Die Schweizer wollen an ihren Prinzipien festhalten

Ist die Nationalmannschaft bereit für das EM-Qualifikationsspiel gegen Dänemark? Trainer Vladimir Petkovic, Granit Xhaka und Manuel Akanji geben in Basel Auskunft.

Vor dem Duell mit Dänemark: Das sagen Nationaltrainer Vladimir Petkovic und die Spieler Granit Xhaka und Manuel Akanji. (Video: Tamedia)

Dänemarks Trainer Age Hareide ist ein freundlicher Mensch. Lange gibt er den Journalisten im Joggeli Auskunft. Die Tonlage ändert sich plötzlich, als ein dänischer Medienschaffender auf die Erfolgsserie der Dänen zu sprechen kommt. Der Gast der Schweizer in Basel ist nunmehr seit 17 Pflichtspielen ungeschlagen. Die Erfolge seien aber vornehmlich gegen vermeintlich schwächere Gegner zustande gekommen, hält der Journalist Hareide vor. «Immerhin waren beide WM-Finalisten unter den Gegnern», reagiert der dänische Coach harsch.

Ein ähnlich hohes Niveau attestiert Hareide dann auch den Schweizern. «Wir spielen gegen die beste Mannschaft in unserer Gruppe, die in den Final Four der Nations League steht. Das zeigt die Qualität der Schweiz und zudem ist sie die Nummer 8 der Welt.» Der Respekt beruht auf Gegenseitigkeit.

Viel Bewegung und die Systemfrage

Vladimir Petkovic, Granit Xhaka und Manuel Akanji geben wenige Minuten zuvor Auskunft über das Duell mit den Dänen. Die Schweizer sprechen von Dänemark als den härtesten Widersacher um Platz 1 in der Gruppe. «Wir werden viel in Bewegung sein müssen», so Petkovic, «wenn wir die sehr gut organisierten Dänen knacken wollen.» Etwas, das in Tiflis in der ersten Halbzeit nicht gut war. Erst als Petkovic nach der Pause auf eine Dreierkette umstellte, gewann das Spiel der Schweizer an Tiefe, wurde vertikaler und schneller. Ob er am Dienstag wieder mit dem Erfolgs-System spielen lassen wird, liess der Nationaltrainer offen.

«Ich warte das letzte Training ab und entscheide danach», sagt Petkovic. «Aber ob nun mit Viererabwehr oder Dreierabwehr ist nicht so wichtig. Auch nicht, ob einer weiter hinten, weiter vorne oder aussen spielt, wenn wir an unseren Prinzipien festhalten.» Auch für die Spieler, die neben Petkovic auf dem Podium sitzen, macht das keinen grossen Unterschied.

Akanji und Xhaka sprechen von Details

Manuel Akanji gibt zu bedenken: «Ich habe ein wenig mehr Zeit, wenn wir hinten drei Innenverteidiger sind. Manchmal können wir auch ein wenig höher spielen. Schlussendlich ist es aber immer noch Fussball und man muss versuchen, die Duelle gegen seinen Gegenspieler zu gewinnen.» Und Granit Xhaka sagt zur Systemfrage: «Bei mir ist es so, dass wir im Mittelfeld höher draufgehen und höher pressen können, weil wir genau wissen, dass wir noch drei hinter uns haben. Sonst ändert sich nicht viel.»

Was sich letzten Samstag geändert hat: Der Auftaktsieg in die EM-Qualifikation in Georgien hat den Schweizern ein wenig Druck genommen. Mit einem weiteren Sieg zuhause gegen Dänemark wäre ein grosser Schritt in eine nächste erfolgreiche Kampagne gemacht. Die Aussichten auf einen Heimsieg stehen zudem nicht schlecht: Seit der 0:2-Niederlage bei Petkovics Premiere im September 2014 – auch in Basel – hat die Nati vor eigenem Publikum von zwölf Pflichtspielen elf gewonnen und hat nur einmal unentschieden gespielt. Das Torverhältnis: 41:6(!). In neun von zwölf Partien blieb die Nati ohne Gegentreffer.

ete

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