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Die kurze Embolo-Show

Der FCB gewinnt dank sechs starken Minuten von Breel Embolo den Spitzenkampf gegen den FC Luzern mit 3:1.

sr/si
Am Boden und doch im Aufwind: Basels Breel Embolo (Nummer 36) trifft zum 1:1-Ausgleich in Luzern.
Am Boden und doch im Aufwind: Basels Breel Embolo (Nummer 36) trifft zum 1:1-Ausgleich in Luzern.
Keystone
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Breel Embolo, der erst 18-jährige Kamerun-Schweizer, war mit zwei Toren innerhalb von sechs Minuten der Matchwinner und zugleich die Symbolfigur für Basels Stärke, an die in der Schweiz keine andere Mannschaft herankommt. Den Schlusspunkt mit dem dritten Treffer setzte Matias Delgado in der Nachspielzeit. Auch hier war Breel Embolo auffällig: Er servierte Delgado den Ball mit einem filigranen Absatz-Pass.

Luzern trug einen schönen Teil zu einem spektakulären und recht hochstehenden Spiel bei. Und die Innerschweizer kamen dem Ausgleich in der zweiten Halbzeit sehr nahe. Schiedsrichter Sandro Schärer erkannte nach 52 Minuten nach heftigem Reklamieren der Luzerner auf Penalty, nachdem Philipp Degen aus kurzer Distanz einen harten Schuss, dem er unmöglich hatte ausweichen können, an den Unterarm bekommen hatte.

Remo Freuler vergab die grosse Gelegenheit in zwei Teilen. Zuerst sah er den Penalty von Tomas Vaclik abgewehrt, dann schoss er den Nachschuss aus wenigen Metern hoch über die Latte. Die Basler liessen in der Folge nicht mehr viel zu.

Das Spiel im Zeitraffer:

3. Minute, 1:0: Ein wunderbarer Treffer von Dario Lezcano. Nach einem Sololauf warten alle auf ein Abspiel, aber der Luzerner schiesst selber. Der Ball geht flach via Pfosten ins Tor.

27. Minute, 1:1: Ein kurioses Tor des FCB: Embolo würgt den Ball im Liegen über die Linie. Ein Treffer im Stil von Fussballlegende Gerd Müller.

33. Minute 1:2: Und wieder ist Embolo zur Stelle. Sechs Minuten nach dem 1:1 erzielt er nach einem schönen Steilpass von Zuffi über Zibung hinweg die Führung für den FCB.

52. Minute, Penalty: Degen begeht ein unabsichtliches Handspiel im Strafraum, so stoppt er Jantschers Schuss. Der Referee sieht es und zeigt auf den Punkt.

58. Minute: Embolo lässt Affolter alt aussehen, dann trifft er den Pfosten. Zuffi verpasst den Abpraller. Das hätte das 3:1 für den FCB sein können, ja fast müssen.

83. Minute: Lezcano fordert einen Elfmeter nach einem Rencontre mit Vaclik. Bedrängt von den Spielern, beraten sich die Unparteiischen und entscheiden gegen den FCL.

92. Minute: Delgado entscheidet das Spiel in der Nachspielzeit. Die Vorlage lieferte Embolo per Hackentrick.

Herausragend bei Luzern: Lezcano. Der Paraguayer beweist bei seinem Tor viel Selbstvertrauen.

Herausragend bei Basel: Embolo. Das Sturmerjuwel glänzt bei beiden Toren mit Kampf und Kunst. Er führt den FCB fast im Alleingang zum Sieg.

Verlierer des Spiels: Freuler. Er vergibt den Penalty in der zweiten Halbzeit kläglich.

Das sagt Basel-Trainer Fischer: «Wichtig war die Reaktion nach dem 1:0 für Luzern. Die Reaktion der Mannschaft war super und unsere Führung zur Pause verdient. Das 3:1 sieht nach einem klaren Resultat, aber wenn Luzern den Penalty zum 2:2 verwertet hätte, hätte das Spiel auch in eine andere Richtung gehen können. Wir bleiben auf dem Boden.»

Luzern - Basel 1:3 (1:2)

14'748 Zuschauer. - SR Schärer. - Tore: 3. Lezcano 1:0. 27. Embolo (Bjarnason) 1:1. 33. Embolo (Xhaka) 1:2. 93. Delgado (Embolo) 1:3.

Luzern: Zibung; Thiesson, Sarr (62. Puljic), Affolter, Lustenberger; Kryeziu; Haas (46. Hyka), Freuler; Fandrich; Schneuwly (46. Jantscher), Lezcano.

Basel: Vaclik; Degen (68. Elneny), Högh, Suchy, Safari; Xhaka, Kuzmanovic (80. Delgado); Bjarnason, Zuffi, Gashi (66. Callà); Embolo.

Bemerkungen: Luzern ohne Rogulj, Schachten, Aliti und Oliveira (alle verletzt). Basel ohne Kakitani und Ivanov (beide verletzt). 53. Vaclik hält Handspenalty von Freuler. Pfostenschuss: 58. Embolo. Verwarnungen: 29. Bjarnason (Foul), 45. Safari (Reklamieren), 50. Sarr (Foul), 52. Degen (Hands), 76. Callà (Foul), 78. Embolo (Reklamieren), 78. Jantscher (Foul).

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