäden bemerkt, den Knall habe sie ebenfalls gehört.

Erschrockene Tiere, wache Kinder

Die Reaktionen kommen auch aus nicht unmittelbarer Nähe des Epizentrums. Die ehemalige Zuger Kantonsrätin Jolanda Spiess-Hegglin twitterte kurz nach dem Beben: «Prima. Alle Kinder wieder wach.»

Auch im Tessin schreckten die Bewohner mancherorts hoch. So meldete Ruth Callegari aus der Gemeinde Minusio, dass ihre Katze plötzlich abrupt aus dem Schlaf erwacht ist. «Eine Minute später spürte ich, wie mein Sofa sich bewegte und das Wasser im Glas auch. Das Beben habe ich deutlich wahrgenommen.»

Tiere scheinen Naturphänomene im Voraus wahrzunehmen. So hat auch der Hund einer Leserin aus Winterthur bereits Minuten vor dem Ereignis reagiert. «Ich habe nichts gemerkt, jedoch knurrte mein Hund um 21 Uhr, wusste nicht weshalb...jetzt ist es klar.»

Samuel Gräzer aus Einsiedeln SZ schaute gemütlich Fernsehen. «Plötzlich hat es zu wackeln begonnen, und beinahe wäre der TV-Apparat, der an der Wand befestigt ist, auf den Boden gefallen. Auch hat sich mein Bett leicht gedreht», erklärte der Schwyzer gegenüber Redaktion Tamedia. Die ganze Situation habe rund 10 Sekunden gedauert, meinte Gräzer weiter, der sich vom Erdbeben der Stärke 4,6 infolge nicht aus der Ruhe bringen liess.

Cristina Valeo aus Unterägeri ZG bemerkte das ungewohnte Gefühl sofort und meldete sogleich: «Soeben hat es bei uns ein Erdbeben gegeben.»

Risse in der Wand: Das Erdbeben vom Montagabend zeigt in den Häusern Spuren. (6. März 2017)
Risse in der Wand: Das Erdbeben vom Montagabend zeigt in den Häusern Spuren. (6. März 2017)
Leserreporter
In einer Küche fielen Gegenstände von der Anrichte. (6. März 2017)
In einer Küche fielen Gegenstände von der Anrichte. (6. März 2017)
Leserreporter
Die Lawinengefahr ist derzeit verbreitet kritisch. Ob es ob des Erdbebens bereits zu Niedergängen kam, ist noch nicht bekannt.
Die Lawinengefahr ist derzeit verbreitet kritisch. Ob es ob des Erdbebens bereits zu Niedergängen kam, ist noch nicht bekannt.
slf.ch
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Einer Frau in Emmenbrücke LU war das Beben allerdings gar nicht genehm. «Es war, als rüttelte hinter mir jemand an meinem Sofa. Aber da war gar niemand.» Ein Mann im Kanton Schwyz bestätigte die Kraft des Bebens, sein Sofa habe gewackelt. Ein Leser aus St. Gallen schrieb, dass er das Zittern der Erde bis in die Ostschweizer Stadt spürte. Ebenso meldete sich eine Leserin aus Gossau SG, dass sie das Beben für einige Sekunden wahrnahm. Ein anderer Leser teilte mit, dass er sogar am Bodensee das Zittern der Umgebung spürte.

Ein Leserreporter aus Tuggen SZ hat gefilmt, wie der Leuchter in seinem Wohnzimmer wackelte. «Ich bin definitiv erschrocken! Das war schon sehr komisch und mir ist ein Moment lang echt unwohl gewesen», sagte er. Die Lampe habe noch eine ganze Weile geschaukelt.

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